Sonderveröffentlichung

Viele Modelle angekündigt

E-Sportler auf dem Vormarsch

Der Lotus Evija gehört zu den spektakulärsten E-Sportwagen-Projekten überhaupt.

1.08.2020
Auto Radink Volvo-Vertragswerkstatt

Der große Aufbruch der Autoindustrie in das Zeitalter der E-Mobilität wird von einer Flut von E-Sportlern flankiert. Bereits am Markt angekommen ist der Taycan von Porsche. Der 2,4 Tonnen schwere und fast fünf Meter lange Viersitzer kann in der 560 kW (761 PS) starken Topversion TurboS aus dem Stand auf 100 in 2,8 Sekunden sprinten, maximal sind 260 km/h drin. Dank 83,7 kWh Nettobatteriekapazität sollen rund 400 Kilometer Reichweite möglich sein. Diese Variante kostet über 185 000 Euro, alternativ gibt es den abgespeckten 4S für rund 106 000 Euro.
      

Der Taycan dient auch als technische Basis für einen elektrischen Sportwagen von Audi. Vermutlich noch in diesem Jahr wird der E-Tron GT auf den Markt kommen.

Sportwagenhersteller Lotus aus, der dank chinesischer Investoren den spektakulären Evija zur Serienreife entwickelt hat. Das über 2,3 Millionen teure Hypercar bietet vier Motoren mit zusammen 2000 PS, die einen Sprint auf 300 km/h in rund neun Sekunden erlauben, maximal sollen 320 km/h drin sein.

2019 haben die Hyundai Gruppe und Rimac eine offizielle Partnerschaft verkündet, mit dem Ziel, einen elektrischen Mittelmotorsportwagen zu entwickeln, der schon zeitnah unter dem sportlichen Hyundai-Label N antreten soll. Anders als viele teure Leuchtturmprojekte soll dieses Modell sogar für mehr Menschen erschwinglich sein. Auch Kia will einen E-Sportler bereits 2021 anbieten. Technische Daten wurden bislang nicht verraten, optisch soll sich der E-Sportler an dem 2019 vorgestellten Konzeptfahrzeug Imagine orientieren. Einen bezahlbaren E-Sportwagen will auch Honda vermutlich 2022 in Europa auf den Markt bringen.

Ebenfalls für 2022 angekündigt wurde der Elektrosportwagen Mark Zero von Piëch Automotive. Dabei handelt es sich um einen 4,43 Meter langen Zweitürer mit klassischer GT-Silhouette, der dank drei jeweils 150 kW (204 PS) starken E-Motoren in 3,2 Sekunden Tempo 100 erreichen soll. Maximal sind 250 km/h drin. Die Reichweite soll 500 Kilometer betragen. Der Preis könnte bei 150 000 bis 170 000 Euro liegen.

Ähnlich teuer dürfte der wohl ebenfalls erst 2022 verfügbare Tesla Roadster 2 werden. Damit kehrt das US-Unternehmen zu seinen Wurzeln zurück. Eigentlich sollte der E-Flitzer bereits in diesem Jahr durchstarten, doch Elon Musk hat jüngst in einem Interview angekündigt, andere Projekte zu priorisieren. An den eindrucksvollen Daten dürfte sich hingegen wenig ändern: Der Sprint auf 100 km/h soll gut zwei Sekunden dauern, die Höchstgeschwindigkeit bei 400 km/h liegen und die Reichweite vierstelliges Niveau erreichen.

Vermutlich noch vor Tesla wird Maserati seinen ersten rein elektrischen Sportwagen 2021 auf den Markt bringen. Dabei wird es sich um den Nachfolger der kürzlich eingestellten Baureihe GranTurismo und GranCabrio handeln. Die Neuauflage wollen die Italiener auch in einer rein elektrischen Antriebsvariante anbieten. Daten wurde nicht genannt.

Das sind noch nicht alle Neuankündigungen: Karma Automotive aus den USA verfolgt gleich mehrere E-Sportwagen-Projekte. Vom Karma Revero abgeleitet, will das US-Unternehmen Drako zudem den auf 25 Exemplare limitierten 900-kW-Flitzer GTE auflegen. Die Tochter des chinesischen SAIC-Konzerns MG hat zudem einen Sportwagen namens E-Motion angekündigt. In Finnland plant darüber hinaus das Start-up Tritium den Bau eines Mittelmotor-Sportwagens. (sp-x)