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Sonderveröffentlichung

Gute Fahrt 2018

Schneeflocken an den Reifen

Das ändert sich im neuen Jahr im Straßenverkehr

Pflicht für Neuwagen ab dem 1. April 2018: das elektronische Notrufsystem eCall. Wer mit einer grünen Plakette am Nummernschild fährt, muss 2018 im jeweils angezeigten Monat zur HU – der Fahrer dieses Autos (rundes Bild oben) allerdings erst im Oktober. Foto: dpa-tmn
Pflicht für Neuwagen ab dem 1. April 2018: das elektronische Notrufsystem eCall. Wer mit einer grünen Plakette am Nummernschild fährt, muss 2018 im jeweils angezeigten Monat zur HU – der Fahrer dieses Autos (rundes Bild oben) allerdings erst im Oktober. 
Foto: dpa-tmn
Das Jahr 2018 bringt für Auto- und Fahrradfahrer einige Änderungen mit sich, unter anderem bei der Abgasuntersuchung und den Winterreifen. Radler können nun auch im ICE ihr Zweirad mitnehmen, müssen sich aber bei der Beleuchtung auf Neuerungen einstellen.

Der schlechten Luft soll es gleich zu Jahresbeginn an den Kragen gehen. Denn einige Neuerungen für Autofahrer betreffen die Abgase. Ab dem 1. Januar 2018 reicht es bei der Abgasuntersuchung (AU) nicht mehr, sich allein auf die Onboard-Diagnose zu verlassen. Dann ist die sogenannte Endrohrmessung Plicht. „Bislang war es so, dass auf diese Messung verzichtet werden konnte, wenn beim Auslesen der Onboard-Diagnose kein Fehler festgestellt wurde“, erläutert Anja Smetanin vom Auto Club Europa (ACE).

„Durch die Endrohrmessung kann jetzt sicher erkannt werden, wenn die Abgasreinigung nicht mehr einwandfrei funktioniert.“ Eine Neuerung, die nicht zuletzt auch im Zuge der „Dieselgate“-Affäre von Volkswagen schneller den Weg in die Gesetzesbücher gefunden habe.

Ab dem 1. September wird zudem die Kfz-Steuer nach den im WLTP-Zyklus ermittelten Werten berechnet. „Das WLTP-Verfahren soll realitätsnähere Werte liefern als der bisherige NEFZ-Zyklus“, sagt Tobias Goldkamp, Fachanwalt für Verkehrsrecht. Denn während der bisher verwendete Neue Europäische Fahrzyklus (NEFZ) nur einen 20-minütigen Test mit niedrigen Geschwindigkeiten vorsah, werden bei dem WLTP-Verfahren 30 Minuten lang vier verschiedene Geschwindigkeitsprofile getestet. „Für viele Neuwagen wird die Kfz-Steuer dadurch steigen.“

»Für viele Neuwagen wird die Kfz-Steuer dadurch steigen«

Tobias Goldkamp, Fachanwalt für Verkehrsrecht zur neuen Berechnungsgrundlage
Bei den Schadstoffklassen müssen ab 1. September alle Neufahrzeuge die Schadstoffklasse 6c erfüllen. Um die zu erreichen, müssen die Hersteller aufrüsten: „Denn den Rußpartikelgrenzwert werden viele der neuen Benziner mit Direkteinspritzung wohl nur mit einem Partikelfilter schaffen“, schätzt Smetanin. Es gilt dann ein NOx-Grenzwert (Stickoxide) auf dem Prüfstand im WLTP-Zyklus von 60 mg pro Kilometer. Wird bereits nach dem ab 1. September 2019 geltenden RDE-Verfahren (Real Drive Emission) gemessen, also im Realverkehr, liegt der Grenzwert bei 126 mg.

Eine neue Kennzeichnung bringt 2018 für Winter- und Ganzjahresreifen. „Diese Reifentypen müssen zukünftig mit dem neuen Alpine-Symbol gekennzeichnet sein, einer Schneeflocke vor einem Berg“, erläutert Goldkamp. Bisher war es auch ausreichend, wenn entsprechende Reifen mit den Buchstaben M+S beschriftet waren. Hierzu gibt es nun eine Übergangsfrist bis zum 30. September 2024. Bis dahin dürfen alte Reifen weiter genutzt werden, solange sie intakt sind und ausreichend Profil haben. Wer neue nach dem Jahreswechsel hergestellte Reifen ohne die neue Kennzeichnung kauft und bei winterlichen Bedingungen fährt, muss mit Bußgeldern rechnen.

Verpflichtend wird für alle Neuwagen ab dem 1. April 2018 der Einbau eines eCall-Systems. Das elektronische Notrufsystem besteht aus einem GPS-Empfänger für die Standortdaten und einer Mobilfunkeinheit. „Bei einem Unfall übermittelt das System automatisch die Standortdaten an die Rettungsleitstelle, wodurch die Einsatzkräfte im Zweifelsfall schnell an den Unfallort gelangen“, sagt Smetanin. Bei einem heftigen Aufprall wird der Notruf automatisch ausgelöst. Daneben kann er aber auch manuell durch einen Knopfdruck abgesetzt werden. Mit dem Auslösen des Notrufs wird auch eine Sprachverbindung zur Rettungsleitstelle hergestellt.

Winter- und Ganzjahresreifen müssen, wenn sie nach dem 1. Januar 2018 hergestellt werden, das „Alpine-Symbol“ Links im Bild) tragen. Reifen, die allein mit dem „M+S“-Symbol gekennzeichnet sind, dürfen aber bis zum 30. September 2024 weiter als Winterreifen genutzt werden. Foto: dpa-tmn
Winter- und Ganzjahresreifen müssen, wenn sie nach dem 1. Januar 2018 hergestellt werden, das „Alpine-Symbol“ Links im Bild) tragen. Reifen, die allein mit dem „M+S“-Symbol gekennzeichnet sind, dürfen aber bis zum 30. September 2024 weiter als Winterreifen genutzt werden. Foto: dpa-tmn
Auch im Bereich der Zweiräder ändert sich im kommenden Jahr einiges. So hat die Bahn hat das Fahrradjahr 2018 bereits zum Winterfahrplan im Dezember eingeläutet. Denn mit der Einführung der ICE-4-Züge gibt es erstmals überhaupt auch Fahrradstellplätze in einem ICE. „Das ist ein Novum, denn bisher war die Mitnahme normaler Fahrräder im Fernverkehr nur in Intercity- Zügen möglich“, sagt David Koßmann vom Pressedienst Fahrrad (pd-f). „Wollte man ein Fahrrad im ICE mitnehmen, brauchte man ein Faltrad, welches übrigens kostenlos mitfährt.“ Mit acht Fahrradplätzen pro Zug sei das Angebot zwar noch recht überschaubar, aber immerhin ein Anfang.

Strengere Regeln gelten ab kommendem Jahr für Fahrradanhänger, die breiter als 60 Zentimeter sind. „Sie benötigen künftig zwei weiße Reflektoren an der Vorderseite und zwei rote Reflektoren der Kategorie „Z“ an der Rückseite“, sagt der Radexperte.

Vorgeschrieben ist auch eine rote Rückleuchte, wenn der Anhänger die Hälfte des Fahrradrücklichts verdeckt. „Das trifft im Grunde auf alle Kinderanhänger zu.“ Ist der Anhänger breiter als einen Meter, muss zusätzlich auch an der vorderen linken Ecke eine Frontleuchte installiert werden.

Aufpassen heißt es 2018 für Autofahrer mit grüner HU-Plakette. Sie müssen im angezeigten Monat zum Prüftermin. Wer diesen um mehr als zwei Monate überzieht, muss mit Bußgeldern ab 15 Euro rechnen, so der ACE. Bei mehr als acht Monaten ist zudem ein Punkt fällig. (dpa)

Umweltzonen und elektronisches Pickerl – Änderungen in Europa

Auch international ändert sich etwas. So wird in Brüssel und Umgebung ab dem 1. Januar 2018 eine Umweltzone eingeführt. Pkw, Busse und Lkw dürfen hier noch fahren, wenn sie mindestens der Schadstoffnorm Euro 2 entsprechen. Zuwiderhandlungen werden mit Geldbußen zwischen 150 und 350 Euro geahndet. Für die Europastraßen E19 und E40 gelten die Beschränkungen nicht.

Nachdem auch Straßburg zum 1. November 2017 eine Umweltzone eingerichtet hat, ziehen 2018 mehrere französische Städte und Regionen nach. Ab Anfang Januar schließt Marseille Fahrzeuge mit hohem Schadstoffaufkommen bei kritischen Wetterlagen aus, Bordeaux, Toulouse und Annecy wollen ebenfalls noch 2018 Umweltzonen einführen. Vignettenpflicht besteht dabei auch für im Ausland zugelassene Fahrzeuge. Entsprechende Vignetten können für 4,80 Euro nur online über die Seite des französischen Umweltministeriums (www.certificat-air.gouv.fr) bestellt werden. Eine fehlende Plakette wird mit 68 Euro (Pkw) geahndet. Alle Jahre wieder verändert sich nicht nur die Farbe der österreichischen Mautplakette, sondern auch ihr Preis. Für 2018 gibt die Asfinag nun kirschrote Pickerl heraus, die Kosten steigen um durchschnittlich ein Prozent. Alternativ zur Klebeplakette für die Windschutzscheibe kann ab 2018 auch eine elektronische Vignette erworben werden. Preise und Geltungsdauern sind identisch mit den herkömmlichen Vignetten. Alle Informationen hierzu: https://www.asfinag.at/maut-vignette/vignette/digitale-vignette/

https://www.asfinag.at/maut-vignette/vignette/digitale-vignettewww.certificat-air.gouv.fr

Erste Hilfe bei zugefrorenem Fahrzeug

Türschlossenteiser in der Jackentasche

Bis auf den Türschlossenteiser gehören Winterhelfer wie Eiskratzer, Handbesen, Handschuhe und Starthilfekabel in den Kofferraum. Foto: GTÜ/dpp
Bis auf den Türschlossenteiser gehören Winterhelfer wie Eiskratzer, Handbesen, Handschuhe und Starthilfekabel in den Kofferraum. Foto: GTÜ/dpp
Bei Frosttemperaturen und vorausgegangener Feuchtigkeit besteht die Gefahr, dass Türschlösser vereisen. Das sorgt insbesondere bei Berufstätigen am frühen Morgen für Stress und erheblichen Zeitdruck auf dem Weg zur Arbeit, vor allem, wenn kein geeignetes Hilfsmittel zur Hand ist, um zumindest das Schloss der Fahrertür zu enteisen.

Am schnellsten wirken spezielle Türschloss-Enteisersprays, erklärt der Tüv Nord. Die kleinen Plastikflaschen enthalten eine konzentrierte Defrosterlösung, die direkt ins Schlüsselloch gesprayt wird und das Eis nach kurzer Einwirkungszeit auflöst, so die Prüforganisation. Hauptbestandteil des Enteisersprays ist Alkohol, meist Ethanol oder Glykol, der das Eis zum Schmelzen bringt. Oft ist auch Hydrauliköl zum Schmieren des Schlosses beigefügt.

Eine weitere gute Lösung bieten batteriegetriebene Autoschloss-Enteiser. Sie verfügen über einen ein- und ausfahrbaren Heizstift, der in kurzer Zeit mithilfe elektrischer Energie erhitzt und dann ins zugefrorene Schloss geschoben wird, um das Eis zu schmelzen. Beide Varianten kosteten nur wenig.

Autofahrer bewahren sie praktischerweise nicht im Handschuhfach sondern immer außerhalb des Fahrzeugs auf, damit sie bei Bedarf zur Hand sind.

Um das Festfrieren der Türdichtungen am Auto im Winter zu verhindern, eignen sich Hirschtalg oder Fette auf Silikonbasis besonders gut. Der Tüv Rheinland rät, die Gummis damit einzureiben. Das, so die Experten, trage auch zur Pflege bei.

An den Gummilippen der Scheibenwischer haben solche Mittel dagegen nichts verloren. Denn sie sorgen für Schlieren auf der Scheibe. Hier rät die Prüforganisation dazu, lediglich warmes Wasser zum Putzen zu nutzen. Wer seine Scheiben immer komplett ohne Rückstände freikratzt, hilft außerdem, Beschädigungen an den empfindlichen Lippen zu vermeiden. (dpa)

Ohren auf

Gehör im Straßenverkehr nicht durch laute Musik blockieren

Das Gehör darf beim Autofahren nicht beeinträchtigt werden, etwa durch laute Musik. Foto: ProMotor/iStockphoto
Das Gehör darf beim Autofahren nicht beeinträchtigt werden, etwa durch laute Musik. Foto: ProMotor/iStockphoto
Der Sound ist fantastisch, der Gesprächston perfekt, und nebenbei sehen die dicken oder smarten Geräte auch noch cool aus. Nur: Hört man mit Kopfhörer oder Headset auch alles im Straßenverkehr?

Was in Bus und Bahn entspannt, kann auf der Straße kreuzgefährlich enden. „Das Hupen von Fahrzeugen, das Martinshorn der Rettungsfahrzeuge oder das Klingeln der Straßenbahn werden so schnell überhört“, warnt Ulrich Köster vom Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe.

Jeder dritte Verkehrsteilnehmer ist nach einer Studie des Deutschen Verkehrssicherheitsrates schon in eine gefährliche Situation geraten, weil Radler oder Fußgänger mit Stöpsel im Ohr unterwegs waren. Ist das eigentlich erlaubt? Und wer zahlt den entstandenen Schaden nach einem Crash?

Verboten ist das Tragen von Kopfhörern und Headset generell nicht. Paragraf 23 der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) nimmt die Fahrzeugführer jedoch in die Verantwortung, Sicht und Gehör nicht durch die Besetzung, Tiere, die Ladung, Geräte oder den Zustand des Fahrzeugs zu beeinträchtigen. Das gilt für Autofahrer und Radler gleichermaßen. Fußgänger haben sich an den Paragrafen 1 der StVO zu halten – ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme.

„Der Hörspaß hört auf, wenn beispielsweise Fahrradfahrer das Martinshorn oder andere Geräusche im Straßenverkehr überhören. Da muss es nicht mal zu einem Unfall kommen“, sagt Christian Janeczek, Fachanwalt für Verkehrs- und Strafrechtrecht im Deutschen Anwaltverein. Erwischt die Polizei die Sünder dabei, kostet das zehn Euro Verwarnungsgeld.

Kommt es zu einem Unfall, kann laut Janeczek ein Mitverschulden anzunehmen sein. Nämlich dann, wenn ein Radler mit Stöpsel im Ohr nicht auf ein Hupen reagiert hat, das andere Verkehrsteilnehmer gehört haben, und der Crash bei rechtzeitiger Reaktion verhindert worden wäre.

Hier kann die Versicherung die Leistung kürzen. Vorausgesetzt allerdings, es liegt grobe Fahrlässigkeit vor. Janeczek: „Das sind Extremfälle, in der Regel zahlt die Kaskoversicherung.“ (pm)

Neue App für Reisen ins Ausland

Wer mit dem Auto ins Ausland fahren möchte, sollte über Dinge wie etwa landesspezifische Verkehrsregeln und Bestimmungen Bescheid wissen. Dabei will die neue App „Mit dem Auto ins Ausland“ helfen, die das Europäische Verbraucherzentrum Deutschland (EVZ) anbietet. Die kostenlose Anwendung informiert Reisende beispielsweise über Vorschriften zur Verkehrssicherheit, Maut, Pannenhilfe, Zoll und Tempolimits. Hinzu kommen Themen wie ausländische Kraftstoffbezeichnungen oder Verkehrsschilder.

Neben Deutschland als Reiseland sind alle EU-Länder sowie Island, Norwegen und die Schweiz inbegriffen, teilt das EVZ mit. Die App lässt sich für iOS im iTunes Store oder für Android aus dem Google Playstore oder auf der Seite des EVZ herunterladen. (dpa)

Entspannt in die Berge

Die Reise in den Winterurlaub gut vorbereitet antreten

Sicher ans Ziel: Wer im Winter mit dem Auto auf Reisen gehen will, bereitet sich besser gut darauf vor. Foto: dpa-tmn
Sicher ans Ziel: Wer im Winter mit dem Auto auf Reisen gehen will, bereitet sich besser gut darauf vor. Foto: dpa-tmn
Verschneite Gipfel, davon träumen Winterurlauber. Der Gedanke an die oft lange Fahrt in die Berge kann die Vorfreude aber trüben. Dabei verläuft die Anreise mit dem Auto stressfrei und problemlos – wenn man richtig vorbereitet ist.

Das fängt bei der Bereifung an. Klar, ohne Winterreifen sollten Urlauber lieber nie in die Berge fahren. In Deutschland und einigen anderen Reiseländern gibt es eine situative Winterreifenpflicht. In Österreich müssen zwischen 1. November und 15. April für die Fahrt über von Schnee oder Eis bedeckte Straßen Winterreifen aufgezogen sein. In Tschechien gilt vom 1. November bis 31. März eine generelle Winterreifenpflicht, in Slowenien zwischen 15. November und 15. März. In Italien sind Winterreifen in einzelnen Regionen bis zum 15. April Pflicht: nämlich im Aostatal (ab 15. Oktober) und auf der Brennerautobahn (ab 15. November) ab der Landesgrenze zu Österreich. In Südtirol gilt ganzjährig eine situative Winterreifenpflicht.

In der Schweiz dagegen sind Winterreifen nicht vorgeschrieben, in Frankreich nicht generell. Wer ins Ausland fährt, sollte sich genau über die Gesetzeslage zu Winterreifen informieren. Ansonsten drohen zum Teil empfindliche Bußgelder. Generell sollte das Profil der Reifen mindestens vier Millimeter Tiefe aufweisen, auch wenn der Gesetzgeber in Deutschland nur 1,6 Millimeter vorschreibt.

Freie Fahrt mit freier Sicht: Vor der Reise sollten Autofahrer unter anderem den Füllstand der Wischwasseranlage kontrollieren und nachfüllen. Geübt werden sollte vor der Fahrt in die Berge zudem das Anlegen der Schneeketten. Fotos: dpatmn
Freie Fahrt mit freier Sicht: Vor der Reise sollten Autofahrer unter anderem den Füllstand der Wischwasseranlage kontrollieren und nachfüllen. Geübt werden sollte vor der Fahrt in die Berge zudem das Anlegen der Schneeketten. 
Fotos: dpatmn
Je nach Urlaubsland und Region können Schneeketten in den Bergen vorgeschrieben sein. Autofahrer sollten Schneeketten nicht nur dabei haben, sondern auch wissen, wie man sie aufzieht. „Das ist nicht ganz trivial und vor allem nachts schwierig“, sagt Vincenzo Lucà von Tüv Süd. „Deshalb sollten es Autofahrer einmal vor dem Urlaub üben.“

Pflicht vor der Abfahrt ist ein gründlicher Check des Autos: Scheinwerfer und Scheibenwischer auf ihre Funktion testen und Kühlerwasserstand kontrollieren sowie dessen Frostschutzgehalt mit Hilfe einer Messspindel prüfen. Auch die Scheibenwaschanlage sollte mit Frostschutzmittel aufgefüllt sein. Außerdem empfehlenswert: den Ölstand und, mit einem Messgerät, den Batterie-Ladezustand prüfen.

Beim Packen gilt: Ski oder Snowboards werden im Kofferraum unten verstaut und fest verzurrt, damit sie bei einem Unfall nicht umherfliegen. Bietet das Auto innen zu wenig Platz, gibt es spezielle Dachgepäckträger für Ski und Snowboards. Die Spitze von Skiern ragen dort zum Heck des Autos, damit der Luftwiderstand geringer ausfällt. Ulrich Köster vom Deutschen Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) rät zum Kauf modellspezifischer Träger, die einige Fahrzeughersteller anbieten. Auch Dachboxen nehmen sperrige Gegenstände sicher auf. In ihnen halten Befestigungsgurte und Antirutschmatten Wintersport- Ausrüstung auch in Kurven oder im Fall einer Vollbremsung fest.

Egal ob Skiträger oder Dachbox: Beim Kauf achten Kunden auf das GS-Prüfzeichen und beim Beladen auf die im Fahrzeugschein angegebene zulässige Dachlast, rät Marcel Mühlich vom Auto Club Europa (ACE).

Im Kofferraum sollten ein paar Dinge griffbereit verstaut werden: Abdeckung für die Windschutzscheibe, Starthilfekabel, warme Decken für die Insassen, eine Decke zum Unterlegen bei Schneekettenmontage, Handschuhe, Handfeger, Besen, Eiskratzer und eine Taschenlampe.

Mit ihrem vollgepackten Auto steuern Urlauber zu Beginn der Fahrt noch eine Tankstelle an, um den Reifendruck an die höhere Beladung anzupassen. Dann geht es los: Wer mit Skiträger oder Dachbox unterwegs ist, der sollte nach einigen Kilometern Fahrstrecke die Befestigung prüfen und gegebenenfalls nachstellen. Mehr als 130 km/h sollte man mit Beladung auf dem Dach nicht fahren. (dpa)

Vor der Reise vergleichen

Spritpreise im Ausland variieren

Sparen lässt sich auf der Urlaubsreise ins Ausland beim Tanken. Deshalb sollten Autofahrer sich bereits im Vorfeld über die Preise informieren. Foto: dpa
Sparen lässt sich auf der Urlaubsreise ins Ausland beim Tanken. Deshalb sollten Autofahrer sich bereits im Vorfeld über die Preise informieren. Foto: dpa
Noch vor oder erst hinter der Grenze tanken? Wer als Autofahrer über die Spritpreise im Urlaubsland und auf dem Weg dorthin Bescheid weiß, kann Geld sparen. Italienfahrer etwa tanken derzeit besser noch einmal in Österreich auf, informiert der ADAC. Im Schnitt kostet Benzin dort aktuell 1,19 Euro pro Liter, in Italien werden dagegen 1,55 Euro fällig. Wer 50 Liter tankt, spart 18 Euro.

Auch Dieselfahrer können sparen. Während der Liter aktuell in Österreich 1,14 Euro kostet, werden dafür in Italien 27 Cent mehr fällig.

Wer in die Schweiz will, zahlt dort zwar für Benzin mit 1,34 Euro im Schnitt 4 Cent weniger als in Deutschland mit 1,38 Euro. Wer aber Diesel braucht, muss dort mit 1,38 Euro derzeit 18 Cent mehr berappen. Wer nach Frankreich fährt, kann ein wenig sparen, wenn er vorher noch mal auf der deutschen Seite tankt. Benzin kostet bei den Nachbarn 1,41 Euro pro Liter und Diesel 1,29 Euro. (dpa)