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Sonderveröffentlichung

Diagnose Schmerz

Normal ein- und ausatmen

Bei Rippenverletzungen Schmerzmittel nehmen

Selbst eine Rippe, die nur geprellt ist, verursacht starke Schmerzen. Sport sollte man nicht machen, solange die Schmerzen noch akut sind. Das Foto oben rechts zeigt eine angebrochene Rippe. Fotos: dpa/Christin Klose/Prof. Dr. Meinrad Beer
Selbst eine Rippe, die nur geprellt ist, verursacht starke Schmerzen. Sport sollte man nicht machen, solange die Schmerzen noch akut sind. Das Foto oben rechts zeigt eine angebrochene Rippe.
Fotos: dpa/Christin Klose/Prof. Dr. Meinrad Beer
Verletzt sich jemand an einer Rippe, fühlt es sich eigentlich immer an wie ein Bruch. Niesen, Husten, Lachen, sogar Atmen tun höllisch weh, auch wenn die Rippe nur geprellt oder angeknackst ist.

Ist eine Rippe gebrochen, ohne dass Organe in Mitleidenschaft gezogen wurden, heilt der Bruch in aller Regel innerhalb von fünf bis sechs Wochen aus, sagt Professor Florian Gebhard. Er ist Ärztlicher Direktor der Klinik für Unfallchirurgie, Hand-, Plastische und Wiederherstellungschirurgie am Zentrum für Chirurgie in Ulm. Bei mehreren gebrochenen Rippen kann es länger dauern.

Gegen die heftigen Schmerzen bekommt der Patient Schmerzmittel–egal, ob die Rippe gebrochen oder nur geprellt ist. „Sie sind wichtig, damit er weiterhin normal ein- und ausatmet“, betont Gebhard, der auch Präsident der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie ist.

„Parallel hierzu können Patienten auch schmerzlindernde Salben auf die betroffene Körperpartie auftragen“, sagt der Heilpraktiker Thomas Sokollik aus Kreuztal. Infrage kommen etwa Salben mit Elementen der Heilpflanze Zaunrübe oder Arnika-Salbe. Kühlende und schmerzlindernde Salben können auch unmittelbar nach dem Unfall die Schmerzen zu lindern – noch bevor ein Arzt da ist. (dpa)

In der Regel ungefährlich

Unangenehme Wunden im Mund

Beim Essen oder vertieft im Spiel beißen sich Kinder schon mal auf die Zunge oder in die Wange. Entstehen dabei Wunden im Mund, ist das sehr unangenehm, aber in der Regel nicht gefährlich, sagt Ulrich Fegeler vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte. „Viel tun kann man da nicht“, so der Kinderarzt.

Es gibt Salben, die die betroffenen Stellen zeitweise betäuben sollen. Wie gut das wirkt, muss jeder selbst ausprobieren. „Notwendig ist es nicht, solche Salben aufzutragen.“

Problematisch ist Fegeler zufolge, betroffene Kinder in der Zwischenzeit zu ernähren. Die Wunden tun häufig so weh, dass man nichts essen mag. Der Kinderarzt empfiehlt, einen Milchbrei oder Milchpudding zu kochen und diesen zimmerwarm zu servieren. (dpa)

Wenn‘s einem sauer aufstößt

Wer nach einem üppigen Essen Sodbrennen verspürt, kann versuchen, es mit einem Glas Milch oder Bullrich Salz zu vertreiben. Dazu rät Hans Michael Mühlenfeld vom Hausärzteverband. Kommt das immer wieder vor, sollte man sich allerdings fragen, woher der Reflux kommt. Andere vertragen ballaststoffreiche Nahrung oder das Glas Wein am Abend nicht. Den meisten gehe es zudem besser, wenn sie mehrere kleine Portionen essen und jeden Bissen gut zerkauen. Keine gute Idee sei es hingehen, den empfindlichen Magen mit Magensäureblockern, sogenannten Protonenpumpen-Inhibitoren, zu beruhigen. Die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten warnt in diesem Zusammenhang aber vor Langzeitnebenwirkungen wie zum Beispiel Osteoporose. (dpa)

Behandlung ohne Schmerz

Auf dem Zahnarztstuhl fühlen sich viele Patienten ausgeliefert. Daraus kann Angst resultieren, die manch einen vom Zahnarztbesuch abhält, erklärt Christa Roth-Sackenheim aus dem Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde. Dagegen kann helfen, mit dem Zahnarzt ein Zeichen zu vereinbaren, wenn er die Behandlung unterbrechen soll. Wer dagegen Angst vor den Schmerzen hat, sollte sich zu Beginn der Behandlung eine Spritze geben lassen. (dpa)