Sonderveröffentlichung

Pickel frühzeitig bekämpfen

Akne ist ein Fall für den Arzt

Akne ist ein Fall für den Arzt

Der Arzt kann zum Beispiel herausfinden, was die Ursache der Hautunreinheiten ist. Foto: dpa

12.05.2020

Jugendliche leiden unter Akne oft besonders. Im Internet und in sozialen Netzwerken finden sich zahlreiche Tipps und Videos, die schnelle Besserung versprechen – von der Creme über Nahrungsergänzungsmittel bis zu vermeintlich rettenden Ernährungsumstellungen. Solchen Heilsversprechen sollten Jugendliche aber nicht blind vertrauen, rät der Bundesverband der Kinder- und Jugendärzte.

Besser sei es, bei hartnäckigen Pickeln und Mitessern zum Arzt zu gehen. Auch eine Videosprechstunde kann in solchen Fällen helfen, so die Experten. Bietet der Arzt diese an, ist das in Zeiten der Corona-Pandemie eventuell eine gute Alternative.

Das Problem bei Pickeln: Jede Akne ist anders – das eine Gegenmittel gibt es daher nicht. Der Arzt kann zum Beispiel herausfinden, was die Ursache der Hautunreinheiten ist. In Frage kommen den Angaben nach zum Beispiel bestimmte Medikamente, vielleicht auch Krankheitserreger. Letztere lassen sich dann zum Beispiel mit einem Antibiotikum bekämpfen. Bei weniger schweren Fällen reicht es in der Regel aus, sie mit Mitteln zur äußeren Anwendung zu bekämpfen. Betroffene brauchen vor allem Geduld und Ausdauer: Die erste Therapiephase kann etwa drei Monate dauern – zu Beginn kann es zudem sein, dass sich das Hautbild erst einmal verschlechtert. Und wenn die Akne weg ist, ist der Kampf noch nicht vorbei: Oft ist dann eine Erhaltungstherapie nötig, damit die Pickel nicht zurückkehren (www.kinderaerzte-im-netz.de).


Emotionale Argumente finden

Wie klappt der Umgang mit Pubertierenden daheim?

Don Bosco Klinik

Jugendlichen, gerade in der Pubertät, sind Freunde zum Teil wichtiger als Familie. Über sie und ihr soziales Umfeld identifizieren sie sich stark. Doch mit den Ausgangsbeschränkungen und dem Kontaktverbot nimmt man ihnen aus ihrer Sicht genau diesen Teil der Identität weg. „Das schürt Frust und Wut, die sich dann meistens denen gegenüber entlädt, die nichts dafür können – Eltern oder Geschwistern“, erklärt Familiencoach Kira Liebmann aus München. Wie erklärt man einem Teenager aber, dass er seine Freunde aktuell nicht sehen kann? „In der Pubertät sind Jugendliche für rationale Argumente kaum zugänglich“, weiß Liebmann, die als Pubertätstrainerin Eltern coacht. Die Jugendexpertin empfiehlt daher Eltern, emotionale statt sachliche Argumente zu finden.

Ein typisch rationales Argument vieler Eltern sei: „Wir müssen zu Hause bleiben, damit sich weniger Menschen anstecken und somit unser Gesundheitssystem nicht überlastet wird.“ Doch für diese Art der Begründung seien Jugendliche schwer zugänglich. Sie verstehen die Worte, aber nicht die Botschaft. Anders sehe die emotionale Ansprache aus. Man könnte ein Bild mit Smarties wählen: „Stell dir vor, es liegen 100 Smarties vor dir. Fünf davon sind vergiftet: Wie viele Smarties isst du? Wir wissen nicht, welche Smarties wir gerade sind und daher bleiben wir erstmal zu Hause.“ Darüber hinaus sollten Eltern den Teenagern trotz vielleicht beengter Wohnverhältnisse genug Rückzugsmöglichkeiten lassen. (dpa)