Startseite > Sonderthemen > Wertvolle Minuten
Sonderveröffentlichung

Tierisch gut! Magazin für Tierliebhaber

Wertvolle Minuten

Unterkühlung, Hitze, Wunden: Erste-Hilfe-Kurse für den Hund

Seinem Hund einen Verband anzulegen sollten Besitzer schon vor dem Ernstfall trainiert haben. Dafür werden eigene Erste-Hilfe-Kurse angeboten. Foto: guk
Seinem Hund einen Verband anzulegen sollten Besitzer schon vor dem Ernstfall trainiert haben. Dafür werden eigene Erste-Hilfe-Kurse angeboten. Foto: guk
Unbeschwerte Stunden, dass wünscht sich jeder, der mit seinem Vierbeiner unterwegs ist. Viel zu schnell kann es jedoch zu einem Not- oder Unfall kommen. Und dann ist es gut, wenn der Hundehalter darauf vorbereitet ist.

Ähnlich wie beim Menschen, kann es auch beim Hund erforderlich sein, die Vitalfunktionen zu überprüfen. Dazu gehören zum Beispiel die Körpertemperatur, die Atmung und der Puls. Auch die Farbe der Schleimhäute liefert wichtige Hinweise über den Allgemeinzustand des Hundes. Empfehlenswert ist es, regelmäßig an einem Erste-Hilfe-Kurs für Hunde teilzunehmen. Nur Übung macht den Meister.

Im Unterschied zum Menschen liegt die normale Körpertemperatur des Hundes zwischen 37,5 und 39 Grad Celsius. Weicht die gemessene Temperatur hiervon ab, sollte der Hund einen Tierarzt vorgestellt werden, um der Ursache auf den Grund zu gehen.

Gerade beim Spaziergang durch Wald und Flur passieren schnell mal kleine Verletzungen. Daher ist es ratsam, auch für unterwegs eine kleine Notfallapotheke dabei zu haben. Aber wie kann ein verletztes Tier transportiert werden, ohne weiteren Schaden anzurichten? Auf all diese Fragen wird in einem Erste-Hilfe-Kurs für Hunde eingegangen. Danach sollte der Hundebesitzer in der Lage sein, Notfälle zu erkennen und richtig zu handeln. Zudem geben sie dem Halter die nötige Sicherheit, in der Ausnahmesituation richtig zu reagieren.

Eigenschutz ist bei Erster Hilfe ein wichtiger Punkt. Dem Hund ist nicht damit geholfen, wenn sich der Besitzer beim Versuch zu Helfen selber in Gefahr bringt. Zudem können verletzte Tiere anders reagieren als sonst. Auch der liebste Hund kann unter Schock und vor allem unter Schmerzen um sich schnappen und beißen. Deshalb kann es von Nöten sein, den Vierbeiner zum eigenen Schutz einen Maulkorb aufzusetzen. Steht dieser nicht zur Verfügung, kann man sich auch mit Hilfe einer Mullbinde eine Maulschlaufe basteln. Dieses sollte natürlich vorher mal in Ruhe zur Hause geübt werden. Das gilt auch für alle anderen Punkte wie Puls und Körpertemperatur messen oder Schleimhäute beurteilen.

Besonders die Ohren, aber auch kleine Verletzungen an den Pfoten bluten meist sehr stark. Daher sollen Hundehalter üben, wie Verbände richtig angelegt werden. Besonders wichtig ist, dass hier die Krallenzwischenräume und die Daumenkralle richtig gepolstert werden, um Druckstellen zu vermeiden.

Ein großes Thema ist immer noch die Überhitzung eines Hundes, beispielsweise im geparkten Auto. Innerhalb einer Stunde heizt sich ein Auto bei einer Umgebungstemperatur von 20 auf gefährliche 46 Grad Celsius auf. Hunde können nicht in den Maßen wie Menschen schwitzen. Sie regulieren ihre Temperatur im Wesentlichen über hecheln. Dabei verbrauchen sie aber viel Energie – und vor allem Wasser. Eine Körpertemperatur von 41 bis 43 Grad Celsius kann für den Hund lebensgefährlich sein.

Aber nicht nur das Auto kann zur tödlichen Gefahr werden. Auch sollten bei heißen Temperaturen nicht übertrieben gespielt oder Sport getrieben werden. Das gilt auch für das Laufen neben dem Fahrrad. Im Gegensatz dazu kann es auch schnell zu Unterkühlungen kommen. Dies kann für den Hund gefährlich werden. Deshalb sollten sie nicht für längere Zeit Frost oder eiskaltem Wasser ausgesetzt sein.

Notfälle gehören immer tierärztlich abgeklärt. Deshalb hier ein Tipp an alle Tierbesitzer: Die Adresse und Telefonnummer des Tierarztes und der Tierklinik sollten sie immer dabei haben, am besten im Handy abspeichern. Wertvolle Minuten können beim Ernstfall entscheidend sein.

Melanie Kratzke
Tierheilpraktikerin in Steinfurt

Tiere können in Terrarienerde gut graben

Der Bodengrund ist im Terrarium entscheidend: Wer feuchtigkeitsliebende Schlangen und Regenwaldbewohner hält, fährt am besten mit Terrarienerde. Sie wird meist als trockener Ziegel angeboten, der aus Kokosfasern besteht und vor der Verwendung im Wasser quellen muss. Die Ziegel können viel Wasser und Wärme speichern und erhöhen damit die Luftfeuchtigkeit im Terrarium. Da der Bodengrund extrem leicht ist, können die Tiere sehr gut darin graben.

Kupierte Hunde müssen unnötig leiden

Kupierten Hunden fehlt ein Stück vom Ohr oder vom Schwanz. Da die Tiere noch lange unter einem solchen Eingriff leiden, sollten Verbraucher solche Tiere nicht beim Züchter kaufen, rät Lea Schmitz vom Deutschen Tierschutzbund. In Deutschland ist der Eingriff zwar verboten. Oft bringen Züchter die Hunde für die Amputationen aber ins Ausland.

Gänseblümchen sind für Katzen ungefährlich

Margeriten, Gänseblümchen oder Weidekätzchen: Katzenhalter sollten zu Hause auf diese Blumen zurückgreifen. Denn andere Pflanzen können schon in geringen Mengen gefährlich sein. Dazu gehören Tulpen, Narzissen und Lilien. Oft reicht schon eine kleine Menge, um Katzen zu schaden, warnt Tierärztin Tina Hölscher von der Aktion Tier.