Sonderveröffentlichung

Nach dreijähriger Sanierung

Räumlichkeiten sind nun schön und praktikabel

Miguel Fattorini freut sich über die Vergrößerung und Modernisierung des Cafés im Erdgeschoss. Foto: Martin Feldhaus

5.02.2021

Von außen betont ein frischer gelber Anstrich den Charakter des Jugendstilhauses, aber auch im Domizil des Arbeitskreises Jugend- und Drogenberatung für den Kreis Warendorf an der Königstraße ist jetzt fast nichts mehr so, wie es noch 2017 war. Nach einer dreijährigen Umbau- und Sanierungsphase erstrahlt das Gebäude in neuem Glanz. „Wir haben den Mief beseitigt“, betont die verantwortliche Architektin Martina Maury.

Erforderlich hierfür waren umfangreiche Arbeiten, die sich vom feuchten Keller bis ins Dachgeschoss erstreckten und den Arbeitskreis, zusammen mit dem Kauf des Gebäudes im Jahr 2014 für 100 000 Euro, insgesamt 800 000 Euro kosteten. Finanziert wurde die Summe mit Eigen- und Fördermitteln der NRW-Stiftung Wohlfahrtspflege und des Deutschen Hilfswerks sowie einem Darlehen der Sparkasse Münsterland Ost.

Nach dem Umbau haben sich unter anderem die Möglichkeiten des Cafés „Drauf und Dran“ im Erdgeschoss enorm verbessert. Aus drei kleinen Räumen wurde ein großer. Zwei Beratungsbüros grenzen direkt an das Café und etablieren ein niederschwelliges Angebot für die suchterkrankten Besucher. Zudem verbessern die offen gelegten Dielen, ein frischer Anstrich und neue Lampen das Ambiente. „Schön und praktikabel“, freut sich Miguel Fattorini vom Arbeitskreis. Sie werden ergänzt durch ein kleines Badezimmer für Besucher mit Dusche und Waschmaschine. „Es ist jetzt alles auf einer Ebene“, stellt Wilhelm Kreutz, Vorsitzender des Arbeitskreises, heraus.

In den Stockwerken eins und zwei wurden alte Büros umfassend saniert und auch weitere Büros geschaffen. Moderne Elektrik sorgt jetzt für gute Arbeitsbedingungen. „Die Voraussetzungen eines modernen Bürogebäudes waren vor dem Umbau nicht gegeben“, verdeutlicht Maury.

Zudem wartet nun ein weiteres Schmuckstück im vormals ungenutzten Dachboden auf seine Nutzung nach der Pandemie. In einem modernen lichtdurchfluteten Team- und Seminarraum mit großen Doppelfenstern können Schulklassen aus dem gesamten Kreis über Suchtvorbeugung aufgeklärt werden.

Gewährleistet sind jetzt auch der Brandschutz und die Barrierefreiheit. Letztere war auch eine Bedingung für die Bewilligung von Fördermitteln. So entstanden ein moderner Außenlift sowie eine angrenzende Fluchttreppe.

Das Gebäude beheimatet neben dem Arbeitskreis auch die Aids-Hilfe, Ambulant Betreutes Wohnen und die Fachstelle für Suchtvorbeugung. „Das ist hier insgesamt ein wichtiges soziales Zentrum für Ratsuchende aus dem ganzen Kreisgebiet“, unterstreicht Kreutz die Bedeutung. -maf-