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Sonderveröffentlichung

Sport aus Ostbevern und Telgte

Klassenerhalt wäre Riesenerfolg

Badminton: Landesligist geht mit nur vier Herren in Saison

Sandra Walkenfort möchte sich in der neuen Saison auch auf Landesliga-Ebene als eifrige Punktesammlerin erweisen. Foto: Biniossek
Sandra Walkenfort möchte sich in der neuen Saison auch auf Landesliga-Ebene als eifrige Punktesammlerin erweisen. 
Foto: Biniossek
Von Karl-Heinz Kock

TELGTE/WESTBEVERN. Alle drei Badminton-Mannschaften der SG Telgte/Westbevern spielen in der neuen Saison eine Liga höher als in der zurückliegenden Spielzeit. Die Erstvertretung ist in die Landesliga zurückgekehrt, die Reserve hat als Vizemeister den Aufstieg in die Bezirksklasse geschafft und die dritte Mannschaft hat für die Kreisliga gemeldet.

Was gut klingt, ist 2017/18 aber auch mit immensen personellen Probleme verbunden. „Eigentlich kann man es mit nur vier Herren nicht schaffen“, sagt Ralf Holtstiege. Doppel- und Mixed-Spezialist Alexander Heuer steht dem Landesliga- Aufsteiger zukünftig nicht mehr zur Verfügung. Gleichwertiger Ersatz ist nicht in Sicht.

Das wiederum bedeutet, dass Volker Walkenfort, Dirk Scheurer, Daniel Pieck und Holtstiege es alleine regeln müssen. Weder Verletzungen noch anderweitige Verpflichtungen dürfen dazwischen kommen. Ansonsten müssten sie das zweite Herrendoppel wohl kampflos abgeben. „Ich glaube nicht, dass wir das durchziehen können“, so der Teamsprecher.

»Wir kämpfen mit Herscheid I und II sowie Neuenrade um den drittletzten Platz.«

Teamsprecher Ralf Holtstiege
Gleich am ersten Spieltag könnte es eng werden, wenn Holtstiege noch in Urlaub ist. Doppelt unangenehm, dass sich mit Neuenrade am 9. September dann ausgerechnet auch noch ein Team in der Emsstadt vorstellt, mit dem sich die Telgter auf Augenhöhe wähnen. Derzeit versuchen sie die Begegnung zu verlegen. „Mehr als 50 Prozent der Verlegungswünsche klappen im Badminton“, hofft Holtstiege auf eine einvernehmliche Lösung mit dem Gegner.

„Die Mannschaft aus Peckeloh kennen wir gar nicht. Wir kämpfen mit dem BC Herscheid I und II sowie Neuenrade I um den drittletzten Platz. Ein Nichtabstieg wäre ein Riesenerfolg“, weiß der Friesen-Akteur um die Gefahr, dass die Emsstädter ihrem Ruf als Fahrstuhlmannschaft wieder einmal gerecht werden könnten. Gegen die Topteams aus Herringen, Warendorf und Fröndenberg dürfte kaum etwas auszurichten sein. „Sie haben sich noch einmal verstärkt aus höheren Ligen.“

Mit einem Altersdurchschnitt von etwa 45 Jahren stellt die Spielgemeinschaft aus Friesen und Emsern das mit Abstand älteste Aufgebot in der Landesliga. An Routine wird es ihm nicht mangeln, vielmehr sind der fehlende Nachwuchs und die geringen personellen Alternativen die größten Probleme.

DER KADER

Zugänge: keine

Abgänge: Alexander Heuer (hört auf)

Kader: Daniel Pieck, Volker Walkenfort, Ralf Holtstiege, Dirk Scheurer, Sandra Walkenfort, Kristina Heckmann, Jutta Niermann

Nachdenken über neue Zählweise

Ralf Holtstiege Foto: Biniossek
Ralf Holtstiege Foto: Biniossek
TELGTE/WESTBEVERN. Im Badmintonsport wird über eine Veränderung der Zählweise nachgedacht. Ist derzeit ein Satz bei 21 erspielten Punkten (und zwei Zählern Vorsprung) beendet, so soll zukünftig ein Durchgang möglicherweise schon nach elf Punkten erfolgreich abgeschlossen sein. Statt auf zwei würde dann auf drei Gewinnsätze gespielt.

„Das soll den Spannungsbogen erhöhen“, sagt Ralf Holtstiege von der SG Telgte/Westbevern. Erste Versuche mit dem neuen System sind bei Turnieren schon unternommen worden. Ob und wann die Regeländerung Wirklichkeit werden könnte, ist derzeit noch nicht entschieden.