Sonderveröffentlichung

Rock- und Popmuseum
Das Comeback des Jahres

Museum wurde komplett auf den Kopf gestellt

Freitag, 23.11.2018, 12:42 Uhr

Präsentieren neue Exponate: Kurator Dr. Thomas Mania (v.l.) zeigt eine Gitarre der Toten Hosen, Museumsleiter Thomas Albers freut sich über einen persönlich von Elvis Presley verfassten Brief und Sabine Thünenkötter hält einen Schuh von Udo Lindenberg in ihren Händen, der ab sofort alle Besucher des Museums auf einer Multimonitor-Animation höchstpersönlich begrüßt. Foto: Lars Langemeier / NRW-Stiftung
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rock n popmuseum
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Früher war es eine musikalische Zeitreise, ab Samstag (24. November) werden es Themeninseln sein, die entdeckt werden wollen. Mit einem großen Programm öffnet das Gronauer rock´n´popmuseum wieder seine Türen und präsentiert sich im komplett neuen Gewand.

Zum Eröffnungstag können die Musikfans nicht nur kostenlos von 10 bis 18 Uhr das neue Museum erkunden – sie dürfen sich auch auf mehrere Livekonzerte auf gleich zwei Bühnen freuen.

Der Weg durch die ehemalige Turbinenhalle, in der sich von nun an die neue Dauerausstellung befindet, führt über neun Themeninseln, die jeweils einen besonderen Aspekt der Rock- und Popgeschichte beleuchten. Zurück zu den Wurzeln der populären Musik geht etwa die Insel „Roots“. Wer etwa beim Komplex „Protest und Rebellion“ Halt macht, erfährt alles u ber musikalische Strömungen, die an gesellschaftlichen Fundamenten rüttelten.

Die deutschen Elektronikpioniere Kraftwerk sind Stellvertreter auf der Themeninsel „Spaces und Places“. Sie zeigt Orte, an denen sich musikalisch Wegweisendes ereignete. Verwandlungskünstlerin Madonna wiederum steht Patin für den Komplex „Body & Performance“, in dem es um die Inszenierung in der Rock- und Popwelt geht.

Die hohen Decken in der Ausstellungshalle ermöglichen eine ganz besondere Präsentation. Im neuen rock´n´popmuseum dürfen sich die Besucher ab Samstag auf eine musikalische Entdeckungsreise begeben. Foto: Guido Kratzke
Die hohen Decken in der Ausstellungshalle ermöglichen eine ganz besondere Präsentation. Im neuen rock´n´popmuseum dürfen sich die Besucher ab Samstag auf eine musikalische Entdeckungsreise begeben.
Foto: Guido Kratzke
Technikbegeisterte sollten unbedingt die Insel „Record, Play, Stream“ ansteuern. Die Geschichte der Popmusik wird hier als Geschichte ihrer spezifischen Medien auf Deutsch, Englisch und Niederländisch erzählt – wie die komplette Ausstellung. Ohnehin wird die niederländische Musikgeschichte stärker integriert.

Wie entsteht ein Sound und welche technischen Innovationen haben zu neuen Musikstilen geführt? Natürlich dürfen zwei besondere Punkte nicht fehlen: Fans und Livekonzerte. Beiden Bereichen wird eine eigene Insel gewidmet. Akustisch bietet die Ausstellung ein außergewöhnliches Erlebnis: Via Kopfhörer bekommt jeder Besucher die Sounds zugespielt, die zum jeweiligen Standort gehören. Die Nutzer beeinflussen die Klänge interaktiv, indem sie sich durch den Raum bewegen. Faszinierende Klanglandschaften entstehen – anschwellende Geräusche führen zu bestimmten Ereignissen oder brechen beim Überschreiten einer imaginären Grenze abrupt ab.

Auf der Empore lässt sich die gesamte Turbinenhalle überblicken – ein idealer Standort, um die Ausstellung noch einmal Revue passieren zu lassen. Zwei Touchscreens laden dazu ein, Jahrescharts abzurufen oder sich interaktiv über die Popmusik und Zeitgeschichte zu informieren.

Interaktiv ist nicht nur das Soundsystem. In der „Green Box“, wie der Musikclub Turbine im Kellergeschoss untergebracht, können die Besucher selbst in die Rolle der Musikstars schlüpfen und sogar ein eigenes Video von sich mit nach Hause nehmen.

Am 2. Dezember (Sonntag) wird schon die neueSonderausstellung „Die 70er in Westfalen“ eröffnet.

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