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Sonderveröffentlichung

Diagnose Schmerz

Untrügliche Zeichen

Drückende Schmerzen im Gesicht

Bei einer Erkältung sollte man die triefende Nase behutsam schnauben. Das kann einer Nasennebenhöhlenentzündung vorbeugen. Foto: dpa/Christin Klose
Bei einer Erkältung sollte man die triefende Nase behutsam schnauben. Das kann einer Nasennebenhöhlenentzündung vorbeugen. Foto: dpa/Christin Klose
Eine Erkältung kann so heftig sein, dass die Schleimhäute bis in die Nebenhöhlen hinein angeschwollen sind. Der Schleim kann dann nicht mehr abfließen. Das infektiöse Sekret sammelt sich und es kann zu einer akuten Nasennebenhöhlenentzündung kommen. Medizinisch ist dann von einer Sinusitis die Rede.

„Eine akute Sinusitis macht sich bei Betroffenen durch drückende Schmerzen hinter der Stirn oder im Gesicht bemerkbar“, sagt Prof. Roland Laszig, Direktor der Universitäts-Hals-Nasen-Ohrenklinik in Freiburg. Häufig verstärken sich die Beschwerden, wenn der Kopf nach vorne gebeugt wird. Hinzu kommen meist Kopfschmerzen, Fieber und Abgeschlagenheit. Aus der Nase kann gelb-grünliches Sekret fließen.

Oft heilt eine akute Nasennebenhöhlenentzündung mit Hilfe von abschwellenden Nasentropfen von alleine wieder aus. Helfen kann häufig auch Inhalieren. „Sind auf diesem Wege die Beschwerden nach zwei bis drei Tagen nicht abgeklungen, sollten die Ursachen von einem Hals-Nasen-Ohrenarzt abgeklärt werden“, rät Laszig, der auch Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie ist.

Wer erkältet ist und vorbeugend etwas gegen eine Sinusitis tun will, sollte bei einem Schnupfen vor allem behutsam die Nase putzen, wie Ursula Sellerberg von der Bundesapothekerkammer betont. Das geht so: Mit einem Finger das eine Nasenloch zuhalten und dann mit möglichst geringem Druck das Sekret aus dem anderen Nasenloch ins Papiertaschentuch befördern. Danach ist das andere Nasenloch an der Reihe. „So kann unter Umständen eine langwierige Nasennebenhöhlenentzündung vermieden werden“, so Sellerberg. (dpa)

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