Sonderveröffentlichung

Berufswahl
Maurer sind die Top-Verdiener

Tarifliche Ausbildungsvergütungen sind im vergangenen Jahr im Schnitt um 3,7 Prozent gestiegen

Sonntag, 20.01.2019, 20:17 Uhr

Besonders hoch lagen die tariflichen Ausbildungsvergütungen für Maurer mit monatlich 1159 Euro im gesamtdeutschen Durchschnitt. Foto: Deutsches Baugewerbe
Mehr Geld für Azubis: Die tariflichen Ausbildungsvergütungen sind im vergangenen Jahr im bundesweiten Durchschnitt um 3,7 Prozent gestiegen. Im Schnitt verdienten Auszubildende 908 Euro brutto im Monat. Zu diesen Ergebnissen kommt das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in der Auswertung der tariflichen Ausbildungsvergütungen für das Jahr 2018.

Zwischen den Ausbildungsberufen gab es aber erhebliche Unterschiede. Besonders hoch lagen die tariflichen Ausbildungsvergütungen für Maurer mit monatlich 1159 Euro im gesamtdeutschen Durchschnitt. Ebenfalls zu den Top-Verdienern gehörten Mechatroniker (1088 Euro), Industriekaufleute (1047 Euro) sowie die Kaufleute für Versicherungen und Finanzen (1035 Euro).
Schlusslicht Schornsteinfeger: Azubis verdienten im Schnitt 518 Euro monatlich. Foto: dpa
Schlusslicht Schornsteinfeger: Azubis verdienten im Schnitt 518 Euro monatlich. Foto: dpa
Deutlich weniger verdienten Auszubildende in den Berufen Maler und Lackierer (718 Euro) sowie Bäcker (678 Euro) gefolgt von angehenden Floristen (617 Euro) und Friseuren (584 Euro). Schlusslicht waren die Schornsteinfeger mit im Schnitt 518 Euro monatlich.

Die Untersuchung ergab zudem, dass in vielen Ausbildungsberufen, in denen zuletzt besonders viele Lehrstellen unbesetzt blieben, die Vergütungen stärker angehoben wurden. Das galt für angehende Bäcker (bundesweit 6,4 Prozent) und Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk (rund 6 Prozent).

Zwischen den Ausbildungsbereichen gab es deutliche Unterschiede: Überdurchschnittlich gut wurde im Öffentlichen Dienst (einheitlich: 999 Euro) sowie in Industrie und Handel (975 Euro) bezahlt. Unter dem Gesamtdurchschnitt lagen der Bereich der freien Berufe (832 Euro), Handwerk (769 Euro) und Landwirtschaft (767 Euro).

Bei Beginn der BIBB-Auswertungen im Jahr 1976 lagen die tariflichen Ausbildungsvergütungen in Westdeutschland bei durchschnittlich 202 Euro pro Monat. Bis zum Jahr 2018 stiegen sie auf 913 Euro an und damit nominal um 352 Prozent, wie das Bundesinstitut mitteilt. Gleichzeitig erhöhten sich in diesem Zeitraum die Verbraucherpreise um 142 Prozent. Werde dies berücksichtigt, stiegen die Vergütungen für Azubis in Westdeutschland von 1976 bis 2018 real um 87 Prozent. Zum Vergleich: In diesem Zeitraum lag der westdeutsche Reallohnzuwachs bei 30 Prozent. (BIBB)

- Eine Gesamtübersicht gibt es online unter www.bibb.de/ausbildungsverguetung


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