Sonderveröffentlichung

Alte Bekannte und junge Wilde

Turnierchef Oliver Schulze Brüning freut sich auf eine spannende Springreiter-Konkurrenz

Montag, 03.02.2020, 09:32 Uhr

Auf zum großen Sprung: Jan Wernke, der 2019 mit Queen Mary die erste Qualifikation zum Großen Preis gewann, ist „richtig heiß“ auf den K+K-Cup. Foto: Jürgen Peperhowe
Von Henner Henning  

Münster. Wenn das mal kein Empfehlungsschreiben ist: Zum Abschluss des Jahres setzte Jan Wernke noch einmal ein Ausrufezeichen und gewann mit seiner Stute Queen Mary den Großen Preis in der Frankfurter Festhalle. Nicht erst seit diesem Triumph gehört der 30-Jährige aus Holdorf zu den Siegkandidaten, wenn in der Halle Münsterland beim K+K-Cup auf der Großen Tour die Goldenen Schleifen vergeben werden. Schon in der Vergangenheit bewies der deutsche Vizemeister seine Klasse am Albersloher Weg.

Die erste Qualifikation zum Großen Preis war im Vorjahr mit seiner erfahrenen Stute seine Sache, nachdem er 2018 schon als Zweiter hatte aufhorchen lassen. Doch als es dann samstags im Championat und eben sonntags in der wichtigsten Prüfung des Turniers ernst wurde, spielte Wernke nur eine Nebenrolle. „Freitags hat es für mich in Münster zuletzt ganz gut geklappt“, sagt Wernke, der sich als „Fan“ des K+K-Cups geoutet hat. „Die Stimmung hier ist genial. Ich hatte vor dieser engen Halle immer ein bisschen Respekt und bin erst vor zwei Jahren so richtig reingekommen. Ich freue mich riesig auf Münster und bin richtig heiß auf mein erstes Turnier des Jahres“, erklärt der Nationenpreisreiter, der mit Queen Mary, Nashville und dem nun neun Jahre alten Quebec anreisen wird. Eine gute Mischung, um nicht nur am Freitag ganz vorne dabei zu sein.

Die Konkurrenz – das weiß auch Wernke – scharrt aber ebenso mit den Hufen. Der Reiz, in Münster zu siegen, ist nicht nur bei den Westfalen hoch. „Die sind vor der Haustür immer topmotiviert“, meint Wernke und nennt exemplarisch den deutschen Meister Felix Haßmann aus Lienen, Gerrit Nieberg vom RV St. Hubertus Wolbeck, den Herforder Markus Brinkmann und auch Philipp Schulze Topphoff vom RV Roxel. Der hatte vor zwölf Monaten beim K+K-Cup mit starken Ergebnissen auf der Youngster-Tour sein herausragendes Jahr eingeläutet, in dem der Triumph bei der U-21-Europameisterschaft der Höhepunkt war. „Aber auch gegen Mario Stevens reitet man nicht gerne, er ist immer schnell.“ Was auch auf Tobias Meyer zutrifft.

Die Reiter aus Münster und Umgebung, Wernke, Stevens oder Meyer, – sie alle kennt Turnierchef Oliver Schulze Brüning seit Jahren bestens. Was nicht für ein junges Quartett aus Belgien gilt, das aber zum Konzept, jungen Reitern beim K+K-Cup stets eine Chance zu geben, hervorragend passt. Mit Thibeau Spits (19), Dieter Vermeiren (20), Gilles Thomas (21) und Andres Vereecke (22) kommen nach Absprache mit dem belgischen Nationaltrainer Peter Weinberg vier talentierte Nachwuchskräfte nach Münster. „Ich bin ganz gespannt auf die Jungs“, sagt Schulze Brüning, der mit Vereecke den frisch gekürten Hallen-Meister des Nachbarlandes begrüßen darf. Zum Jahresende gewann er in Mechelen die nationalen Titelkämpfe – knapp vor Spits und Thomas.

Junge Herausforderer machen sich also auf – und sie werden dem Turnier gut tun, wie Schulze Brüning hofft und glaubt. „Bei uns haben U-25-Reiter schon oft sehr gute Runden gezeigt. Ich denke da an Maurice Tebbel und seinen Sieg 2018 mit Don Diarado. Ich bin mir sicher, dass wir auch diesmal von den jungen Wilden starke Auftritte sehen“, sagt der Vorsitzende des gastgebenden Reiterverbands Münster.
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