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Abschleifen von Parkettböden: Schäden programmiert

Schwimmend verlegtes Parkett nicht abschleifen

Samstag, 09.06.2018, 08:24 Uhr

Nur fest verklebte Parkettböden lassen sich problemlos abschleifen. Foto: dpa
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Uwe Retzlaff e.K.
Schwimmend verlegte Parkettböden lassen sich zur Sanierung kaum schadlos abschleifen. Die schweren Schleif- oder Bürstmaschinen können die Parkettelemente „flattern“ lassen und das Holz unterschiedlich stark abtragen, erklärt Bastian Herzig, Sprecher des Verbands der Deutschen Parkettindustrie. Dies beeinträchtige das Schleifbild und könne sogar im ungünstigsten Fall zu einem Durchschleifen der Decklage führen.

Das bestätigen auch viele Handwerker: Wer versucht, Angebote für das Abschleifen eines schwimmend verlegten Parkettbodens einzuholen, wird oft von Fachbetrieben abgewiesen oder muss ausführliche Absicherungen unterschreiben, dass man Schäden in Kauf nehme.

Anders ist dies bei verklebten Parkettböden: „Wenn bei der Renovierung mit schweren Schleif- oder gar Bürstmaschinen auf dem Boden vorgegangen wird, bringt ein fester Untergrund ein sauberes Schleif- und Bürstbild zutage“, sagt Herzig. Daher würde auch jeder Meisterbetrieb, der mit dem Verlegen eines solchen Bodens beauftragt wird, die Elemente vollflächig verkleben, „damit sich diese Diskussion zur Sanierung nicht stellt“.

Als ein Vorteil von Parkettböden wird gerne angegeben, dass dieser durch einen Fachbetrieb mehrfach abgeschliffen und neu versiegelt werden kann. So kann auch ein viele Jahre alter Boden immer wieder wie neu aussehen.

Wie oft diese Renovierung bei einem verklebten Boden möglich ist, hängt von der Stärke der hölzernen Laufschicht ab. Gut 0,5 Millimeter werden beim Abschleifen abgetragen, daher könne eine vier Millimeter dicke Nutzschicht bis zu zweimal aufgearbeitet werden. (dpa)

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