Sonderveröffentlichung

Garten im Herbst
Der zweite Frühling

Manche Krokusse blühen im Herbst

Samstag, 28.09.2019, 15:24 Uhr

Michael Klinkhammer weiß, wie wichtig ein guter Start im neuen Schuljahr ist. Foto: Alexandra Schlüter
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Ein zweiter Frühling für den Garten – mit Krokussen oder Schneeglöckchen kein Problem, denn es gibt auch als herbstblühende Varianten. Sie bilden zwischen Ende September und Oktober Blüten.

Diese herbstblühenden Zwiebeln und Knollen, auch Herbst-Geophyten genannt, stammen aus dem Mittelmeerraum. „Dort sind die Sommer heiß und trocken. Dementsprechend brauchen sie auch bei uns Wärme und einen durchlässigen Boden“, erklärt Gärtner Bernd Schober aus Augsburg. „Nässe vertragen sie dagegen gar nicht, nur im Herbst und Winter zur Wachstumszeit brauchen sie etwas Feuchtigkeit.“

Herbstblühende Zwiebeln sind in deutschen Gärten noch ein Nischenthema. Wer nach Herbstkrokussen sucht, stößt meist auf den Prachtkrokus mit dunkelblauer Blüte und orangenfarbener Narbe. Außerdem gibt es die goldgelbe Sternbergie. Sie gehört zwar genau genommen nicht zu den Krokussen, braucht aber ähnliche Bedingungen.

Die Herbstzeitlose bildet lila, rosa und weiße Blüten und erinnert an den Krokus. Sie ist aber deutlich größer und steht auf einem dünnen Stängel. Die breiten, riemenförmigen Blätter kommen im Frühjahr zusammen mit den schwellenden Samenansätzen aus der Erde. „Vorsicht ist angesagt, wenn Kinder im Haus sind. Herbstzeitlose sind sehr giftig“, warnt Schober.

„Herbstblühende Zwiebeln sind recht langlebig und bilden im Laufe der Jahre immer größere Gruppen, wenn sie sich wohlfühlen“, erklärt Andreas Adelsberger von der Bayerischen Landesanstalt für Wein- und Gartenbau. „Aber sie gedeihen nicht überall. Als Pflanzplatz sind geschützte vollsonnige Stellen zwischen Zwerggehölzen oder niedrigen Polsterstauden für die meisten Arten ideal.“

Besonders gut wachsen fast alle Herbstgeophyten in Stein- oder Kies-Gärten sowie an warmen, sonnigen Hanglagen. „Eine Ausnahme ist die Herbstzeitlose, die im Sommer frische bis feuchte Böden benötigt, da die Laub- und Fruchtbildung anders als bei den meisten Herbstblühern im Frühjahr und Sommer erfolgt“, erläutert Adelsberger. (dpa)

Auf sehr schmalem Grund

Bäume für kleine Gärten
Foto: dpa
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Sogar in kleinen Gärten und auf der Terrasse gibt es Platz für einen Baum, der Schatten spendet. Genauer gesagt: Für kleinwüchsige Varianten der bekannten, großen Baumarten – zum Beispiel die Sumpf-Eiche oder den Ginkgo namens „Mariken“. Der Verband der Gartenbaumschulen rät auch zum Kugel-Trompetenbaum. Er wird maximal drei Meter hoch und kann im Gartenboden wie auch im Kübel leben. Weiterer Vorteil: Der Duft der Blätter soll Mücken abschrecken können. Eine weitere Empfehlung ist der Kugelahorn. Er wächst bis zu vier Meter hoch. Sein extra Highlight ist die Farbe seine Laubs: Die jungen Blätter sind rostbraun, wechseln mit der Zeit dann in ein tiefes Grün. Im Herbst wird das Laub dann noch goldgelb. (dpa)

Mit der Obstbaumpflege rechtzeitig beginnen

Erfahrene Gartenbesitzer denken bereits jetzt an das kommende Jahr. Denn mit Herbstbeginn ist über die gesamte kühle Jahreszeit hinweg der ideale Zeitpunkt für den fachgerechten Rückschnitt der Obstbäume gekommen. Gartenbesitzer schaffen so die Grundlage für eine üppige Ernten. Dabei gilt: lieber mehr als zu wenig kürzen. Voraussetzung für den Rückschnitt ist allerdings, dass keine Frosttemperaturen herrschen. „Ein guter Zeitpunkt ist somit, je nach aktueller Witterung, der November. Aber auch im Februar oder März lassen sich Obstbäume noch schneiden“, sagt der Stihl-Experte Jens Gärtner. Dabei empfiehlt der Fachmann ein beherztes Vorgehen: „Ein kräftiger Rückschnitt regt den Obstbaum dazu an, in der neuen Wachstumsperiode wieder kräftig auszutreiben. Bei jungen Bäumen dürfen Äste sogar um bis zu zwei Drittel gekürzt werden“, erklärt er. Nur bei älteren Bäumen sei mehr Zurückhaltung angebracht. (djd/Stihl)
   
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