Sonderveröffentlichung

Freiwillige Feuerwehr in Westerkappeln
Die Retter von morgen

Erfolgreiche Nachwuchsarbeit

Sonntag, 31.03.2019, 06:12 Uhr

Die Jugendfeuerwehr der Gemeinde Westerkappeln: Die Jugendlichen erlernen Grundlagen der Feuerwehrarbeit. Fotos: Beimdiek
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Sie rollen Schläuche aus und lernen Erste Hilfe. Seit 2002 hat Westerkappeln eine Jugendfeuerwehr. Und die hat sich längst zur wichtigsten Nachwuchsquelle für die Freiwillige Feuerwehr entwickelt, die in den vergangenen Jahren einen Großteil ihrer Mitglieder hier rekrutiert hat. Rund ein Viertel der heute Aktiven, schätzt Gemeindejugendfeuerwehrwart Markus Schröer, kommt aus der eigenen Jugendorganisation. „Vor einigen Jahren hat noch niemand gedacht, wie wichtig die Jugendfeuerwehr einmal werden würde“, sagt der Hauptbrandmeister. Nicht nur für die aktive Wehr ist sie mittlerweile unverzichtbar. Auch die Jugendarbeit in Westerkappeln wäre ohne sie ein Stückchen ärmer.

Für ihre erste Übung im Freien nach den dunklen Wintermonaten hat die Jugendfeuerwehr an diesem Montag kein Glück mit dem Wetter. Kalte Windböen fegen durch das Gewerbegebiet Gartenkamp. „Wenn ein Einsatz kommt, muss die aktive Wehr auch bei jeder Witterung raus“, sagt der stellvertretende Jugendfeuerwehrwart, Unterbrandmeister Patrick Knoll, und erklärt einer Gruppe von Jugendlichen in orange-blauen Parkas, was ansteht. Für eine wichtige Prüfung – die Jugendflamme II – werden Standards eingeübt: ein Löschangriff zu Dritt zum Beispiel. Oder die richtige Verkehrsabsicherung der Feuerwehrfahrzeuge an einer Einsatzstelle.

Die Retter von morgen Image 1
Zurzeit hat die Jugendfeuerwehr 16 Mitglieder. Dabei hält sich der Anteil von Jungen und Mädchen fast die Waage. Die Nachwuchsfeuerwehr war vor einigen Jahren schon einmal so beliebt, dass eine Warteliste geführt werden musste wie aktuell in Ibbenbüren. In Westerkappeln können Kinder oder Jugendliche zurzeit jederzeit einsteigen. Einzige Voraussetzung: sie müssen mindestens elf Jahre alt sind. „Wir machen hier auch klassische Jugendarbeit mit einem guten Anteil an Spaß und Spiel“, sagt Markus Schröer. Die Betreuer haben allesamt Lehrgänge für die Leitung von Jugendgruppen absolviert. Neben den Übungsstunden, die alle zwei Wochen montags von 17.15 bis 19.15 Uhr stattfinden, stehen regelmäßig Zeltlager, Ausflüge oder Kurztrips auf dem Programm. Bei den Übungen geht es nicht nur um feuerwehrtechnisches Grundlagenwissen, sondern auch um soziale Kompetenzen wie Verantwortungsbewusstsein und Teamarbeit. „Wir haben ein tolles Team“, sagt Patrick Knoll.

Mit zwei Druckschläuchen und einem Verteiler bauen die Mitglieder der Jugendfeuerwehr einen improvisierten Wasserwerfer. Die Übung ist Teil der Jugendflamme II.
Mit zwei Druckschläuchen und einem Verteiler bauen die Mitglieder der Jugendfeuerwehr einen improvisierten Wasserwerfer. Die Übung ist Teil der Jugendflamme II.
Das findet auch Jule Westermann. Die 15-jährige ist Jugendgruppenleiterin. Nachdem sich die Ortsgruppe des Jugendrotkreuzes aufgelöst hatte, kam sie vor drei Jahren zur Jugendfeuerwehr. „Die Übungen gefallen mir besonders“, sagt Jule. „Einsätze nachzustellen, macht richtig Spaß.“ Einige Übungen sind dabei ziemlich dicht an der Wirklichkeit. Zum Beispiel wenn die Jugendlichen den so genannten dreiteiligen Löschangriff üben und simulieren, wie man ein Feuer löscht.

Gelegentlich proben sie sogar, wie die Berufsfeuerwehr arbeitet. Das heißt: 24 Stunden auf der Wache sein mit Übungseinsätzen zwischendurch. Und dann gibt es auch noch die Wettbewerbe auf Kreis- oder Landesebene. Dort können sich die Jugendfeuerwehrteams messen und zeigen, was sie theoretisch und praktisch alles gelernt haben. (abi)

Mädchen und Jungen im Alter von elf bis 17 Jahren, die Interesse an der Jugendfeuerwehr haben, können sich bei Jugendfeuerwehrwart Markus Schröer (0 54 04/ 72 96 64, ab 18 Uhr) oder über das Kontaktformular der Feuerwehr (www.feuerwehr-westerkappeln.de) melden.

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