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Sonderveröffentlichung

Feuerwehr in Senden - Bösensell - Ottmarsbocholt

Deutlich mehr Einsätze

Kameraden mussten 2017 häufiger ausrücken als sonst / Rauchmelder verhindern oftmals Schlimmeres

Wichtige Nachwuchsarbeit: Jedes Jahr im Sommer besuchen Kinder aus Bösensell mit ihren Eltern das Feuerwehrgerätehaus – um Einblicke in die Arbeit der Kameraden zu bekommen und um zu lernen, wie sie sich bei einem Brand richtig verhalten. Fotos: Dieter Klein/sff/di
Wichtige Nachwuchsarbeit: Jedes Jahr im Sommer besuchen Kinder aus Bösensell mit ihren Eltern das Feuerwehrgerätehaus – um Einblicke in die Arbeit der Kameraden zu bekommen und um zu lernen, wie sie sich bei einem Brand richtig verhalten. Fotos: Dieter Klein/sff/di
Auf ein ereignisreiches Jahr blicken die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Senden schon jetzt zurück: „Wir hatten deutlich mehr Einsätze als sonst“, bilanziert Gemeindebrandinspektor Manfred Overbeck (rundes Bild), der die Wehr mit ihren drei Löschzügen leitet. Er und sein Stellvertreter, Brandoberinspektor Gebhard Temme, gehen davon aus, dass am Ende des Jahres mehr als 250 Einsätze unterm Strich stehen werden.

Warum die Kameraden 2017 öfter ausrücken mussten? Die beiden Männer zucken mit den Schultern. Schließlich habe es keine Katastrophen gegeben. Ein Trend sei ungebrochen: In der Regel handele es sich bei zwei Drittel der Einsätze um technische Hilfeleistungen, beim Rest um Brandbekämpfungen.


»Entgegen des allgemeinen Trends sind wir personell gut aufgestellt.«

Feuerwehrleiter Manfred Overbeck

Sowohl Overbeck als auch Temme loben die seit Januar geltende Rauchmelderpflicht: „Das ist sinnvoll und gut.“ So hätte die Technik beispielsweise bei zwei Bränden in Außenwohneinheiten des Sozialwerks St. Georg in Ottmarsbocholt super funktioniert – und Schlimmeres verhindert. „Das waren zwei Brandeinsätze ohne Verletzte.“ Und genau so solle es sein.

Dadurch, dass zuletzt die Altersgrenze für Aktive auf 67 Jahre hochgesetzt worden ist – vorher lag sie bei 63 – ist die Feuerwehr Senden inklusive ihrer Jugendabteilung bestens aufgestellt. „Entgegen des allgemeinen Trends“, wie es Overbeck formuliert, gehören der Wehr genug Kameraden an.

Der 56-Jährige ist seit 1982 bei der Feuerwehr aktiv. Er weiß: Die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Verwaltung stimmt in Senden. „Die Struktur funktioniert gut.“ Es gebe kurze Wege und flexible Verantwortliche. Das erleichtere das Bewältigen bürokratischer Aufgaben ungemein. Ein bei den Kameraden weniger beliebtes Pflichtprogramm.

Dennoch: „Langweilig wird‘s nie“, sind sich Overbeck und Temme einig. Um die Truppe zusammenzuschweißen, gibt es regelmäßig gemeinsame Aktivitäten. Die alljährliche Übung mit allen Feuerwehrleuten aus Senden, Ottmarsbocholt und Bösensell im Frühjahr ist stets ein Höhepunkt. Ansonsten startet jeder Löschzug für sich Aktionen – vom Sommerfest bis zur Nikolausfeier. Hinzu kommen die Dienstabende, Seminare und Fortbildungen. Anfang des Jahres gehen die Versammlungen mit Ehrungen, Beförderungen und einem Rückblick über die Bühne. Und in unregelmäßigen Abständen laden die Kameraden zum Tag der offenen Tür ein. (awi)

www.feuerwehrsenden.de

Ansprechpartner

Leiter der Feuerwehr:
Gemeindebrandinspektor
Manfred Overbeck

Stellvertretender Leiter:
Brandoberinspektor
Gebhard Temme

Löschzug Bösensell:
Brandinspektor
Markus Middendorf

Löschzug Ottmarsbocholt:
Oberbrandmeister
Johannes
Hibbe

Löschzug Senden:
Brandinspektor
Heiko Pohlmann

Jugendfeuerwehrwart:
Brandinspektor
Hubert Tork

Damit im Ernstfall alles läuft

Brandschutzbedarfsplan wird 2018 fortgeschrieben

2018 geht’s los: Handwerker und Bauarbeiter modernisieren das Gerätehaus des Löschzugs Bösensell.
2018 geht’s los: Handwerker und Bauarbeiter modernisieren das Gerätehaus des Löschzugs Bösensell.
Die wohl größte Herausforderung 2018: Der Brandschutzbedarfsplan der Gemeinde Senden muss fortgeschrieben werden. Das geschieht alle fünf Jahre. „Gravierende Mängel“ hätten die externen Gutachter noch nie festgestellt, sagt Gemeindebrandinspektor und Feuerwehrchef Manfred Overbeck. „Deshalb sehen wir der ganzen Sache gelassen entgegen.“

Für den Brandschutzbedarfsplan ermittelt ein Experten, ob die Feuerwehr leistungsfähig genug ist oder ob irgendwo nachgebessert werden muss. Hat der Gutachter den Ist-Zustand ermittelt, werden kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen aufgestellt, mit denen die Wehr für die Zukunft noch fitter gemacht werden soll.

Ein Beispiel: Die Gerätehäuser in Ottmarsbocholt und Senden sind in den vergangenen Jahren modernisiert worden, in Bösensell rücken im kommenden Jahr die Bauarbeiter und Handwerker an.

Aber auch bei den Fahrzeugen muss – gemäß dem noch aktuellen Brandschutzbedarfsplan – aufgerüstet werden: Ein 28 Jahre altes Tanklöschfahrzeug des Löschzugs Bösensell wird 2018 durch ein neues LF 20 ersetzt. (awi)