Sonderveröffentlichung

Neuauflage nach 70 Jahren

Bei Land Rover gibt es wieder einen Defender

Der neue Defender: Bei Land Rover ist nun alles anders als früher. Foto: dpa

23.05.2020
BMW Cyran

Nachdem der Land Rover Defender in 70 Jahren ohne nennenswerte Designänderung zur Ikone gereift ist und immer nur so weit modernisiert wurde, wie es die Zulassungsvorschriften erfordert haben, macht er jetzt einen riesigen Sprung: Nach vier Jahren Pause geht der neue Defender an den Start. Und nichts ist mehr, wie es war. Der Neue übernimmt zwar die Silhouette des Vorgängers mit Stilmerkmalen wie den seitlichen Dachfenstern und dem außen angeschlagenen Ersatzrad. Aber der Neue nutzt keine einzige vertraute Linie, geschweige denn ein Blechteil von früher. 
     

War der alte Defender ein Solitär mit Leiterrahmen und Starrachsen, zwingt ihn die Wirtschaftlichkeit nun in die Großserien-Architektur und damit in eine Zweckgemeinsacht mit dem Discovery. Auch der Defender hat nun eine selbsttragende Karosserie mit hohem Aluminium-Anteil, die Räder sind einzeln aufgehängt und als Alternative zur Stahlfederung gibt es Luftbälge. 

Innen macht der Defender, den es erst als Fünftürer von 5,02 Metern, dann auch als Dreitürer mit 4,58 Metern geben wird, gar nicht den Versuch, die alte Zeit vorzugaukeln. Mit digitalen Instrumenten und Touchscreen, Online-Navigation und eigenem App-Store, Updates „over the Air“ und mehr USB-Schnittstellen als ein Großraum-Büro flirtet er mit der Generation iPhone.

Aber auch der neue Defender will ein profunder Partner für Alltag und Abenteuer sein. Deshalb gibt es jede Menge Platz und dank eines optionalen Mittelsitzes in der ersten Reihe auch mehr davon als in den meisten anderen Geländewagen. Vor allem fährt auch der neue Defender durch dick und dünn. Klassische Offroad-Werte wie Wattiefe und Böschungswinkel sind mindestens so gut wie früher.

Auf der Straße ist das Auto komfortabel, die Lenkung leichtgängig, die Sitzposition auch ergonomisch unbedenklich und das Geräuschniveau so, dass man sich mit den Beifahrer auch in Zimmerlautstärke unterhalten kann.

Zudem gibt es die ersten Mild-Hybriden und später sogar einen Plug-In-Antrieb. Er hat zwar kein Bauteil mehr vom Original und bietet ein völlig anderes Fahrgefühl. Aber er hat den gleichen Charakter wie früher und ist fit für die nächsten 70 Jahre. (sp-x)