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Sonderveröffentlichung

Diagnose Schmerz

Mit über 2000-jähriger Erfahrung

Mit der Akupunktur gegen unterschiedlichste Schmerzen

Foto: Chariat
Foto: Chariat
Aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin, auch als TCM bekannt, deuten Rückenschmerzen und insbesondere Beschwerden im Bereich der Lendenwirbelsäule auf eine sowohl körperliche als auch seelische Dauer- überbelastung des Patienten hin.

Rückenschmerzen sind ein Zeichen für eine Disharmonie entlang der Meridiane/Energiestraßen, die sie versorgen. Um das Gleichgewicht wieder herzustellen, kommen unterschiedliche Therapieverfahren der TCM oder der ganzheitlichen europäischen Medizin zum Einsatz: Akupunktur mit Moxibustion, Schröpfen oder Schröpfmassage. Sie helfen, Verspannungen und Fehlhaltungen vorzubeugen. Individuell abgestimmte Kräuterteerezepturen harmonisieren und entspannen die Muskulatur und die Psyche.

Die Akupunktur ist eine über 2000 Jahre alte Erfahrungsmedizin. Zu zahlreichen Indikationen gibt es zudem fundierte wissenschaftliche Studien.

Diese Untersuchungen belegen, dass die Akupunktur bei chronischen Wirbelsäulenleiden in ihrer Wirkung mit den herkömmlichen medizinischen Therapien vergleichbar ist. So führt Akupunktur bei chronischen Kopf-, Rücken- und Gelenkschmerzen (zum Beispiel infolge einer Arthrose) in drei von vier Fällen zu einer deutlichen und langanhaltenden Schmerzlinderung.

Die heilende Wirkung der Akupunktur kommt unter anderem dadurch zustande, dass der stimulierende Reiz der Nadeln im Gehirn eine vermehrte Ausschüttung schmerzlindernder und stimmungsaufhellender Substanzen auslöst, die oft auch als „Glückshormone“ bezeichnet werden. Dazu gehören das Serotonin und körpereigene Endorphine. Mit modernen Verfahren wie der funktionellen Kernspintomografie lässt sich die Wirkung der Körperakupunktur auf den Stoffwechsel im Gehirn eindeutig nachweisen.

Was allerdings genau bei einer Akupunktur im Körper abläuft, ist wissenschaftlich noch nicht restlos aufgeklärt.

www.chariat.de

Akupunktur: Die Einsatzmöglichkeiten bei Schmerzen

► Akute und chronische Schmerzen wie zum Beispiel Kopfschmerzen, Rücken- und Gelenkschmerzen, Fibromyalgie (Faser-Muskel-Schmerz), Tumorschmerzen, Schmerzen des Kau- und Zahnsystems
► Erkrankungen des Bewegungssystems wie zum Beispiel Schmerzen an Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule, Bandscheibenvorfall, Sehnen- und Gelenkerkrankungen, Tennis-Ellenbogen, chronische Hüftgelenkschmerzen Kniegelenkschmerzen, Karpaltunnel-Syndrom, Nachbehandlung von Hüft-, Knie- und Bandscheibenoperationen, Arthrose-Schmerzen
► Neurologische Krankheiten wie zum Beispiel Migräne, Neuralgien, Trigeminusneuralgie, Schmerzen nach Schlaganfall und bei Polyneuropathie, Schmerzen bei Gürtelrose (Herpes zoster)
► Sonstige Indikationen wie zum Beispiel Schmerzen bei funktionellen Magen-Darm-Störungen, Menstruationsschmerzen, Schmerzen bei Endometriose (Wucherung der Gebärmutterschleimhaut)

Drei Monate als Richtlinie

Bauchschmerzen: Ein Fall für den Arzt

Bauchschmerzen sind besorgniserregend, wenn sie über einen längeren Zeitraum immer wiederkehren. Dabei spielt keine Rolle, wo genau sie auftreten. „Schmerzen im Oberbauch stammen nicht immer aus dem Magen, auch Blähungen können verantwortlich sein“, erklärt Dagmar Mainz, Sprecherin der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte. Sogar an einen Herzinfarkt müsse man denken. „Zum Arzt gehen sollten Patienten, wenn die Schmerzen länger als drei Monate lang immer wiederkehren“, sagt Mainz. Oder wenn eins der sogenannten Alarmsymptome hinzukomme. Dazu zählen Gewichtsverlust, Blut im Stuhl, schwarzer Stuhl oder Blutarmut. Auch wer nachts häufig schweißgebadet aufwacht, nicht mehr leistungsfähig ist, Probleme beim Schlucken hat, sich schon nach kleinen Mahlzeiten ungewöhnlich voll fühlt oder sich häufig erbricht, sollte die Ursache abklären lassen. (dpa)