Sonderveröffentlichung

Nachgefragt: das denkt Kinderhaus
Münsters Gut Kinderhaus: 40 Künstler an vier Stationen

Seit dem Wochenende gibt es in Münsters Norden ganz viel Kreatives zu entdecken

Mittwoch, 13.06.2018, 07:45 Uhr

Der Bonner Künstler Er_ich.eS, der mit bürgerlichem Namen Uli Höller heißt, stellt auf Gut Kinderhaus seine Kokons aus Stahlwolle aus. Fotos: acf/kaj
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Deitmer in Kinderhaus
Ganze drei Monate zeigen 40 Künstler in Kinderhaus ihre Werke, insgesamt 50 an der Zahl. Diese sind seit dem Wochenende auf Gut Kinderhaus, am Pfarrhaus St. Josef, an der Waldschule und bei Westfalia Kinderhaus zu bestaunen. Die Ausstellung „Kunst am Rand“ findet zum 14. Mal im Stadtteil statt. Das besondere an diesem mittlerweile gut etablierten Konzept: die Kunstwerke sind im öffentlichen Raum an prägnanten Stellen im Ortsteil für die breite Öffentlichkeit zugänglich. „Zudem setzten sich viele Künstler mit den örtlichen Gegebenheiten des jeweiligen Ausstellungsraumes auseinander“, weiß Ute Behrens-Porzky (rundes Foto oben links) vom Kap. 8, die die Ausstellung gemeinsam mit dem Kurator Jochen Koeniger organisiert.
Der Bonner Künstler Er_ich.eS, der mit bürgerlichem Namen Uli Höller heißt, stellt auf Gut Kinderhaus seine Kokons aus Stahlwolle aus, die an den Ästen eines alten Baumes im Wind pendeln. Die Bewegung, eine ständige Veränderung und der Prozess an sich sind das zentrale Thema seiner Arbeit. Wie in dem Stadtteil auch sei in seiner Kunst immer viel Veränderung zu sehen. „Ich wähle die Materialien für meine Objekte so aus, dass sie sich bei Wind und Wetter in Form und Farbe verändern und dass dieser Prozess für den Betrachter immer sichtbar ist“, sagt Er_ich.eS. Da „Kunst am Rand“ in Kinderhaus bis Ende September geht, haben die Kinderhauser und Münsteraner genügend Zeit, um die Ausstellung zu besuchen und die Transformation dieses Kunstwerkes zu verfolgen. Anlässlich der Eröffnung hat WN-Redakteurin Ann-Christin Frank im Stadtteil nachgefragt, ob die Kinderhauser sich auf das kulturelle Sommerevent freuen und die einzelnen Stationen besuchen werden. Doreen Preuß (rundes Foto oben rechts), eine waschechte Kinderhauserin, die schon seit dem Kindesalter im Stadtteil wohnt, freut sich auf „Kunst am Rand“, denn besonders in den Sommerferien sei die Aktion einen Familienausflug wert. Da stimmt auch ihr Sohn Alexandros zu. „Ich habe in der Schule zwar keinen Kunstunterricht, aber ich schaue mir Kunst gerne an“, sagt der 13-Jährige.

Ina Aspodin (rundes Foto unten rechts) möchte die Ausstellung in den Sommerferien mit ihrer Tochter besuchen. „Wir fahren immer gerne mit dem Rad zum Gut Kinderhaus und wenn wir ohnehin schon dort vor Ort sind, werden wir uns die Kunst auch anschauen“, sagt die Mutter, die sich über das kulturelle Angebot direkt vor der Haustür freut.

Florian Braun (rundes Foto unten links) ist erst kürzlich wieder nach Kinderhaus gezogen. „Ich bin als Kind hier aufgewachsen und muss mir jetzt erstmal wieder einen Überblick verschaffen, was man hier alles unternehmen kann, da kommt mir dieses Ausstellungsangebot ganz gelegen“, erklärt er. „Im Vergleich zu meiner Jugend merke ich schon, dass sich hier im Stadtteil während meiner zehnjährigen Abwesenheit einiges getan hat“, gesteht der Rückkehrer. (acf)

Videoinstallation und Programm

Da alle Stationen der „Kunst am Rand“- Austellung dicht beieinander liegen, lassen sich diese an einem Nachmittag besuchen. Am Freitag, 15. Juni, ist der Videokünstler Rudolf Gier-Seibert mit seiner Kamera unterwegs, um einen kurzen Film von Besuchern, die ein Statement zu den Kunstwerken abgeben möchten, aufzunehmen. Er startet um 13 Uhr am Pfarrhaus St. Josef, ab 14 Uhr ist er auf Gut Kinderhaus anzutreffen. Dann geht es um 15 Uhr weiter zur Waldschule und ab 16 Uhr ist filmt er auf dem Gelände des SV Westfalia Kinderhaus. Wer Teil des Videos sein will, kann sich auch im Kap. 8 unter Telefon 0251/4 92 41 50 melden.
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