Sonderveröffentlichung

Öffentlicher Dienst

Ausbildung auch ohne Beamtenlaufbahn möglich

Ein duales Studium bedeutet Doppelbelastung – an der Hochschule gibt es meist einen straffen Zeitplan. Foto: dpa

14.09.2020

Auch wenn es mit der Bewerbung als Anwärter oder Anwärterin für eine Beamtenlaufbahn erstmal nicht klappt, können Jugendliche eine Ausbildung im öffentlichen Dienst machen. Darauf weist das Portal „Planet-Beruf“ der Bundesagentur für Arbeit hin. Städte, Kommunen, Länder oder der Bund bieten zum Beispiel unterschiedliche duale Ausbildungen an, etwa zur Verwaltungskauffrau.
   

Beamtenanwärter müssen nämlich für den ein- bis zweijährigen Vorbereitungsdienst, wie sich die Ausbildung offiziell nennt, einige Voraussetzungen erfüllen. Für eine Ausbildung im mittleren Dienst wird ein mittlerer Bildungsabschluss verlangt, für den gehobenen Dienst müssen Jugendliche die (Fach-)Hochschulreife mitbringen. Für den höheren Dienst ist dann ein abgeschlossenes Studium nötig. In der Regel werden gute Schulnoten erwartet. (dpa)


Verschiedene Möglichkeiten

Vier Modelle des dualen Studiums im Überblick

Wie viel Zeit man bei einem dualen Studium in der Uni und am Arbeitsplatz verbringt und welche Abschlüsse man danach hat, ist abhängig vom Studienmodell. Ein Überblick:

Das ausbildungsintegrierte duale Studium: Wer sich für dieses Modell entscheidet, muss Abitur oder Fachabitur mitbringen. Das Studium dauert meistens vier bis fünf Jahre. Neben dem Bachelorstudium absolvieren Studierende eine staatlich anerkannte Ausbildung im Betrieb. Am Ende haben sie sowohl einen Bachelor-Abschluss als auch den IHK/HWK-Abschluss.

Das praxisintegrierte duale Studium: Auch hier sind Abitur oder Fachabitur Voraussetzung. Die Praxisphasen finden in der Regel während der vorlesungsfreien Zeit statt – entweder in einem festen Ausbildungsbetrieb oder in Form von Praktika, dann auch in verschiedenen Unternehmen. Nach drei bis vier Jahre Studium erhält man den Bachelorabschluss.

Das berufsintegrierende duale Studium: Für Berufstätige mit abgeschlossener Ausbildung bietet sich ein berufsintegriertes duales Studium an. Für die Studienzeiten an der Hochschule wird man vom Arbeitgeber freigestellt. In der Regel arbeitet man für die Zeit des Studiums weniger, oft in Teilzeit. Bis zum Hochschulabschluss dauert es etwa drei bis vier Jahre.

► Das berufsbegleitende duale Studium: Diese Angebote richten sich ebenfalls an Berufstätige mit abgeschlossener Ausbildung. Etwa drei bis vier Jahre studieren sie dann, ähnlich wie auch beim Fernstudium nach Feierabend und arbeiten in Vollzeit weiter. Für Prüfungen wird man dann in der Regel vom Arbeitgeber freigestellt. (dpa)