Sonderveröffentlichung

Sprechstunde Rücken
Die Angst vor dem Sturz im Alter

Der Alltag als Herausforderung

Dienstag, 12.03.2019, 12:24 Uhr

Wie man sich auch im Alter richtig mobilisieren und Rückenschmerzen lindern kann, erklären die Physio- und Ergotherapeuten des EVK Münster im Gesundheitsforum zum Thema „Hilfe, ich falle! Sturzangst – was macht mich sicherer?“ am 20. März. Foto: EVK/Fotolia
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Muskelkraft, Gleichgewicht und Reaktionsfähigkeit nehmen mit zunehmendem Alter ab. Scheinbar leichte Alltagsaktivitäten wie Einkaufen gehen oder gar aus dem Stuhl aufstehen werden so zur Herausforderung. Auch die Gefahr zu Fallen und darauffolgende langwierige Beschwerden nimmt zu.

„Stürze und anschließende Rückengschmerzen gefährden das selbstständige Leben von älteren Menschen“, weiß Esther Grudzenski, Leitung der Therapie am EVK Münster. „Viele bewegen sich aus Angst vor dem Schmerz gar nicht mehr. Aber gerade das begünstigt eine Schonhaltung und hat weitere Rückenbeschwerden zur Folge – ein Teufelskreis.“ Abhilfe schafft gezielte Physiotherapie. Denn die speziellen Übungen dehnen und stärken die Muskulatur – nicht nur im Alter. Um ein geeignetes Therapieprogramm für jeden Patienten zu finden, prüfen die Therapeuten am EVK zuerst die vorhandene Bewegungsfähigkeit und stimmen die Trainingseinheiten individuell ab. „Wir arbeiten beispielsweise mit speziell für betagte Patienten angepassten Übungen, die schonend und trotzdem mobilisierend Balance und Kraft stärken“, verrät Grudzenski. „Wichtig ist, dass man die Bewegungen richtig ausführt und sich nicht übernimmt.“ Daher rät die ausgebildete Physiotherapeutin zu einer angeleiteten Ambulanten Physiotherapie, die durch Übungseinheiten zu Hause ergänzt wird. Für die Ambulante Physiotherapie wird ein Rezept vom Haus- oder Facharzt benötigt.

Wer sich vorab informieren möchte, hat beim Gesundheitsforum des EVK Münster zum Thema „Hilfe, ich falle! Sturzangst – was macht mich sicherer?“ am Mittwoch, 20. März, ab 17 Uhr im Konferenzraum des EVK Gelegenheit dazu.

Bauch, Po und Rumpf stärken

Schmerzen im späteren Lebensalter vermeiden
Handtuchrennen und Hindernisparcours – mit spielerischen Übungen sollten schon Kinder Bauch, Po und Rumpf stärken. Das helfe, Rückenschmerzen im späteren Leben zu verhindern, erklärt Reinhard Schneiderhan, Präsident der Deutschen Wirbelsäulenliga.

Beim Handtuchrennen stellt man sich auf ein Handtuch und versucht durch Hin- und Herbewegen der Füße so schnell wie möglich vorwärts zu kommen. Um den Rumpf zu stärken, können Eltern ihren Kindern einen Hindernisparcours zum Beispiel aus Stühlen aufbauen. Die Kinder krabbeln auf allen Vieren hindurch. (dpa)

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