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Sonderveröffentlichung

So denkt Roxel

Das Fest der Familie

Roxeler freuen sich auf die Feiertage

Der ein oder andere Roxeler mag vielleicht heute morgen schon mit einem Stiefel, prall gefüllt mit zuckrigen Leckereien, überrascht worden sein. Der nächtliche Besuch des Nikolauses hat seine süßen Spuren hinterlassen, vor allem Kinder freuen sich über den Heiligen Mann – wahrscheinlich allerdings weniger über seinen Begleiter, Knecht Ruprecht.

Nicht nur heute, am Nikolaustag, liegt adventliche Stimmung über Münster und der ganzen Region. Die Weihnachtsmärkte laden mit ihren Glühweinständen und handwerklichen Kunstarbeiten zum Flanieren mit Freunden und Familie ein. Weihnachtsfeiern mit Kollegen sind im Kalender fest vermerkt, die Kindergärten und Schulen in Roxel veranstalten ebenso Adventsfeiern, Plätzchen werden gebacken, es wird gebastelt. Es liegt eine besondere Stimung über dem Annette-Dorf.

Fotos: Hagendorfn, Schößler, Colourbox
Fotos: Hagendorfn, Schößler, Colourbox
Das wurde auch bei einer nicht-repräsentativen Umfrage der Westfälischen Nachrichten auf dem Pantaleon-Platz deutlich. Dabei wurde eines schnell klar: So unterschiedlich und individuell wie die Roxeler sind, so verschieden wird Weihnachten auch gefeiert. Bei allen jedoch nahm das Fest eine große Bedeutung ein, jedem war es wichtig. Die meisten feiern gemeinsam mit ihrer Familie. Wie beispielsweise Ursula Hunfeld. „Ich freue mich schon auf Weihnachten“, sagt die Roxelerin. Gemeinsam mit ihren Kindern, Enkeln und Urenkeln wird sie die Feiertage verbringen. Da nicht bei ihr zu Hause gefeiert wird, braucht sie sich nicht selbst ums Kochen zu kümmern – und lässt sich deshalb einfach überraschen, was an Heiligabend auf den Tisch kommt. Zunächst gehört jedoch der Kirchenbesuch zum „Pflichtprogramm“. Wie jedes Jahr am Heiligen Abend. Um Weihnachtsgeschenke hat sie sich noch nicht gekümmert, wahrscheinlich wird sie etwas leckeres Selbstgebackenes verschenken. Sie selbst habe keinen Wunsch zu Weihnachten. „Ich bin wunschlos glücklich“, so die Seniorin.

»Raclette ist sehr gesellig und macht weniger Arbeit. Das gibt es bei uns ein Mal im Jahr.«

Floriane Lammers
Ebenso wie Stephan Lück (foto unten rechts erste Bild). Präsente für die Familie habe er jedoch schon zum Teil besorgt, wie er am Freitagmorgen erzählt. Moderat und angemessen fallen die Wünsche der Liebsten aus. Weihnachten sei für ihn ein christliches Fest, weshalb man auch mit den Kindern in die Kirche gehe. Ansonsten werden die Feiertage ganz im Krei- se der Familie geeiert, freut er sich bereits. „An Heiligabend wird es Kartoffelsalat mit Würstchen geben, glaube ich“, so Stephan Lück.

Auf Raclette setzt die Familie von Floriane Lammers „Raclette ist sehr gesellig und macht weniger Arbeit. Das gibt es bei uns ein Mal im Jahr“, freut sich die Roxelerin bereits. Denn feiern in der Geselligkeit, einfach mal Zeit zu haben, das mache Weihnachten für sie aus. Für ihre Enkel hat sie bereits die Weihnachtsgeschenke gekauft. Auch Anja V. hat bereits einiges besorgen können. „Ich bin dieses Jahr gut dabei. Alles habe ich aber noch nicht“, sagt die Hohenholterin, die an diesem Freitagmorgen in Roxel unterwegs ist. Weihnachten ist für sie vor allem eine Zeit zum Innehalten, für Gespräche mit der Familie, zum Runterkommen. „Es ist ein wichtiges Fest für mich“, erklärt sie. Gemeinsam mit den Eltern und den Geschwistern, die wiederum ihre Kinder mitbringen, werden die Festtage verbracht. Am ersten Weihnachtstag wird darüber hinaus die Familie des Mannes be sucht. Der zweite Feiertag wird traditionell ruhig mit den 16- und 18-jährigen Kindern zu Hause verbracht und die Ruhe genossen. Der Besuch des Gottesdienstes ist ebenfalls geplant. „Als sie kleiner waren, sind wir immer in dem Gottesdienst gewesen, in dem die Kinder Messe dienen inussten“, erinnert sie sich. Später habe man auch andere Gotteshäuser besucht.

Weihnachten hat für Hildegund Achatzy eine hohe Bedeutung – sowohl aus familiärer als auch religiöser Sicht. In der Vergangenheit stand deshalb auch immer ein Kirchbesuch auf dem Programm. „In diesem Jahr wird es ein wenig anders als sonst“, sagt sie. Zunächst müssten sie nämlich nach Berlin fahren, um den Enkelsohn zu holen. Später werde dann beim Sohn gefeiert. Weihnachtsgeschenke habe die Roxelerin noch nicht gekauft. „Dieses Mal mache ich mir nicht so viel Stress“, ergänzt sie. Auch ums Essen hat sie sich keine Gedanken gemacht. Schließlich „muss ich es ja auch nicht machen“, sagt sie lächelnd.

Ganz entspannt geht auch Gabriele Schmidt aus Appelhülsen das Thema Weihnachtsgeschenke an. Besorgt hat sie noch nichts. Aber: „Ich habe es bisher immer hinbekommen. Es wird auch dieses Jahr klappen“, ist sie zuversichtlich. Im Kreise der Familie wird gefeiert, ihr Mann wird den Festschmaus vorbereiten, freut sich die Appelhülsenerin bereits. „Es gibt Weihnachtsgans. Die gehört einfach dazu.“ Am ersten Weihnachtsfeiertag steht außerdem ein Kirchenbesuch an.

Ruhe und Besinnlichkeit stehen bei Bernd Wedmann aus Roxel an „einem der höchsten Feiertage“ hoch im Kurs. Mit der Familie gemeinsam zu Hause, Ruhe und gutes Essen stehen dabei im Mittelpunkt. „Rinderfiletsteak mit Maiskolben, Feldsalat und Kartoffeln“ wird es geben, verrät er bereits. Hat er denn bereits Präsente für die Familie besorgt? „Nicht ein einziges. Aber darauf liegt auch nicht der Fokus“, ergänzt er. Auch Manuel aus Roxel war noch nicht shoppen. „Natürlich nicht“, sagt er. „Meine Frau aber sicherlich schon alle“, fügt er grinsend hinzu. Seine eigenen Wünsche? Gesundheit und Fröhlichkeit. Wahrscheinlich werde es Ente mit Klößchen, Rote Beete und Rotkohl geben. Darüber hinaus werde mit dem Nachwuchs die Kindermesse besucht. Gefeiert werde mit der Familie, im großen und im kleinen Kreis. „Wir versuchen, unsere eigenen Traditionen durchzusetzen“, sagt er.

Weihnachten ist für Petra Steinföhr, Stefan Feldmann und ihre Kinder Mathea und Thilo (Foto ganz oben) das Fest, an dem die Familie zusammenkommt und an dem man Zeit miteinander verbringt. „Weihnachten ist zurzeit überall spürbar, im Kindergarten und in der Schule. Das finde ich schön“, sagt die Mutter eines Sohnes und einer Tochter. Es sei wichtig für Kinder, dass die Erwachsenen die Traditionen aufrecht erhalten, findet sie. Basteln und Plätzchen backen, das gehöre einfach in diese Zeit. Gefeiert wird zu Hause, ihre Eltern aus Herford werden die Festtage im Annette-Dorf verbringen. Dabei werde auch der Kindergottesdienst besucht. „Er ist ein Teil des Rituals“, sagt sie. Ein paar Weihnachtsgeschenke habe sie schon besorgt. „Wenn man Kinder hat, muss das gut überlegt sein, man muss ein wenig planen“, ergänzt Petra Steinföhr. Was brauchen die Kinder? Womit spielen sie gerne?

Weihnachten hat auch für Alina Hagemann (foto oben rechts unten) eine wichtige Bedeutung. „Es ist schön, Zeit mit der Familie zu verbringen“, sagt die 20-Jährige. Dafür gebe es extra Fondue und Raclette, weil „man da lange zusammensitzt.“ Heiligabend wird sie gemeinsam mit ihren Eltern feiern, am ersten Feiertag mit ihrem Freund und dessen Familie und am zweiten mit ihrem Patenkind. Ob sie schon Präsente für die Liebsten besorgt hat? „Bisher noch nicht. In diesem Jahr bin ich spät dran“ – aber auch optimistisch, dass das noch rechtzeitig klappen wird. (jeh)