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Sonderveröffentlichung

Tierisch gut! Magazin für Tierliebhaber

Ein Tier kommt ins Haus

Vorbereitungen für das Leben mit dem neuen Mitbewohner treffen

Birthe Voß ist Tierärztin in der Kleintierklinik Greven, Foto: Tierklinik Greven
Birthe Voß ist Tierärztin in der Kleintierklinik Greven,
Foto: Tierklinik Greven
Die Sommer- und Reisezeit ist vorbei – eine gute Gelegenheit den langgehegten Wunsch, einen vierbeinigen Freund ins Haus zu holen, wahrwerden zu lassen.

Aber sind dafür wirklich alle Vorbereitungen getroffen? Weiß man genug, um den Anforderungen, die solch ein Tier an die Menschen und seine neue Umgebung stellt, gerecht zu werden?

Ein Haustier zu halten, heißt nicht nur Zeit und Liebe zu investieren, sondern auch, sich mit den Bedürfnissen der einzelnen Tierarten zu beschäftigen, mit möglichen Erkrankungen auseinander-zu-setzten und potenzielle Gefahrenquellen zu erkennen.

Ob Hund, Katze, Kaninchen oder andere vierbeinige Freunde: Die einen leben gerne in Gesellschaft von Artgenossen, die anderen eher ruhig und werden lieber allein gehalten. Manche Tiere verlangen spezielles Futter.

Wie bei Menschen kann man Erkrankungen mit regelmäßigen Checks und Impfungen vorbeugen. Auch der Schutz vor Parasiten und übertragbaren Krankheiten ist unerlässlich. Am besten kann man sich beim Tierarzt seines Vertrauens über Maß- nahmen informieren.

Doch was ist zu tun, wenn das neue Familienmitglied dann doch einmal krank werden sollte? Dann sollte man möglichst zügig einen Tierarzt aufsuchen. Zwar kann je nach Erkrankung oder Verletzung durchaus auch ein größerer Betrag anfallen, der für die medizinische Versorgung notwendig ist. Hier helfen Krankenversicherungen (mit unterschiedlichem Umfang), die einem in solch einer Situation zumindest die finanziellen Sorgen nehmen können.

Für manche Tiere gibt es eine Kennzeichnungspflicht per Mikrochip, aber auch freiwillig empfiehlt sich das Setzen eines Mikrochips, damit ein entlaufenes Tier wieder zurück zu seinem Besitzer vermittelt werden kann. Bei Tasso, dem Heimtierregister oder anderen ehrenamtlichen Organisationen können die Vierbeiner sogar kostenlos registriert werden.

Potenziell bergen sowohl Haushalt als auch Garten Gefahrenquellen für die Tiere: Sei es etwa durch giftige Pflanzen, Zugang zu Putzmitteln, ungeeignetes Spielzeug oder sonstige für uns Menschen im Alltag völlig normale Dinge oder Lebensmittel. Natürlich kann man nicht allem vorbeugen, aber durch Kenntnis und aufmerksames Beobachten sind Verletzungen und Vergiftungen oft vermeidbar.

Hat man sich mit all diesen Fragen beschäftigt, sollte der wunderschönen Zeit mit einem vierbeinigen Kameraden nichts mehr im Wege stehen. Birthe Voß

Kleintierpraxis van de Louw

„Für mich ist das Wohl des Tieres entscheidend.“

Drs. Rob van de Louw kennt die Situationen genau, in denen abgewogen werden muss, was zu tun ist, wenn es einem Tier nicht gut geht. „Wichtig ist dabei das Vertrauen der Tierhalter“, betont der Veterinärmediziner aus Gronau.

Patienten aus dem Ruhrgebiet oder den gesamten Niederlanden sind in der Praxis in der Dinkelstadt keine Seltenheit. „Ich bin beispielsweise Mitglied im Collegium Cardiologicum (CC)“, erklärt der Herzspezialist, der dazu autorisiert ist, als nur einer von 38 Tierärzten bundesweit ein Herzscreening bei Zuchttieren vorzunehmen. Auch ein 24-Stunden-EKG ist dank Unterbringung des Messgerätes in einem Holter auf dem Hunderücken kein Problem. Auch das klassische EKG oder Herzultraschall-Untersuchungen gehören zum täglichen Arbeitsspektrum.

Was die Gronauer Praxis an der Iltisstraße von vielen anderen unterscheidet, ist der komplett ausgestattete OP und die damit verbundenen Möglichkeiten: Die Laparoskopie – auch bekannt als Minimal-invasive Chirurgie oder Videobeziehungsweise Knopflochchirurgie – ermöglicht es, mit zwei ganz kleinen Hautschnitten von nur fünf bis zehn Millimetern Größe komplexe Operationen bei Hunden und Katzen durchzuführen. Die Vorteile sind ein geringerer Blutverlust, weniger Schmerzen, eine geringere Narbenbildung sowie eine schnellere Erholungszeit und kürzere Stationsaufenthaltszeiten – eine insgesamt kürzere Schonzeit für den Patienten nach dem Eingriff.

Auch die Lasertechnologie kommt bei van de Louw zum Einsatz – bei der Chirurgie ebenso wie in der Therapie. „Die Lebensqualität des Tieres ist immer wichtiger als die Lebensverlängerung um jeden Preis“, verdeutlicht der Mediziner sein Selbstverständnis. Ganz im Sinne der tierischen Patienten.