Sonderveröffentlichung

Altenberger Pinnwand 

Tradition in sechster Generation

Heute vorgestellt: Tischlerei und Beerdigungsinstitut Middelmann

Waltraud Middelmann ist Ansprechpartnerin, wenn es um das Beerdigungsinstitut geht. Foto: Anke Sundermeier
Waltraud Middelmann ist Ansprechpartnerin, wenn es um das Beerdigungsinstitut geht. Foto: Anke Sundermeier
Der Familienbetrieb Tischlerei und Beerdigungsinstitut Middelmann in Altenberge ist stark mit dem Ort verwurzelt. Das zeigt schon ein Blick in die Firmengeschichte. So ist überliefert worden, dass Firmengründer David Middelmann in Münster das Schreinerhandwerk erlernte und mit dem Kauf des Hauses 58 vollberechtigter Bürger Altenberges wurde, was nach alter Zunftordnung Vorbedingung für das Führen eines selbstständigen Handwerksbetriebes war, den David Middelmann 1827 dann gründete.

Seit dieser Zeit wuchs die Tischlerei in den nachfolgenden Generationen stetig. Zu Beginn der 20er Jahre kam die Produktion von Holzfenstern und Rollladen dazu. Es folgte 1959 der Bau der Tischlerei an der Billerbecker Straße 9 und die Erweiterung der Produktion um das kunststoffverarbeitende Handwerk. „Heute werden vornehmlich VEKA-Kunststoff-Fenster in der Werkstatt gefertigt“, erzählt Tischlermeister Franz Middelmann, der seit 1984 den Handwerksbetrieb in der sechsten Generation führt.

Die auszuführenden Arbeiten umfassen ferner den Einbau, Austausch und die Reparatur von Isolierglasscheiben, Kunststoff- und Aluminium-Rollladen, maßgefertigten Fliegengittern, den Einbau und die Nachrüstung von Rollladenmotoren und anderen Tischlerarbeiten im Innenausbau. Dazu zählen der Einbau von Treppen, Türen und Zargen, aber auch deren Überarbeitung oder Erneuerung. Neben einem 24-Stunden- Schlüsselnotdienst berät und baut das mittelständische Unternehmen Schließanlagen und weitere Sicherungsmaßnahmen ein.

Die Angliederung eines Beerdigungsinstitutes ergab sich vor vielen Jahren in Anlehnung an die Aufträge für Sargbauten. „In den letzten Jahren hat sich die Beerdigungskultur stark verändert. Das betrifft die Möglichkeiten der Bestattung, aber auch die Vorsorge“, so Waltraud Middelmann, die sowohl Trauernde mit einem Rund-um-Service begleitet als auch im Bereich der Beratungsvorsorge Ansprechpartnerin ist. Bei der Beerdigungsvorsorge kann alleine oder mit Angehörigen eine in der Zukunft liegende Beisetzung geplant werden. Die dafür notwendigen finanziellen Mittel werden errechnet und sicher auf einem Treuhandkonto zweckgebunden angelegt.

Nicht nur für die Beratung und Begleitung rund um die Beisetzung nimmt sich Waltraud Middelmann sehr viel Zeit. Um der jungen Generation etwas mehr Transparenz zum Thema „Tod“ zu ermöglichen und Berührungsängste zu nehmen, unterstützt Waltraud Middelmann in jedem Jahr die Aktion „Hospiz macht Schule“ und ermöglicht interessierten Kindern und Jugendlichen in der Firm- und Konfirmationsvorbereitung einen Blick hinter die Kulissen. Vorgestellt wird die Arbeit eines Bestatters, und gemeinsam mit dem Friedhofsgärtner werden die Beerdigungsmöglichkeiten auf dem Friedhof gezeigt. (sun)




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