Sonderveröffentlichung

90 Jahre LBS
Aktueller denn je

Seit 90 Jahren ist Bausparen in Deutschland ein Weg für den Erwerb und Erhalt einer Immobilie

Samstag, 31.08.2019, 15:18 Uhr

Die Landesbausparkasse in Münster nahm am 1. August 1929 ihre Arbeit auf. Heute gibt es bundesweit über 22 Millionen Bausparer mit über 27 Millionen Verträgen über eine Summe von 905 Milliarden Euro. Foto: Wilfried Hiegemann
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Wirklich gute Ideen sind einfach und veralten nicht: Um das Ziel der eigenen vier Wände zu stemmen, schließen sich Bausparer zusammen und zahlen in einen gemeinsamen Geldtopf ein. Mithilfe von Darlehen aus diesem sogenannten „Kollektiv“ zieht dann ein Bausparer nach dem anderen ins Wohneigentum.

Am 1. August 1929, als die Wohnungsnot groß und das Kapital knapp war, nahm die Westfälische Landesbausparkasse in Münster ihre Arbeit auf. Seit 90 Jahren ist das Bausparen in Deutschland ein verlässlicher Weg, Vermögen für den Erwerb und Erhalt einer Immobilie aufzubauen. Immer wichtiger wird zudem das Thema Altersvorsorge durch mietfreies Wohnen.

Die Zuteilung der Darlehen anno 1929 funktionierte so: „Es erschien...eine Anzahl Bausparer, die aus ihrer Mitte einige Vertrauenspersonen bestimmten, die die Losziehung vornahmen.“ Die neun glücklichen Gewinner wurden im damaligen Geschäftsbericht – heute undenkbar – noch namentlich genannt. 2019 gibt es bundesweit über 22 Millionen Bausparer mit über 27 Millionen Verträgen. Über das eher spießige Image können sie souverän hinwegsehen, wie die amerikanische Immobilienkrise zuletzt gezeigt hat. Als Versicherung gegen steigende Zinsen ist das Bausparen aktueller denn je. Zudem können Bausparer von vielfältiger staatlicher Förderung profitieren. Denn auch der Staat hat ein Interesse daran, dass möglichst viele seiner Bürger in den eigenen vier Wänden leben. Allein durch die Einbindung von Wohn-Riester kann eine vierköpfige Familie bei einer Baufinanzierung bis zu 50 000 Euro sparen. Wohnungsbauprämie und die vermögenswirksamen Leistungen mit Arbeitnehmersparzulage sollen Anreiz schaffen, möglichst früh mit dem Sparen zu beginnen.

Hier muss allerdings dringend nachgebessert werden, wie im Koalitionsvertrag vereinbart. Denn trotz gegenwärtig extrem niedriger Bauzinsen ist es gerade für junge Menschen wichtig, das notwendige Eigenkapital von rund 20 Prozent für den Wohnungserwerb aufzubringen. Das mietfreie Wohnen im Alter mit einer Entlastung von durchschnittlich 300 Euro im Monat ist längst zum wichtigen Rentenbaustein geworden.

In zahlreichen Orten herrscht heute wie zu den Anfängen des Bausparens Wohnungsmangel. Eigentümer entlasten den Wohnungsmarkt und sorgen dafür, dass ihre Immobilien auf dem neuesten technischen Stand bleiben. Immer mehr Bausparmittel fließen deshalb in die Modernisierung und damit letztlich auch in den Klimaschutz. So startet die LBS gerade ein Sonderkreditprogramm für die Heizungserneuerung und die Nutzung klimaneutraler Energiequellen. LBS-Kunden leisten so ihren Beitrag zur Bewältigung einer der größten Herausforderungen unserer Zeit – der Bekämpfung der Erderwärmung.
   

Die LBS in Zahlen

► Mit 1,9 Millionen Kunden und 2,2 Millionen Verträgen über eine Summe von 65 Milliarden Euro ist die LBS West eine der größten öffentlich-rechtlichen Bausparkassen in Deutschland.
► 2018 kamen 154 000 Verträge über knapp 7,5 Milliarden Euro (plus sieben Prozent) hinzu.
► Bei der LBS in Münster arbeiten 613 Mitarbeiter, dazu kommen 636 Handelsvertreter mit zahlreichen eigenen Angestellten.
► Insgesamt investierten LBS-Kunden 2018 in NRW und Bremen rund 3,2 Milliarden Euro in den Neubau und Kauf von Wohnungen sowie in deren Umschuldung und Modernisierung.
► Die LBS Immobilien Nord-West vermittelte im vergangenen Jahr zusammen mit den Sparkassen allein in NRW über 10 000 Objekte im Wert von 2,4 Milliarden Euro.
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