Sonderveröffentlichung

Bereit für das erste Semester

Studienanfänger müssen ihren Alltag ganz neu strukturieren

Dienstag, 17.09.2019, 10:15 Uhr

Plötzlich Student: Viele neue Eindrücke und Erfahrungen müssen erstmal sortiert werden. Foto: dpa
Anzeige
azubi.ms
BERLIN/HAMBURG. Wer frisch an der Hochschule startet, ist erstmal mit vielen Unbekannten konfrontiert: eine neue Stadt, die erste eigene Wohnung, viel neuer Stoff. Experten geben Ratschläge, wie Studierende mit Startschwierigkeiten am besten umgehen.

„Tu, wofür du brennst, geh nach deiner Neigung“, sagt Stefan Grob vom Deutschen Studentenwerk. Es bringe nichts, ein Studium aus der Erwartungshaltung anderer anzufangen – seien es die Eltern, Großeltern oder gesellschaftliche Zwänge. „Sonst stecken Sie in einem BWL-Studium fest, obwohl Sie eigentlich Slawistik machen wollten.“

Ebenfalls keine gute Idee: sich aus Verlegenheit einzuschreiben. Eher sollte man in einem solchen Fall spezielle Orientierungsstudiengänge der Universitäten und Fachhochschulen nutzen. Wer frisch von der Schule an die Hochschule kommt, muss sein Lernen umstellen. Denn das Lernen sei auf ein ganzes Semester angelegt und von viel mehr Eigenmotivation getragen, erklärt Ronald Hoffmann von der Studienberatung der Uni Hamburg. So gilt es, eine Strategie zu finden, mit der neuen Freiheit klarzukommen. „Wenn man die ganze Vorlesung über am Handy daddelt, wird kein Professor sagen: Herr Meyer, legen Sie das Ding weg!“ Selbstmanagement ist daher ein erster Schritt zum Erfolg.

Neu-Studierende müssen ihren Alltag strukturieren und selbstständig klarkommen. „Wer schon in der Schule Probleme bei der Selbstorganisation hatte, für den kann die erste Zeit an der Hochschule ein kleiner Schock sein“, sagt Catrin Grobbin. Sie arbeitet als Coach am Institut für Psychologie der Uni Hamburg. Am besten kümmern sich Neulinge, die zum Chaos neigen, schon frühzeitig um Hilfe. (dpa)

Fiducia & GAD IT AG
Datenschutz