Sonderveröffentlichung

Aufbruch zum Umbruch

Die neuen Autos für 2020

Donnerstag, 02.01.2020, 11:34 Uhr

Ein offenes SUV: Den VW T-Roc gibt es bald auch als Cabrio. Foto: dpa/Volkswagen
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Die Autoindustrie ist im Umbruch. Getrieben von der Sorge ums Klima und strengeren CO2-Vorgaben aus Brüssel setzt sie mehr denn je auf Elektrofahrzeuge und baut das Angebot 2020 aus.

Doch weil die stromangetriebenen Autos noch nicht alle Anforderungen des Alltags abdecken und längst nicht jeder Käufer bereit ist, den Weg zur E-Mobilität mitzugehen, halten die Hersteller auch ihr altes Programm auf dem neuesten Stand.

Für die Hersteller bedeutet das doppelten Aufwand, für Autokäufer mehr Auswahl als je zuvor. Denn selten war der Premieren-Kalender so voll wie im Jahr 2020. Am meisten tut sich was bei den Elektroautos. Nach Jahren der Ankündigungen lassen die Hersteller ihren Worten Taten folgen und bringen jede Menge neue Stromer auf den Markt.

Das gilt insbesondere für den VW-Konzern, der 2020 die ersten E-Mobile auf Basis der MEB-Architektur auf den Markt bringt. MEB steht für Modularer E-Antriebs-Baukasten. Den Anfang macht bei der Konzernmutter der ID.3, den VW bereits als „Golf der Generation E“ umschreibt. Ihm folgen ähnliche Modelle bei Seat und Skoda, zumeist mit SUV-Silhouette, sowie ein Q4 e-tron bei Audi.

In der gleichen Klasse treten zwei elektrische Erstlinge aus Japan an: der Honda E und der Mazda MX-30. Auch in der Liga unterhalb der Kompaktklasse kommen die E-Motoren: Der PSA-Konzern elektrifiziert Opel Corsa, Peugeot 208 und DS3, BMW schraubt einen Akkusatz in den Mini. Der Smart wird mit dem Facelift künftig nur noch als E-Auto angeboten und der technisch enge verwandte Renault Twingo wird wohl auch zum Stromer.

Mit dem Polestar 2 bringt die gleichnamige Volvo-Tochter eine leistungsstarke E-Limousine an den Start. Ford gibt mit dem SUV Mustang Mach E die erste Antwort auf den Aufstieg von Tesla. Lexus baut mit dem UX 300e sein erstes reines E-Auto. VW erweitert die ID-Familie um ein SUV und bringt Ende 2020 den ID.4 X.

Außerdem bringt Opel den Mokka als reines Elektroauto. Mercedes baut den EQ A als elektrisches Kompakt-SUV sowie den EQ V, der als Ableger der V-Klasse zum Raumfahrer unter den Elektroautos wird und auch an der Ladesäule auf seinen Hauptgegner trifft, den VW T6: Denn die Wolfsburger elektrifizieren den Multivan im neuen Jahr.

Trotz des geballten E-Engagements der Hersteller bleiben Fahrzeuge mit konventionellen Antrieben nicht auf der Strecke. Am meisten los ist in der Kompaktklasse. VW bringt die achte Generation des Golf – und in dessen Windschatten starten die Konzerngeschwister Audi A3, Seat Leon und Skoda Octavia. Wer es etwas schicker und gern mit Stufe mag, für den bringt BMW den Zweier auch als Gran Coupé.

Bei den Kleinwagen bringen vor allem die asiatischen Autobauer Bewegung in das Angebot: Denn während die Europäer nicht mehr viel auf Kleinwagen wetten, baut Toyota einen neuen Yaris, Hyundai einen i10 und Honda einen Jazz. Einzige Kleinwagenneuheit aus Europa wird nach bisheriger Nachrichtenlage der Dacia Sandero sein.

Dazu gibt es, den aktuellen Trend bei den Zulassungszahlen folgend, noch einmal eine Schwemme neuer SUV in allen Klassen: Ford baut sein Programm mit dem Explorer aus, der als Plug-in-Hybrid nach längerer Zeit wieder in Deutschland auf den Markt kommt. Der US-Hersteller bringt außerdem mit dem Puma ein neues kleines SUV.

Aus Japan kommen als SUV-Neuheiten die zweite Generation des Nissan Juke, die nächste Auflage des Mitsubishi Outlander, der Toyota RAV4 mit Plug-in-Technik, der nächste Mazda CX-5 und der Nissan Qashqai. Offenherzig zeigt sich ab Frühjahr der T-Roc von VW, der dann auch als Cabrio vorfährt.

Von den SUV abgesehen tut sich am oberen Ende des Marktes vergleichsweise wenig. Mercedes bringt eine neue S-Klasse. Darunter angesiedelt sind der BMW 4er, der DS8 aus Frankreich, der Shooting Brake des VW Arteon sowie aus England der nächste Jaguar XF.

Wer sportliche Autos bevorzugt, spart je nach Budget auf die Nachfolger von BMW M3 und M4, den neuen Chevrolet Corvette, den Ferrari Roma oder gleich auf den McLaren Speedtail, der sich mit einem Preis von rund 2,1 Millionen Euro und einem Spitzentempo von 403 Stundenkilometern von den meisten anderen Neuheiten abhebt. (dpa)

Einweiser um Hilfe bitten

Rückwärts aus der Einfahrt: Bei Kollision droht Alleinschuld

Party, Böller und Raketen: Der letzte Tag des Jahres ist für einige Menschen der schönste. Doch der Kater kommt am nächsten Morgen. Und manchem Autofahrer brummt der Schädel auch ohne Alkohol an Neujahr: Nämlich dann, wenn das eigene Auto in der Silvesternacht beschädigt wurde. Wer bezahlt den Schaden?

In erster Linie haftet natürlich der Verursacher. Doch wenn der sich nicht ausmachen lässt, können Geschädigte ihre Ansprüche bei ihrer Autoversicherung geltend machen. Das geht aber nur, wenn zuvor eine Teil- oder Vollkaskoversicherung abgeschlossen wurde, informiert der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Ansonsten bleiben die Autobesitzer auf ihrem Schaden sitzen, wenn sich der Verursacher nicht ermitteln lässt.

Welche Versicherung zahlt was? Eine Teilkaskoversicherung tritt in Fällen ein, wenn Feuerwerkskörper das Auto in Brand gesetzt oder durch eine Explosion beschädigt haben. Glasbruch ist in der Regel ebenfalls ein Fall für die Teilkasko. Darüber hinaus ersetzt dann eine Vollkaskoversicherung Schäden, wenn Autos in der Silvesternacht mutwillig ramponiert wurden – also Vandalismus. Über sie lassen sich auch Beulen und Kratzer regulieren, die etwa durch herabfallende Raketen am Fahrzeug verursacht wurden.

Wichtig: Die vertraglich vereinbarte Selbstbeteiligung müssen die Autobesitzer im Regulierungsfall immer einkalkulieren. Zudem kann die Begleichung des Schadens auch Auswirkungen auf die Schadenfreiheitsklasse haben. Wer den Schaden feststellt, sollte ihn aus möglichst verschiedenen Perspektiven fotografieren und seinen Kfz-Versicherer umgehend informieren. (dpa)
   
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