Sonderveröffentlichung

Martinusmarkt Greven

Bloß keine Angst

„Rollende Waldschule“ zeigt heimische Tierwelt und mehr

Vom Fuchs bis zum Hasen zeigt die „Rollende Waldschule“ eine Vielzahl heimischer Tiere.
Vom Fuchs bis zum Hasen zeigt die „Rollende Waldschule“ eine Vielzahl heimischer Tiere.
Nicht nur die Landwirte informieren im Niederort über ihre Arbeit, auch der Wald steht mit seiner Flora und Fauna erneut beim Martinusmarkt im Blickpunkt. „Die Jäger sind mit der ‚Rollenden Waldschule‘ vor Ort, stellen Tiere aus und stehen als Diskussionspartner bereit“, bringt es Matthias Langkamp, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Ortsverbands, auf den Punkt.

Und das nicht ohne Grund. Denn Kinder und Jugendliche – aber auch immer mehr Erwachsene – haben Schwierigkeiten, die heimische Flora und Fauna zu verstehen. Hoppelt da ein Hase? Oder doch vielleicht ein Kaninchen? Und wer behält bei Drossel, Fink oder Star und der ganzen Vogelschar schon den Überblick? Antworten geben die Jäger der Kreisjägerschaft, die mit ihrer „Rollenden Waldschule“ versuchen, dieser Fehlentwicklung entgegenzutreten.

Im Niederort können zahlreiche Tiere und Pflanzen der hiesigen Wälder betrachtet werden. Fachkundige Helfer beantworten gerne alle Fragen. Die Rollende Waldschule“ ist mit zahlreichen Präparaten – auch geschützter Tierarten wie dem Habicht, Sperber und Fischreiher – bestückt. Den Kindern wird so Wissenswertes beigebracht.

Nicht nur angeschaut werden darf die umfangreiche Sammlung von rund 70 Prä- paraten der heimischen Tierwelt, sondern auch angefasst – da so Zusammenhänge besser begriffen werden können. Alle Stücke sind übrigens auf Unbedenklichkeit im Sinne des „Präparate-Erlasses NRW“ geprüft.

Darüber hinaus beinhaltet die „Rollende Waldschule“ diverses Bildmaterial und zahlreiche Natur- beziehungsweise Umweltspiele. Kinder können zum Beispiel Felle, die sie ebenfalls in die Hand nehmen dürfen, verschiedenen Tieren zuordnen. Ein weiteres Spiel: das Erraten von Getreidesorten. Wer besonders fit ist, schafft es zudem, die passende Ähre zu finden. So lernen die Kinder unter fachkundiger Betreuung die heimische Fauna und Flora auf spielerische Art und Weise kennen.

Neben der „Rollenden Waldschule“ ist das Bauen von Nistkästen beim Martinusmarkt sehr beliebt. „Gegen einen kleinen Obolus für den guten Zweck“, so Langkamp, können Kinder gemeinsam mit ihren Eltern ein ebenso anschauliches wie nützliches Exemplar werkeln. (jpj)