Sonderveröffentlichung

Berufliche Neuausrichtung schaffen

Arbeitsurlaub nehmen

Urlaub nehmen, um zu arbeiten: Das klingt ungewöhnlich, kann aber in Phasen einer beruflichen Neuorientierung Bewerbungen den nötigen Push geben. Foto: dpa/Andrea Warnecke

3.12.2020

Sie wollen eigentlich schon lange raus aus Ihrem Job, aber mit den Bewerbungen will es einfach nicht klappen? Vielleicht müssen Sie Ihren Einsatz etwas erhöhen.“ Das rät zumindest Monika Scheddin, die als Coach, Autorin und Speakerin arbeitet.

Wer neben seinem aktuellen Job noch versucht, einen neuen zu finden, kommt oftmals nicht weit. Scheddin hat einen Vorschlag: Urlaub nehmen. Und zwar nicht vom Arbeiten, sondern um zu arbeiten. Wohin der Arbeitsurlaub führt, ist der Expertin zufolge Geschmackssache. Ob ans Meer oder in die Berge: Wichtig ist der Ablauf. Und der kann in etwa so aussehen:
     

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Tag 1: Ankommen, das Umfeld sichten und sich in der neuen Umgebung eingewöhnen.

Tag 2: Recherche und Netzwerkvisualisierung. Wen kenne ich, der mich bei der Stellensuche unterstützen kann? Außerdem: Bewerbungen schreiben. Scheddin empfiehlt, sich auf zwei Stellen zu bewerben, an denen einem wirklich etwas liegt. Und zusätzlich zwei Bewerbungen auf Stellen, die man einfach aus Spaß angeht.

Tag 3: So richtig in Fahrt gekommen und in Übung, gehen an diesem Tag drei ernsthafte Bewerbungen locker von der Hand. Und da Anschreiben und Lebenslauf nur noch auf die jeweiligen Stellen angepasst werden müssen, schafft man auch noch drei weitere Bewerbungen, und zwar für Stellen, auf die man so richtig Lust hätte.

Tag 4: Vielleicht waren Tag zwei und drei nicht ganz so produktiv, wie erwartet. Nun ist Zeit das aufzuholen, was man nicht geschafft hat.

Tag 5: Abreise. Scheddin empfiehlt, etwa drei bis vier Stunden am Tag zu investieren. Danach kann man mit der Begleitperson losziehen und die Umgebung erkunden, Ausflüge machen, Wandern oder Schwimmen gehen – „so baut man sich selbst einen positiven Druck auf“. (dpa)