Sonderveröffentlichung

Schützenfest der Schützenbruderschaft Hubertus Epe 1892 e.V.
Der Adler steht Modell

Theo Uesbeck ist der Vogelbauer der Hubertusschützen Epe

Freitag, 07.06.2019, 12:25 Uhr

Theo Uesbeck ist nicht nur Ehrenoffizier der Hubertusschützen Epe, sondern baut auch seit 25 Jahren deren Holzvogel. Foto: privat
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Bei Schützenfesten wird traditionell auf Schützenvögel geschossen. Zum Glück ist das Federvieh aus Holz gefertigt. Die Hubertusschützen haben seit einem Vierteljahrhundert jemanden in ihren Reihen, der so einen Holzvogel baut.

Die Umsetzung des Spruchs „Vogel sucht Bauer“ ist für den Schützenverein Hubertus kein Problem, denn mit Ehrenoffizier Theo Uesbeck haben die Grünröcke vom Schlamannweg einen handwerklich begabten Holzvogelbauer in ihren Reihen, der bereits seit 25 Jahren mit seinen selbst gebauten Holzvögeln so manche Königsaspiranten zur Verzweiflung getrieben hat. Die Herstellung hat der gelernte Tischler von seinem ehemaligen Arbeitskollegen und Vorgänger Ludwig Steven übernommen.

»Die Schützenvögel sollen laut Vorschrift aus weichem Holz ohne Ästen hergestellt werden«

Theo Uesbeck

„Die Schützenvögel sollen laut Vorschrift aus weichem Holz ohne Ästen hergestellt werden. Besonders geeignet dafür ist daher das Pappelholz. Die sechs Zentimeter dicken Holzbohlen werden mit der Bandsäge ausgesägt und in drei bis vier Schichten verleimt, sodass der Durchmesser des Körpers am Ende 15 Zentimeter dick ist. Als Modell für den Korpus wähle ich – wie die meisten Vogelbauer – den Adler“, erklärt Theo Uesbeck. In der Tat erfreut sich der Adler seit jeher großer Beliebtheit, da er gut mit den Insignien Ring, Krone, Zepter und Reichsapfel ausgestattet werden kann. Diese Praxis hat sich bis heute erhalten. „Die Gestaltung der Insignien bleibt meiner künstlerischen Freiheit an der Drechselbank überlassen, da sie begehrte Objekte für die ersten Schüsse sind“, so Uesbeck weiter, der rund zehn bis zwölf Stunden für die Herstellung eines stolzen und majestätischen „Hubertus-Königsadlers“ in der heimischen Werkstatt benötigt.

Mit seinen 65 Jahren denkt der rüstige Rentner, der bis vor zweieinhalb Jahren noch als Hausmeister an der Bernhard-Overberg-Schule tätig war, lange noch nicht ans Aufhören.

„Basteln ist meine große Leidenschaft. Der Vogel sollte ja schon 250 bis 300 Schuss aushalten können, zugleich aber in einem Zeitraum von maximal drei Stunden abgeschossen werden können“, weiß Uesbeck um die Problematik beim Bau seiner Exemplare, die allesamt Unikate sind. (aho)
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