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Sonderveröffentlichung

Sport aus Ostbevern und Telgte

Zweimonatige Pause während WM

Henning Voß übernimmt nach 15 Jahren wieder die Handballerinnen des TV Friesen

Yvonne Strobel (Nr. 12) bleibt den Friesen-Handballerinnen auch in der Bezirksliga erhalten. Seit dem 3. Juli befinden sich die Emsstädterinnen in der Vorbereitung auf die neue Saison. Foto: Biniossek
Yvonne Strobel (Nr. 12) bleibt den Friesen-Handballerinnen auch in der Bezirksliga erhalten. Seit dem 3. Juli befinden sich die Emsstädterinnen in der Vorbereitung auf die neue Saison. Foto: Biniossek
Von Karl-Heinz Kock

TELGTE. Henning Voß kehrt zu seinen Wurzeln zurück. Anfang dieses Jahrtausend trainierte der Telgter - gemeinsam mit Kai Turowski - schon einmal die Handballerinnen des TV Friesen. Anschließend war er eher als Spieler auf dem Feld aktiv oder coachte wie zuletzt die zweite Männermannschaft. In der neuen Saison übernimmt er wieder die Damen aus der Emsstadt.

„Der Abstieg war so nicht geplant, aber ich mag Herausforderungen“, sagt Voß mit Blick auf den personell deutlich dezimierten Kader von nur zwölf Spielerinnen.

„Die Liga-Zugehörigkeit ist für mich sekundär. Wichtig ist mir, dass die Mädels Spaß haben und dann auch erfolgreich sind.“ Das wird nicht einfach werden im Jahr eins nach dem Abschied aus der Landesliga. „Ich kenne die Bezirksliga gar nicht, aber das ist kein Problem. Wir werden die Mannschaften im Vorfeld schon beobachten.“

»Ich glaube nicht, dass es eine Übermannschaft geben wird.«

Friesen-Trainer Henning Voß
Für viele Absteiger gibt es nur ein Ziel: den direkten Wiederaufstieg. So forsch möchte sich der Übungsleiter nicht äußern: „Wenn wir von Verletzungen weitgehend verschont bleiben, kann man das obere Drittel als Ziel angeben. Einen Top- Favoriten habe ich in der Liga nicht gesehen. Ich glaube nicht, dass es eine Übermannschaft geben wird.“

Seit dem 3. Juli befinden sich seine Handballerinnen in der Vorbereitung auf die neue Saison. „Dabei darf es durchaus mal anstrengend sein – aber immer mit Ball“, so Voß. Nach einem Vergleich mit dem niedersächsischen Bezirksoberligisten SG Teuto folgen im August noch zwei Duelle mit der Ahlener SG und ein Spiel gegen den TV Werne, beide sind in der Landesliga aktiv.

Der Meisterschaftsrunde vorgeschaltet ist das Pokalmatch beim TSV Ladbergen. Zum Auftakt der Punktspiele stellen sich die Friesinnen am 9. September beim SV Vorwärts Gronau vor. Zum ersten Heimspiel gastiert TB Burgsteinfurt in Telgte.

Ein Kuriosum ganz besonderer Art ist 2017/18 auch zu erleben. Vom 19. November bis zum 14. Januar müssen die Teams auf DHB-Geheiß eine zweimonatige Spielpause einlegen. Hintergrund dieser Maßnahme ist die Handball-Weltmeisterschaft der Frauen, die im Dezember in Deutschland stattfindet. Austragungsorte für die Gruppenspiele sind Leipzig, Oldenburg, Bietigheim und Trier, ehe in Magdeburg und Hamburg die Entscheidungen fallen. „In dieser Zeit sollen nicht einmal Freundschaftsspiele erlaubt sein, davon ist keiner begeistert. Und Freikarten gibt‘s auch nicht. Für uns bedeutet das eine zweite Vorbereitung mitten in der Saison“, kann der Friesen-Coach dieser Idee wenig abgewinnen.

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FRIESEN-KADER

Zugänge: Pia Schlenker und weitere A-Jugendspielerinnen aus den Reihen des TV Friesen Telgte

Abgänge: Sonja Stelzer (zum BSV Roxel), Theresa Ehling, Svenja Fälker (beruflich verzogen)

Kader: Henrike Elpermann, Rica Marciniak, Heike Eickholt (Stand-by-Torhüterin), Lena Gerbert, Svenja Kaiser, Raphaela Kövener, Noelle Goseling, Yvonne Strobel, Alina Bischof, Denise Befeldt, Maximiliane Bartsch, Pia Schlenker, Daniela Blanke (Stand-by), Judith Kosmeier (ab 2018), Franziska Borgelt (ab 2018)