Sonderveröffentlichung

Duales Studium
Beste Perspektiven inklusive

Studiengang Bauingenieurwesen mit Theorie und Praxis

Samstag, 13.04.2019, 09:35 Uhr

Student Henri Hentschel ist froh, dass seine Chefin Kirsten Jansen das duale Studium unterstützt. Foto: FH Münster
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FH Münster
In den Vorlesungen geht es um Mathe und Bauphysik, am Arbeitsplatz um Containerterminals und Logistikprojekte. Theorie und Praxis ergänzen sich optimal im Studium von Henri Hentschel – denn er hat sich für die duale Variante des Studiengangs Bauingenieurwesen an der FH Münster entschieden.

Über Verwandte hatte er die Chance, in den Berufsalltag von Bauingenieuren und Bauzeichnern hineinzuschnuppern. Und da ihm beides gefiel und er zudem einen Studiengang mit guten Berufsaussichten suchte, kombiniert der 23- Jährige nun Ausbildung und Studium. Den Ausbildungsplatz, der dafür notwendig war, erhielt er bei der PGSJ Planungsgesellschaft mbH in Münster.

„Wir beschäftigen uns schon länger mit der Frage, wie wir junge Ingenieure finden und halten können. Da erschien es uns als guter Weg, uns am dualen Studium zu beteiligen“, erklärt Geschäftsführerin Kirsten Jansen. Mittlerweile habe sich das Modell so gut im Unternehmen eingespielt dass sie bereits mehrere weitere dual Studierende eingestellt habe.

Henri Hentschel ist jetzt im sechsten Semester, seine Ausbildung zum Bauzeichner hat er längst erfolgreich abgeschlossen. Während des Semesters besucht er nun Lehrveranstaltungen an der Hochschule, in der vorlesungsfreien Zeit ist er als Bauzeichner im Unternehmen an Projekten beteiligt. „Besonders interessant war die Planung eines großen Containerterminals in Neuss, inklusive Infrastruktur, Flächen und Stahldächern.“

Als stressig empfindet der gebürtige Sauerländer die Klausurzeiten, in denen das Pauken und die Berufstätigkeit parallel laufen müssen. „Zum Glück habe ich mich schon im ersten Semester mit anderen ‚Dualis‘ als Lerngruppe zusammengetan. Ohne die hätte ich das Studium nicht durchgehalten“, sagt er. Jetzt ist schon bald das Ende in Sicht – die Bachelorarbeit im achten Semester. Und gleichzeitig ein vielversprechender Anfang: Henri kann nach seinem Abschluss direkt als Jungingenieur im Unternehmen einsteigen.

Studium und Arbeitsalltag verbinden

Voraussetzung ist die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife
Der große Vorteil des Dualen Studiums ist die Einbindung in das Unternehmen und die Arbeitsabläufe vom ersten Tag an“, erklärt Adina Steinhüser vom münsterischen Unternehmen „guidecom“. Durch die Verknüpfung von Theorie und Praxis werde die Lernerfahrung intensiver und der Effekt umso größer. „Das Ergebnis ist eine fundierte Ausbildung mit drei Abschlüssen in sieben Semestern“, ergänzt sie.

Die dual Studierenden arbeiten dabei an drei Tagen in der Woche als vollwertige Teammitglieder im Unternehmen mit, einen Tag besuchen sie die Berufsschule und an zwei weiteren (freitags und samstags) finden Vorlesungen in der Hochschule statt. Um zu einem dualen Studium zugelassen zu werden, benötigt man die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife. „Außerdem sollten die Studierenden eine schnelle Lern- und Auffassungsgabe, Ambitionen und Ausdauer mitbringen“, so Steinhüser.

Die Westfälische Wilhelms Universität Münster bietet über ihre Tochter, die WWU Weiterbildung gGmbH, berufsbegleitende Masterstudiengänge an. Im Gegensatz zum traditionellen Studienmodell anderer Hochschulen wird dort ein Studium neben dem Beruf ermöglicht. „Die Vorlesungen finden in der Regel als Blockveranstaltungen, abends oder am Wochenende statt“, erklärt Dr. Anja Wolff. So lassen sich die Lerneinheiten mit dem Arbeitsalltag vereinbaren. „Die Studierenden bilden sich weiter, ohne dass sie ihren Job aufgeben müssen. Mit einem Master bereiten sie sich für weiterführende Fach- und Führungsaufgaben optimal vor“, ergänzt sie.

Das Angebot richtet sich an Interessierte, die über einen Hochschulabschluss sowie über Praxiserfahrung verfügen. (jeh)

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