Sonderveröffentlichung

UKW verabschiedet sich aus Europa

Adapter statt neuer Systeme

Schnell und billig: Kleine Adapter wie der Xoro DAB 55 bringen neben DAB-Radio viele weitere Funktionen in alte Autos

1.05.2021

Wer unterwegs im Auto gerne Radio hört, lernt den Nutzen des digitalen DAB-Empfangs zu schätzen. Bei älteren Autos fehlt die Empfangstechnik allerdings oft. Das kann zum Problem werden, denn der UKW-Empfang wird in Europa zum Auslaufmodell. In Norwegen wurde er 2017 bereits abgeschaltet. Andere Länder werden folgen. Ein neues Radio muss man sich nicht zwingend kaufen; es gibt talentierte Nachrüstsysteme für überschaubare Summen. 

Die Vorteile von DAB liegen klar auf der Hand: Der Lieblingssender bleibt auch über lange Strecken ohne lästiges Rauschen klar und robust empfangbar. Das gilt vor allem für DAB+. Einige Sender, wie etwa Deutschlandradio, sind sogar landesweit und durchgehend empfangbar. Neben dem störungsfreien Empfang und einer besseren Wiedergabequalität sind außerdem mehr Sender sowie Zusatzinformationen zum Wetter und Nachrichten abrufbar. Auch der lästige Suchlauf für einen Sender entfällt, über die empfangbaren Stationen kann man sich meist einen schnellen Überblick verschaffen. 

Wer die Vorteile der DAB-Technik im Auto nutzen will, kann sein vorhandenes Audiosystem darauf ertüchtigen. Die einfachste und günstigste Lösung ist die Nachrüstung eines Digitalradio-Empfangsadapters. Ähnlich wie beim Anschluss eines MP3-Spielers wird dabei ein kleines Gerät über den Aux-Anschluss an das Audiosystem angeschlossen. 

In vielen Fällen sind die Empfangsadapter mit einem Display und Extras wie etwa einer Freisprechvorrichtung fürs Handy, Speicherkarten-Slot sowie mit USB-Anschlüssen zum Laden von Smartphones gerüstet. 

Bietet das vorhandene Audiosystem keinen Aux-Anschluss, können viele der Adapter die Informationen in ein UKW-Signal wandeln, das sich mit dem alten UKW-Radio empfangen lässt. 

Die kleinen DAB-Adapter werden schon zu Preisen um 50 Euro angeboten. Dreistellig wird es in der Regel, wenn man sich ein komplett neues Audiosystem zulegt. Die flacheren Ein-DIN-Systeme setzen meist auf eine monochrome Displayanzeige. Doppel-DIN-Geräte werden vornehmlich mit großen Farbtouchscreens und diversen Infotainment-Funktionen wie GPS-Navigation und Konnektivitätstechnik angeboten. Meist kosten solche Multimediageräte um 200 Euro, einige liegen sogar jenseits von 500 Euro. (dpa)