Sonderveröffentlichung

15 Jahre Zisterne
Charakter der "Domschanke" blieb

Gastwirtin Gaby Klumpp will noch drei Jahre weitermachen

Donnerstag, 30.01.2020, 11:59 Uhr

So sah der Schankraum in den frühen 1960er Jahren aus: „Zisterne“-Wirtin Gaby Klumpp blickt auf die lange Geschichte ihres Lokals am Marktplatz. Fotos: Gösmann / Archiv
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chw/sdi AHLEN. Seit wann genau in dem alten Haus im Schatten der St.-Bartholomäus-Kirche Gäste bewirtet werden, steht nicht gesichert fest. Unbestritten ist aber, dass sich die Geschichte des Hauses am Ahlener Marktplatz bis ins Jahr 1281 zurückverfolgen lässt.

Vergleichsweise kurz wirkt da die Zeit von 15 Jahren in denen die heutige „Zisterne“ von Gaby Klumpp bewirtschaftet wird. Dennoch hat die Gastwirtin in den vergangenen Jahren viel erlebt und bewegt – auch außerhalb von Küche und Schankraum. Noch drei weitere Jahre, sagt sie im Gespräch mit unserer Zeitung, will sie sich der „Zisterne“ widmen. Der 15. Geburtstag bietet aber Anlass, neben zukünftigen Plänen auch die Vergangenheit zu beleuchten.
   
Charakter der Domschanke blieb Image 1
Die Besitzer und Pächter des Hauses, das irgendwann zur Gaststätte umgebaut wurde, wechselten häufig. Im Jahr 1890 übernahm Karl Balhorn die „Domschänke“ von einer Familie Poggelmann, die wiederum eine Familie Geilen als Vorgänger angab. 1921 übernahm Wirt Brockmann, der sich laut historischer Berichte „einer ausgesprochenen Beliebtheit“ erfreute, die Schänke. Als das Gasthaus 1935 grundlegend umgebaut wurde, schrieb die „Ahlener Volkszeitung“ Folgendes: „Erfreulich in diesem Falle ist, dass der bauliche Charakter – abgesehen von unvermeidlichen Erneuerungen – nicht viel von seiner Ursprünglichkeit eingebüßt hat. Zwar kann man sich noch entsinnen, dass vor einigen Jahrzehnten die Wirtsstube erst nach dem Passieren einer Tenne zu erreichen war, aber da, wo früher Kühe und Pferde ihre Ställe hatten, liegt heute der Hauptgastraum. Früher wurden die Jahrmärkte sowie die Frühjahrs- und Herbstkirmes auf dem Marktplatz abgehalten. Dann stand die ,Domschänke‘ immer im Mittelpunkt des Treibens.“
  
Von der „Domschänke“ über „Omis Schnapshaus“ und „Chapeau Claque“ bis hin zur „Zisterne“. Den aktuellen Namen hat die Gaststätte seit 15 Jahren. Fotos: Archiv / Christian Wolff
Von der „Domschänke“ über „Omis Schnapshaus“ und „Chapeau Claque“ bis hin zur „Zisterne“. Den aktuellen Namen hat die Gaststätte seit 15 Jahren. Fotos: Archiv / Christian Wolff
Dass es in der „Zisterne“ voll wird, erlebt Gaby Klumpp regelmäßig, zuletzt bei der großen Geburtstagsfeier. „Die Party war super. Und die Gäste sehr gut drauf“, schwärmt sie von dem Abend, an dem sie die vergangenen 15 Jahre mit Live-Musik feierte. Auch für Karneval fühlt sie sich gut gerüstet.

„An Karfreitag findet dann wieder unser traditionelles Struwenessen statt“, gibt die Gastronomin einen Ausblick auf die kommenden Events. Auch der Irische Abend steht schon im Kalender, und zwar am Freitag, 15. Mai. Dann wartet Gaby Klumpp mit kulinarischen Spezialitäten und passender Musik auf. Für das Essen sollten sich Interessierte anmelden.
  
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