Sonderveröffentlichung

Modernisieren und sparen: Veraltete Heizungsanlagen verbrauchen zu viel Energie

Dieser Check zahlt sich aus

Wenn es ums Thema Heizung geht, kann der Experte aus dem Sanitär-, Heizung- und Klimatechnik-Handwerk kompetent beraten. Foto: ZVSHK

16.01.2021

Mehr als 15 Millionen Heizungsanlagen und somit rund 75 Prozent des deutschen Bestandes dürften Schätzungen zufolge technisch veraltet sein. Würden diese Anlagen energetisch modernisiert, könnten etwa 13 Prozent des Endenergieverbrauchs eingespart werden. Mit einem Heizungscheck durch den Fachhandwerker lässt sich die Notwendigkeit einer Modernisierung der Heizung überprüfen.

Nach nur knapp einer Stunde wird der Fachmann im Regelfall konkrete Einsparpotenziale aufzeigen können. Die Kosten für das Prüfverfahren, das alle relevanten energetischen und technischen Aspekte der Heizung umfasst, liegen bei etwa 120 Euro im Einfamilienhaus. Die komplette Anlage wird im Hinblick auf ihre energetische Qualität bewertet. Untersucht werden sowohl der Heizkessel, die Dämmung der Rohrleitungen, die Regelung der Heizkörper als auch die Abstimmung des kompletten Systems im Gebäude.

Neben technisch überholten Kesseln sind die bei einem Heizungscheck am meisten vorgefundenen Verursacher unnötiger Kosten der fehlende hydraulische Abgleich, zu groß geratene Heizkessel, ungeregelte Heizungspumpen und nicht voreinstellbare Thermostatventile an den Heizkörpern. Alternativ zum Austausch der Heizung können bereits geringinvestive Verbesserungen – wie etwa der Einbau eines neuen Thermostatventils mit hydraulischem Abgleich sowie die Optimierung der Regelung – die energetische Effizienz des Systems verbessern und Energiekosten spürbar senken.

Neben der Heizung in Sachen Energieeffizienz sollte man wegen der Wohnqualität den Fokus auch auf die Gebäudelüftung legen. Moderne Wohnungslüftungsanlagen sorgen in neuen und sanierten Gebäuden für eine kontrollierte Zirkulation der Luft. Einhergehend mit dem energiesparenden Faktor der Wärmerückgewinnung sind es vor allem Komforteigenschaften wie die Verringerung der Luftfeuchtigkeit, die durchgehende Lüftung der Wohnung oder auch das Vermeiden von externen Luftbelastungen etwa mit Feinstaub, die die Wohnqualität verbessern. (djd/ZVSHK)

Ansprechpartner

Örtliche SHK-Ansprechpartner findet man über eine Handwerkersuche unter www.wasserwaermeluft.de.

Brände aus Unkenntnis vermeiden

Vor Kamineinbau immer Fachleute befragen

Aus einem leise prasselnden Kaminfeuer kann rasch ein Wohnungsbrand werden, wenn der Kaminofen falsch eingebaut wurde oder fehlerhaft befeuert wird. Das von den öffentlichen Versicherern getragene Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung (IFS) rät daher, bei Einbau und Nutzung lieber einmal zu oft als einmal zu wenig einen Kaminfachmann oder den Schornsteinfeger zurate zu ziehen.

Der Experte wisse am besten, wie der Ofen befeuert werden muss und wo er in der Wohnung am besten steht. „Eine falsch installierte Anlage oder nicht gekehrte Abgaswege bedeuten eine erhebliche Brandgefahr unter Ihrem Dach“, warnt IFS-Geschäftsführer Hans-Hermann Drews. Auch ein falscher Betrieb eines Ofens, wenn er zum Beispiel zu heiß brennt und die Strahlungswärme dadurch steigt, kann zu Bränden führen.

Wie groß der Abstand des Ofens zu anderen Einrichtungsgegenständen im Haus sein muss, steht in der Gebrauchsanweisung des jeweiligen Geräts. (dpa)