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Sonderveröffentlichung

Tierisch gut! Magazin für Tierliebhaber

Sie gehören zur Familie

Hund, Katze, Maus: Sie alle kann man lieb haben

Ein Tier ist ein Tier: Eine Katze etwa als Partnerersatz zu behandeln wird den Bedürfnissen des Tieres nicht gerecht. Foto: dpa
Ein Tier ist ein Tier: Eine Katze etwa als Partnerersatz zu behandeln wird den Bedürfnissen des Tieres nicht gerecht. Foto: dpa
Katzen haben ihren eigenen Kopf und belohnen ihren Dosenöffner mit ihrer sporadischen Präsenz. Hunde lieben ihr Herrchen heiß und innig. Kaninchen können Gefühle nur sehr schlecht zeigen und Fische – naja ...

Eines haben sie aber alle gemeinsam: Sie machen „ihre“ Menschen glücklich. Sie trösten, weil sie da sind. Sie bringen zum Lachen, weil sie lustige Dinge tun. Sie hören zu, vertreiben die Einsamkeit, beruhigen, therapieren. Und sie machen unendlich traurig, wenn sie gehen. Sie gehören zur Familie – auch wenn man sie, wie unten beschrieben, nicht vermenschlichen soll.

Wir lassen hier Hunde- und Katzenhalter zu Wort kommen, erklären den Einstieg in den Pferdesport, geben Tipps zur Tiergesundheit, zeigen den besten Weg zum ersten Aquarium und zeigen Freizeitmöglichkeiten für Fellnasen und ihre Besitzer. In diesem Themenspezial dreht sich alles um des Menschen besten Freund: Tierisch gut eben.

Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen Claudia Bakker

Schimpfen und kuscheln

Haustiere lieber nicht vermenschlichen

Ein Haustier darf nicht als Ersatz für Partner, Kind oder Mitbewohner herhalten. „Das ist ungerecht dem Tier gegenüber“, sagt Ursula Bauer vom Tierschutzverein Aktion Tier. Der Grund sind überhöhte Erwartungen. „Wenn ich den ganzen Tag bei der Arbeit bin und will, dass meine Katze bis abends wartet und sich auf die Streicheleinheiten freut, geht das auf Kosten des Tieres.“ Vor allem, wenn Herrchen oder Frauchen dann sauer werden, falls die Katze keine Lust mehr auf Kuscheln hat.

„Ich kann nicht ein Tier bei mir aufnehmen und einen Partner erwarten“, meint auch Sophie Arnold, Tierärztin und Heimtierexpertin beim Deutschen Tierschutzbund. Vielmehr müssten die Bedürfnisse des Vierbeiners im Vordergrund stehen. Manche Tiere eignen sich eher zum Beobachten als zum Kuscheln und bleiben lieber auf Distanz. „Es gibt Katzen, die lassen sich nicht so gerne anfassen“, erklärt die Tierpsychologin Carmen Schmohl, die sich auf Heimtiere spezialisiert hat. Gerade ängstliche Tiere bräuchten etwas Distanz. Streicheleinheiten sind da fehl am Platz.

Missverständnisse entstehen auch, wenn Halter das Verhalten ihres Tiers vermenschlichen. „Der Mensch geht von sich aus und erwartet vom Tier das Gleiche“, berichtet Schmohl von ihren Erfahrungen.

„Wenn es Probleme gibt, heißt es schnell, mein Pferd funktioniert nicht, es ist böse, das macht es mit Absicht“, ergänzt Tramm. Pferde sind aber weder hinterhältig noch rachsüchtig – sie handeln instinktiv. (dpa)