Sonderveröffentlichung

Ganzheitliche Gestaltung von Räumen

Bei „raumkonzept“ ist der Name Programm

Christoph Bertels führt die Gronauer Tischlerei in dritter Generation.

5.11.2020

Es war das Jahr 2012, als bei der Schreinerei Bertels darüber nachdachte wurde, wie die seit Jahren gelebte Unternehmenskultur dem Kunden vermitteln, nach draußen transportiert werden könnte.

Die bekannten, klassischen Begriffe Schreinerei, Tischlerei oder Innenausbau passten nicht mehr zu dem Selbstverständnis eines Betriebes, der eine Vielzahl von Materialien und Verfahren mit aufwendigen Planungen zu individuellen Einrichtungen komponiert. Für eine ganzheitliche Gestaltung von Räumen, in denen der Mensch lebt und sich bewegt, sei es in privaten oder öffentlichen Räumen.

Bernhard Bertels sen. gründete im Jahr 1946 eine „mechanische Bau- und Möbelschreinerei“ an der Beckerhookstraße in Gronau. Nach dem plötzlichen Tode des Firmengründers im Jahre 1968 übernahm sein Sohn, Bernard Bertels jun., die Unternehmensführung. Er baute die Werkstatt auf eine für die damalige Zeit relativ große Produktionsfläche von 1000 Quadratmetern aus. Gefertigt wurden überwiegend Türen, Fenster und Leistenwaren.

Seit dem Jahr 1974 befindet sich der Handwerksbetrieb im Industriegebiet Gronau-Ost am Jöbkesweg 30. Fotos: raumkonzept
Seit dem Jahr 1974 befindet sich der Handwerksbetrieb im Industriegebiet Gronau-Ost am Jöbkesweg 30. Fotos: raumkonzept

1974 war das Schicksalsjahr des Betriebes. In einer Nacht brannte der Betrieb aufgrund eines technischen Defekts bis auf die Grundmauern nieder. Die Expansionspläne des Inhabers waren jedoch am damaligen Standort nicht realisierbar. Deshalb wurde ein Areal von 8000 Quadratmetern im damals neu gegründeten Industriegebiet Gronau-Ost erworben, wo der Betrieb noch bis heute ansässig ist.

In der Öffentlichkeit tritt das Unternehmen in der Region so gut wie nicht in Erscheinung. Dennoch sind die Auftragsbücher seit vielen Jahren durchgehend gut gefüllt. Zu Kunden von „raumkonzept“ zählen überwiegend institutionelle Kunden wie Krankenhäuser, Kindergärten, Banken, Kirchen, Körperschaften des öffentlichen Rechts oder Museen. Aber auch Privatleute mit anspruchsvollen Projekten sind gerne gesehen.

Mit Planungen und Entwürfen, die von der Firma „raumkonzept“ selbst entwickelt wurden, wird zirka eine Hälfte des Umsatzes generiert, die andere Hälfte durch Planungen von Architekturbüros. Von Münster bis Berlin gibt es teilweise jahrzehntelange Beziehungen zu dort ansässigen Architekten, wodurch das Arbeitsfeld sich auf den gesamten norddeutschen Raum ausgedehnt hat.