Sonderveröffentlichung

Die doppelte Klimke

Die Reitmeisterin steht im Olympia-Kader der Vielseitigkeit und der Dressur

Montag, 03.02.2020, 09:35 Uhr

Gehören mittlerweile zum Olympia-Kader: Ingrid Klimke und Franziskus, die sich im Jahr 2019 dank herausragender Leistungen für höhere Aufgaben empfohlen haben. Fotos: Jürgen Peperhowe
Von Henner Henning  

Münster. Ein Start in Münster beim K+K-Cup? Keine Frage, eine Selbstverständlichkeit. Und eine große Freude. „Hier zu reiten, macht immer Spaß“, sagt Ingrid Klimke vor ihrem Heimspiel in der Halle Münsterland, in der die Reitmeisterin – wie sollte es auch anders sein – fast im Dauereinsatz ist.

Zwei Pferde sattelt Klimke in der Dressur, dazu ist sie beim Westfalentag Teil der münsterischen Equipe und nimmt mit Weiße Düne selbstredend am Kostümspringen teil. In welcher Verkleidung? Wird nicht verraten, streng geheim.

"Seit Aachen hat sich Franziskus unheimlich entwickelt."

Ingrid Klimke

Alles andere als ungewiss ist, wen die 51-Jährige im Viereck vorstellt. Im Grand Prix und im folgenden Special soll sich Bluetooth, mit dem sie in Frankfurt noch das Finale des Louisdor-Preises bestritten hatte, seine ersten Sporen verdienen. Und, na klar, auch Franziskus darf in Münster nicht fehlen. Der Holkenbrink-Hengst wird im Kurz-Grand-Prix sowie am Sonntagnachmittag in der Kür gehen – ein Highlight für die Zuschauer in der Messehalle Nord. „Seit Aachen hat sich Franziskus unheimlich entwickelt“, sagt Klimke. So gut, dass das Duo von Bundestrainerin Monica Theodorescu und dem Dressurausschuss des DOKR in den Olympia-Kader berufen wurde. Die doppelte Klimke, schließlich gehört die amtierende Doppel-Europameisterin der Vielseitigkeit eben auch und das schon seit einer gefühlten Ewigkeit zum höchsten Kader in dieser Disziplin.
2018 startete Ingrid Klimke beim Kostümspringen im Zebra-Look. Und diesmal?
2018 startete Ingrid Klimke beim Kostümspringen im Zebra-Look. Und diesmal?
Den Reifeprozess von Franziskus sieht die Reiterin des RV St. Georg Münster als noch nicht abgeschlossen, Luft nach oben ist noch immer. An den Übergängen der Piaffe-Passage feilt sie derzeit im Training, in dem sie sich immer wieder auch Hilfe wie Ratschläge von Johny Hillberath (Co-Bundestrainer) oder Johannes Augustin holt. Im heimischen Stall dreht Franziskus dabei immer und immer wieder Traumrunden. „Und jetzt arbeiten wir daran, dass er das, was er zu Hause zeigt, auch ins Viereck bringt“, sagt Klimke.

Die Dressur ist eine Herzensangelegenheit für die Münsteranerin, die aber natürlich auch die Vielseitigkeit nicht aus den Augen lässt. Schon gar nicht im Olympia-Jahr, der frühe Zeitpunkt der Spiele in Tokio (24. Juli bis 9. August) fordert eine etwas andere Vorbereitung – zumal die Pferde vorher noch in Quarantäne müssen. Schon im Februar steht für Klimke und ihr Top-Pferd Hale Bob ein Lehrgang mit der deutschen Equipe an, ein weiterer folgt im März vor dem ersten Start in Luhmühlen (28. und 29. März). Weiter geht es über Radolfzell und Wiesbaden – es kommt knackig. „Es ist eine geballte Saison im Frühjahr“, weiß Klimke, die zudem mit ihrer Nummer zwei, Asha, und mit Siena just do it in der Vielseitigkeit unterwegs sein wird.

Erst einmal aber steht der K+K-Cup an. Mit ganz viel Eifer und Spaß. Getreu dem Klimke-Motto: „Reite zu deiner Freude.“

Kostümfest zu später Stunde

Leonie Jonigkeit verkleidet als „Na’vi“ Foto: Jürgen Peperhowe
Leonie Jonigkeit verkleidet als „Na’vi“ Foto: Jürgen Peperhowe
Münster. Sechs Wochen vor Rosenmontag weht ein Hauch von Karneval durch die Halle Münsterland. Verkleidet als ein Ureinwohner „Na‘vi“ aus dem Kinofilm Avatar, als Baywatch-Held David Hasselhoff, als Dalmatiner, Bierflasche oder als Obelix – die Reiter geben sich beim Kostümspringen am späten Samstagabend größte Mühe, um in der Gunst des Publikums weit vorne zu landen, und damit den Ehrenpreis für die beste Verkleidung zu ergattern. Für Unterhaltung ist in der Springprüfung gesorgt – wie auch für guten Sport in dem Punktespringen mit Joker, das im vergangenen Jahr Hendrik Zurich gewann – im Outfit eines Chirurgen.
       

Großer Preis live im Netz

Münster. Eine Live-Berichterstattung im Fernsehen gibt es vom K+K-Cup in diesem Jahr nicht – und dennoch sind bewegte Bilder live zu sehen. Im Internet. So überträgt der Westdeutsche Rundfunk auf http://wdr.de den Großen Preis in voller Länge, das Web-Portal http://sportdeutschland.tv zeigt am Samstagabend das Finale der Youngster-Tour sowie am Sonntagmittag die Entscheidung auf der Mittleren Tour. Das Komplettpaket bietet einmal mehr der Reitsport-Sender „ClipMyHorse.TV“ an, der alle Prüfungen live im Netz anbietet.
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