Sonderveröffentlichung

HörKraft Hörgeräteakustik an der Schulstraße

Bedarf im ländlichen Raum

Das Sendenhorster Team von Hörkraft: Martin Knirim (l.) und Jan-Bernd Althoff. Foto: Josef Thesing

1.08.2020

Mit dem Hörgeräteakustiker HörKraft wurde vor fast zwei Jahren in Sendenhorst eine Bedarfslücke geschlossen.
     

Herr Althoff, Sie sind einer der Gründer von HörKraft. Wie sind Sie damals auf Sendenhorst als Standort gekommen?

Jan-Bernd Althoff: Ich habe HörKraft vor zwei Jahren zusammen mit Ingo Fennen gegründet. Da wir beide aus Münster kommen, war der erste Gedanke, ein Geschäft in Münster zu eröffnen. Durch eine gründliche Analyse stellten wir aber fest, dass der Bedarf gerade im ländlichen Raum deutlich höher ist. Die Sendenhorster haben uns sehr herzlich in Ihrer Gemeinde aufgenommen und uns bestätigt, dass wir die richtige Entscheidung getroffen haben.
        

Darf jeder Ihren Service in Anspruch nehmen, auch wenn er die Hörgeräte nicht bei Ihnen gekauft hat?

Jan-Bernd Althoff: Ja, natürlich. Viele Kunden haben Ihre Hörgeräte vor unserer Eröffnung im Oktober 2018 gekauft und mussten bislang für einfachste Serviceleistungen viele Kilometer fahren. Dabei können wir den Service kostenfrei übernehmen. Wir arbeiten mit jedem Hersteller zusammen, sodass eine Nachbestellung oder Service bei jedem Gerät möglich ist.

Wann ist der richtige Zeitpunkt für ein Hörgerät?

Jan-Bernd Althoff: Eine Hörgeräteversorgung ist altersunabhängig und richtet sich immer nach dem aktuellen Hörvermögen. Dies kann schnell und einfach mit einem Hörtest ermittelt werden. Sollte hierbei eine Hörminderung festgestellt werden, verweisen wir direkt an den HNO-Arzt. Bestätigt sich dort unser Ergebnis, sollte man sofort beginnen. Das Hören ist ein Lernprozess, das heißt, man kann es schnell verlernen und sollte zeitnah Maßnahmen treffen, um weiterem Hörverlust vorzubeugen und das bisher Verlorene neu zu erlernen.
       

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Was kostet ein Hörtest?

Jan-Bernd Althoff: Ein Hörtest ist jederzeit kostenfrei, und wir freuen uns, wenn dieser Service in Anspruch genommen wird. Je länger ein Hörverlust verschleppt wird, umso schwieriger ist die Korrektur mit einem Hörgerät. Daher ist ein Hörtest generell sinnvoll, um über seine Gesundheit besser informiert zu sein.

Was macht HörKraft aus?

Jan-Bernd Althoff: Unser Gedanke war, mit HörKraft ein Hörgeräteakustikunternehmen zu gründen, welches sich deutlich modern positioniert. Die Hälfte unserer Mitarbeiter hat nicht nur in der Hörgeräteakustik, sondern auch bei Hörgeräteherstellern gearbeitet und sich dadurch ein sehr umfassendes Know-how angeeignet. Wir verfügen über modernste Messanlagen und haben durch vielzählige Kontakte in die Industrie immer den neusten Stand der Technik bei uns vor Ort. Zusätzlich wollen wir das „grüne“ Unternehmen in unserer Branche sein. Dafür haben wir viele Maßnahmen ergriffen. Vom Ökostrom über das „papierlose Büro“ bis hin zu unseren Werbemitteln aus recycelbaren Materialien. Unsere Kunden verstehen und schätzen unsere Ausrichtung sehr, und so sind über 60 Prozent der bisher verkauften Hörgeräte mit einem umweltschonenden Akku ausgestattet.

Was kosten Hörgeräte?

Jan-Bernd Althoff: Hörgeräte werden von jeder Krankenkasse mit durchschnittlich 700 Euro pro Hörgerät bezuschusst. Es gibt Hörgeräte, die mit dieser Beteiligung der Krankenkasse komplett gedeckt sind. Da wir für jeden Kunden individuelle Lösungen erarbeiten, können aber auch Zuzahlungen entstehen, die sich aber immer am Nutzen für den Kunden orientieren und dieser frei wählen kann. Selbstverständlich können die zuzahlungsfreien sowie die Komfort-Hörgeräte ausgiebig in gewohnter Umgebung getestet werden, sodass der Kunde das für ihn optimale Gerät auswählt.

Was sind die Hörgeräte-Highlights 2020?

Jan-Bernd Althoff: Das sind eindeutig Akku- und Funktechnologie. Die umweltfreundlich Akkutechnologie ist für viele ein großes Thema, Hörgeräte werden dadurch zusätzlich für die Anwender komfortabler in der Nutzung und sicherer im Einsatz. Funktechnologie erweitert zusätzlich den Nutzen der Hörgeräte. Der Ton vom Fernseher lässt sich direkt auf die Hörgeräte übertragen und wird wesentlich deutlicher. Fernsehen ist dadurch in einer Lautstärke wieder möglich, die für alle Zuschauer angenehm ist.