Sonderveröffentlichung

Berufswahlmesse in Lengerich
Ausbildung im Handwerk

Berufe mit Zukunft

Donnerstag, 13.09.2018, 08:11 Uhr

Nicht nur Schweißen will gelernt sein: Das Handwerk boomt – und die Betriebe suchen fast schon verzweifelt nach Auszubildenden. Dabei hat eine handwerkliche Ausbildung nach dem Schulabschluss viele Vorteile, wie Anke Hermeling (eingeklinktes Foto) von der Agentur für Arbeit betont. Fotos: dpa/Agentur für Arbeit
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Der Fachkräftemangel in den Betrieben der Region wird spürbar, der demografische Wandel tut sein Übriges und Unternehmen suchen verstärkt junge Menschen, die sie für sich entwickeln können. Die angehenden Azubis stehen ihrerseits vor der Frage, in welchen Berufsfeldern sich eine Bewerbung lohnt.

Besonders im Handwerk boomt es, die Auftragsbücher sind voll. Wegen fehlender Fachkräfte kommen die Betriebe aber häufig kaum hinterher – beste Voraussetzungen, um sich schnell wertvoll für den Arbeitgeber zu machen. Viele Betriebe vom Dachdecker bis zum Straßenbauer, vom Frisör bis zum Konditor suchen händeringend nach geeigneten Bewerbern.

„Viele junge Menschen sorgen sich, dass sie im Handwerk nicht gut verdienen können, doch dem ist nicht so“, betont Anke Hermeling, Teamleiterin Arbeitgeber-Service bei der Agentur für Arbeit Ahlen-Münster. „Bereits als Geselle hat man häufig ein gutes Gehalt, und wenn man sich weiterqualifiziert, steigen auch die Einkünfte weiter.“

Inzwischen macht in NRW weit über die Hälfte der Schüler das Abitur. Viele Abiturienten scheuen aber nach der Schule das theorielastige Studium an der Uni. Für Abiturienten, die gleich durchstarten und Geld verdienen wollen, gibt es beispielsweise Ausbildungsprogramme, die den gleichzeitigen Erwerb mehrerer Abschlüsse innerhalb der regulären Ausbildungsdauer ermöglichen.
Auch für die Unternehmen sind solche Programme attraktiv, denn innerhalb dieser eigentlich kurzen Zeit werden so Führungsnachwuchskräfte ausgebildet, die den Folgen des demografischen Wandels entgegentreten können. Die Agentur für Arbeit hilft dabei, Bewerber und offene Stellen zusammen zu bringen.

Die Berufswahlmesse in Lengerich ist eine gute Plattform, um Personalentscheider und Auszubildende von Firmen anzusprechen und sich über deren Ausbildungsberufe zu informieren. Interessierte können sich einerseits unverbindlich Berufsfelder, Ausbildungswege und Karrieremöglichkeiten erklären lassen, andererseits gibt es Möglichkeiten, Termine mit Firmen zu vereinbaren.

„Viele Ausbildungsberufe sind den jungen Menschen gar nicht bekannt“, verdeutlicht Hermeling. Es lohne sich, ein bisschen um die Ecke zu schauen und sich mit den digitalen Angeboten der Agentur für Arbeit ein Bild der unterschiedlichen Berufe und Branchen zu machen. „Wenn dann noch die eigene Qualifikation passt, dann findet sich für die große Mehrheit der Bewerber auch die passende Ausbildungsstelle.“

Wer sich mit der beruflichen Orientierung noch schwer tut, findet zusätzliche Unterstützung unter www.arbeitsagentur.de/bildung .

Zehn wichtige Regeln zum Erfolg

Auf die Bewerbung kommt es (nicht nur) an

Die Chancen am Ausbildungsmarkt sind so gut wie lange nicht mehr. Geschenkt gibt es die Plätze aber trotzdem nicht. Die Berufsberatung der Agentur für Arbeit hat zehn Tipps für den Erfolg parat.

Suche frühzeitig starten

In der Regel sollte man ein Jahr vor Ausbildungsbeginn mit Bewerbungen starten. Bei Banken und Versicherungen empfiehlt es sich schon im Mai des vorherigen Jahres zu beginnen. Wichtiger Stichtag bei Handwerkbetrieben ist häufig der Zeitraum rund um das Halbjahreszeugnis.

Gute Unterlagen

Arbeitgeber erwarten, dass sich Kandidaten mit dem Unternehmen auseinandergesetzt haben. In der Bewerbung sollte man beschreiben, warumman die Lehre genau in diesem Betrieb absolvieren möchte. Wichtig ist es zudem, persönliche Stärken hervorzuheben. Auch auf Form, Rechtschreibung, und Inhalte sollte geachtet werden.

So viele Bewerbungen wie möglich versenden

Auf keinen Fall auf ein bis zwei Bewerbungen ausruhen! Je mehr Bewerbungen man verschickt, desto größer ist die Chance, dass später eine Zusage dabei ist.

Kontakte nutzen

Eltern, Geschwister, Nachbarn, Bekannte: Jeder, der ein gutes Wort einlegen kann, kann die Lehrstelle ein Stück näher bringen.

Praktika absolvieren

Mit freiwilligen Praktika zeigt man den Arbeitgebern, wie engagiert man ist. Außerdem sammelt man wichtige Erfahrungen und hat auch bei der Bewerbung gute Argumente. Auf Vorstellungsgespräche vorbereiten

Es gibt ein paar Standardfragen, die fast immer gestellt werden. Wer sich vorher Antworten überlegt, kann in der Situation leichter Pluspunkte sammeln. Außerdem sollte man die Nachrichten verfolgen, um Fragen im Bereich Allgemeinwissen beantworten zu können.

Unterlagen persönlich abgeben

In kleineren Betrieben wird oft erwartet, dass Bewerber die Unterlagen vorbeibringen. Es ist die erste Chance, einen guten ersten Eindruck zu hinterlassen.

„Plan B“ überlegen

Bewerber um eine Ausbildung sollten sich früh um eine Alternativplanung kümmern, falls es im Wunschberuf nicht klappen sollte.

Hilfen annehmen

Es gibt viele Leute, die einen bei der Suche nach einem passenden Ausbildungsplatz unterstützen können. Eine gute Adresse ist die Berufsberatung der Arbeitsagentur.

Nie aufgeben

Selbst kurz vor Ausbildungsbeginn gibt es noch Möglichkeiten, an eine passende Stelle zu kommen. Einige Firmen überlegen sich erst kurzfristig, ausbilden zu wollen. In anderen Firmen sind Lehrstellen frei geworden, weil Bewerber abgesprungen sind.

Weitere Informationen unter www.planet-beruf.de.

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