Sonderveröffentlichung

Freiwillige Feuerwehr in Westerkappeln
Ein eingespieltes Team

Löschzug in Velpe ist zurzeit personell gut aufgestellt

Samstag, 29.06.2019, 06:48 Uhr

Die Plätze in der Umkleide im Feuerwehrgerätehaus in Velpe sind komplett belegt – zurzeit ist der Löschzug mit 33 aktiven Mitgliedern personell gut aufgestellt, Neue Kameraden sind trotzdem willkommen
Anzeige
Wochenblatt Westernkappeln
Westerkappeln
Kliwa - Klima Wartungs- und Montagegesellschaft mbH
Kleinert Architekten
AC Zaunanlagen GmbH
Schuh- und Sporthaus Siegmund
Elektro Rehmeyer
LVM-Versicherungsagentur Ulrich Rieskamp
Baumschule Fels
Kartlüke
Volksbank Westerkappeln-Wersen eG
Provinzial Markus Kröner e.K.
Wann immer in Velpe, Hollenbergs-Hügel, Ortfeld und dem Gemeindegebiet südlich der alten Bundesstraße B 65 der Notruf 112 abgesetzt wird, piepen bei Dirk Siepmann und Hendrik Wehmeier die Meldeempfänger. Bei Bränden, Unfällen oder anderen Notlagen im Süden Westerkappelns muss der Löschzug aus Velpe ausrücken. Und die beiden Brandinspektoren, die vor zwei Jahren die Leitung des Zugs von Jürgen Stalljohann und Hans-Jürgen Schemme übernommen haben, werden natürlich bei jedem Einsatz informiert.

Velpe hat zwar keine eigenständige Feuerwehr, dafür aber einen eigenen Löschzug. Nicht nur dann, wenn im Süden der Gemeinde Hilfe benötigt wird, ist dieser zur Stelle. Auch bei allen größeren Einsätzen im gesamten Gemeindegebiet und manchmal sogar darüber hinaus. Allein in den ersten fünf Monaten dieses Jahres musste der Löschzug 14 Mal ausrücken. Zum Vergleich: Vor genau 50 Jahren kam die Freiwillige Feuerwehr Westerkappeln in einem ganzen Jahr und im gesamten Gemeindegebiet auf genauso viele Einsätze.
           
Löschzugführer Dirk Siepmann (links) und sein Stellvertreter Hendrik Wehmeier sind seit über 31 Jahren bei der Freiwilligen Feuerwehr. Vor zwei Jahren haben sie die Leitung des Löschzugs übernommen. Fotos: abi
Löschzugführer Dirk Siepmann (links) und sein Stellvertreter Hendrik Wehmeier sind seit über 31 Jahren bei der Freiwilligen Feuerwehr. Vor zwei Jahren haben sie die Leitung des Löschzugs übernommen. Fotos: abi
Der Löschzug hat erst im vergangenen Jahr sein 80-jähriges Bestehen gefeiert. In einer Flächengemeinde wie Westerkappeln hat die Feuerwehr im Ernstfall unter Umständen eine weite Anfahrt. Schon 1938 erkannten die Gemeindeoberen deshalb, dass Velpe einen eigenen Löschzug braucht. 19 Männer meldeten sich damals freiwillig. Am 4. Oktober 1938 wurde ein Halbzug gebildet. Anfangs gab es nur eine Tragkraftspritze, die im Spritzenhaus auf dem Tieplatz untergebracht war. Die Feuerlöschpumpe war damit auf dem höchsten Platz in Velpe stationiert. Englische Truppen legten das Gebäude in den letzten Kriegstagen in Trümmern. Die Feuerwehr hatte zu der Zeit allerdings schon ihr neues Domizil am Velper Bahnhof bezogen. Hier war der Löschzug immerhin bis 1996 zu Hause.

In dem Feuerwehrgerätehaus an der Hambürener Straße sind heute drei Fahrzeuge untergebracht. Neben einem Mannschaftstransportfahrzeug stehen hier ein Löschgruppenfahrzeug und ein Tanklöschfahrzeug, das bei Einsätzen meist als erstes ausrückt. Früher wurde die Feuerwehr fast ausschließlich zu Bränden gerufen. Mittlerweile geht es bei den meisten Einsätzen um so genannte technische Hilfeleistung. Dazu gehört zum Beispiel das Bergen von Unfallopfern. Wenn ein umgekippter Baum eine Straße versperrt, muss die Feuerwehr für freie Fahrt sorgen. Mit dem großen Gewerbegebiet vor der Haustür sind die Einsatzkräfte aus Velpe außerdem häufig gefordert, wenn Gefahrenstoffe in einem Betrieb entweichen. Das setzt voraus, dass die Feuerwehrleute auf verschiedene Einsatzszenarien vorbereitet sind. „Der Ausbildungsstand der Kameraden ist enorm“, sagt Hendrik Wehmeier.

Auf ihren Nachwuchs sind die Velper besonders stolz. „Wir hatten befürchtet, dass wir personell abbauen. Aber dadurch, dass die Jugendfeuerwehr so stark geworden ist, ist es ganz anders gekommen“, sagt der stellvertretende Löschzugführer.

Trotzdem: Bei Einsätzen werktags zwischen 8 und 16 Uhr ist es für die Feuerwehr nicht immer leicht, genügend Kräfte zu mobilisieren. „Wir freuen uns immer über Zuwachs.“ (abi)
              

Löschzugführer

1938 bis 1939: Wilhelm Hollenberg
1939 bis 1961: Heinrich Wulf
1961 bis 1972: August Amelingmeier
1972 bis 1993: Wilhelm Unnewehr
1993 bis 2017: Jürgen Stalljohann
seit 2017: Dirk Siepmann
Datenschutz