Sonderveröffentlichung
Eignet sich das Haus für eine Wärmepumpe?

Energie-Check sorgt für Klarheit

Energie-Check sorgt für Klarheit

Ob sich eine Wärmepumpe für ein Bestandsgebäude eignet, lässt sich problemlos mit einem einfachen Test herausfinden. Foto: dpa/Bernd Weißbrod

Wärmepumpen sind wegen ihres klimafreundlichen Betriebs für viele eine zukunftsfähige Alternative zu herkömmlichen Heizsystemen. Sie arbeiten allerdings nur dann effizient und kostengünstig, wenn sie keine zu hohen Temperaturen in den Heizkreislauf einspeisen müssen.

Ein einfacher Test der Initiative Zukunft Altbau zeigt, ob Ihr Haus für eine Wärmepumpe geeignet ist. Der Test funktioniert grundsätzlich bei allen Gebäudetypen. In Mehrfamilienhäusern sollte er jedoch nur in Absprache mit allen Bewohnern durchgeführt werden.

Die Durchführung des Tests ist ganz einfach: An besonders kalten Tagen während einer Frostperiode stellt man die Vorlauftemperatur seines Heizkessels auf 50 bis 55 Grad Celsius. Gleichzeitig werden die Thermostate an den Heizkörpern auf 20 Grad Celsius gedreht, das entspricht auf dem Thermostat Stufe drei.

Entscheidendes Kriterium

Das entscheidende Kriterium: Wenn alle Räume ausreichend warm bleiben, ist das Haus bereit für den Einbau einer Wärmepumpe. Andernfalls gibt es womöglich Optimierungsbedarf oder es sollte direkt eine energetische Sanierung ins Auge gefasst werden.

Wie lange der Test dauert, hängt von der Speichermasse des jeweiligen Gebäudes ab, heißt es von Zukunft Altbau. So sei die Reaktionszeit bei Massivhäusern deutlich län- ger als bei Häusern mit leichter Bauweise.

Apropos: Der Wert der Vorlauftemperatur sollte grundsätzlich nicht zu hoch eingestellt werden. Das koste nur unnötig Energie. (dpa)

Vermieter müssen sich anmelden

Stichwort Wohnungsbesichtigung

Soll eine vermietete Wohnung verkauft oder neu vermietet werden, haben Vermieter ein berechtigtes Interesse daran, die Räumlichkeiten zu besichtigen. Sie müssen sich dafür allerdings rechtzeitig anmelden.

Rechtzeitig bedeutet in dem Fall: mit Ankündigung ein bis zwei Wochen im Vorfeld, so Annett Engel-Lindner, Rechtsanwältin und Rechtsberaterin beim Immobilienverband Deutschland (IVD). Nur in dringenden Fällen, zum Beispiel bei einer notwendigen Reparatur oder einem Wasserrohrbruch in der darüberliegenden Wohnung, kann die Ankündigung auch erst kurz vor der Besichtigung erfolgen. In aller Regel müssen Mieterinnen und Mietern ihren Vermietern den Zutritt zur Wohnung dann auch gewähren. Ausnahmen gelten aber zum Beispiel für Besichtigungen, die zu unangemessenen Zeiten stattfinden sollen - etwa in der Nacht oder während einer Krankheit des Mieters.

Betreten Vermieter die Wohnung ohne Zustimmung der Mietpartei, machen sie sich strafbar. Ist ihnen der Hausfriedensbruch nachweisbar, können sie mit einer Freiheits- oder Geldstrafe belegt werden. (dpa)

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