Sonderveröffentlichung

Trauer & Grabpflege
Das Grabmal als Bindeglied

Am Anfang steht immer das Gespräch

Samstag, 27.10.2018, 19:48 Uhr

Ein Beratungsgespräch hilft, die Gestaltung des Grabmals zu finden. Foto: Bundesverband Dt. Steinmetz
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Haffert Beerdigungsinstitut
Gärtnerei Schulze-Eckel
Steinmetzbetrieb Ulrich Magera
Im November erinnern sich die Menschen verstärkt ihrer Verstorbenen. Doch es ist nicht nur eine äußerliche Geste, welche die Menschen zum Friedhof gehen lässt. Sie finden dort einen Platz vor, der es ermöglicht, trotz der Hektik unserer Zeit Stille zu erfahren. Darüber hinaus ist dort das Grabmal des geliebten Menschen – als ein Bindeglied zwischen den Hinterbliebenen und dem Verstorbenen.

Wie aber muss ein Grabmal beschaffen sein, um diesen Anspruch zu erfüllen? Nur ein Grabmal, das etwas über den Verstorbenen aussagt, etwas über sein Leben und sein Denken ausdrückt, gibt dem Hinterbliebenen Trost und kann den christlichen Auferstehungsglauben stärken. Die Möglichkeiten der Gestaltung eines Grabmals sind unerschöpflich, wobei der Text und die Schrift, das Symbol, die Form des Grabmals und das Material des Steines die wesentlichsten Ausdruckselemente darstellen. In ihrer Kombination müssen sie ein harmonisches Ganzes ergeben und sollten etwas von dem Wesen des Verstorbenen – gestalterisch umgesetzt – sichtbar machen. Zur Grabanlage gehört auch die Einfassung, die dem Wunsch der Hinterbliebenen entspricht, die Grabstelle einzugrenzen. Daneben sind weitere gestalterische Mittel der Totenehrung gebräuchlich wie Laternen und Vasen, die auf einem Funktions- oder Abschlussstein ihren Platz finden.

Dies alles sollte in seiner Gesamtwirkung eine Einheit bilden. Für den an einem individuell gestalteten Grabmal Interessierten steht am Anfang deshalb immer das Beratungsgespräch mit dem Steinmetz oder Steinbildhauer, der das Grabmal fertigen soll. Er weiß diese Dinge umzusetzen und er kann auch sagen, was nicht machbar ist. Denn es sind neben den Gestaltungskriterien noch die jeweils unterschiedlichen Rahmenbedingungen zu beachten, welche die Friedhofsträger für ihren Friedhof erstellt haben, damit das Gesamtbild der Gemeinschaftsanlage Friedhof gewahrt bleibt.

Bei den Größenvorschriften decken sich beide Vorgaben, indem eine angemessene Proportion von Höhe zu Breite gefordert wird. Schon immer galt der Naturstein unbestritten als das geeignete Material für das Grabmal. Ob bei urzeitlichen Hünengräbern oder mittelalterlichen Grabplatten, immer wieder ist es der Naturstein, der bis in unsere Zeit hinein mit seiner Schönheit und Beständigkeit das Bild der Friedhöfe prägt. (BDS)

Mit Kindern über Ablauf reden

Was passiert auf einer Beerdigung?
Wollen Eltern ihr Kind zu einer Beerdigung mitnehmen, sollten sie das Ganze entsprechend vorbereiten.

Außerdem sollten sie darauf gefasst sein, dass von den Kindern Fragen kommen werden, etwa: „Was passiert, wenn man selbst nicht mehr da ist?“ oder „Können Mama und Papa auch sterben?“.

Wichtig sei auch, mit den Kindern vorher über den Ablauf des Tages zu sprechen, rät Ulric Ritzer-Sachs von der Onlineberatung der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung. Schließlich laufen die meisten Beerdigungen nach einem bestimmten Prozedere ab.

Wollen Eltern ihre Kinder aus bestimmten Gründen nicht mitnehmen, ist das auch völlig in Ordnung.

Das Thema ist damit aber nicht vom Tisch: „Über kurz oder lang beschäftigen sich Kinder damit. Sie wissen, dass Menschen sterben, sie kriegen das aus den Nachrichten mit, oder es passiert bei Schulfreunden.“

Eltern kommen deshalb nicht umhin, zu überlegen: Was möchte ich meinem Kind generell zu diesem Thema mitgeben? (dpa)
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