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Ein Gefühl der Ruhe

Blau: Die Farbe des Jahres 2020

Samstag, 08.02.2020, 06:51 Uhr

Nicht nur ein Blauton ist derzeit angesagt, sondern die gesamte Blaupalette. Foto: Inter IKEA Systems B.V. 2020/dpa
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Die Farbe des Jahres 2020 ist für das Pantone-Institut das klassische Blau. Also der Farbton, den man abends zur blauen Stunde am Himmel wahrnimmt: während der Dämmerung kurz nach Sonnenuntergang und kurz vor dem Eintritt der Dunkelheit.

Eine gute Wahl ist diese Trendfarbe, hört man in der Einrichtungsbranche. Denn wer mag blau nicht? „Wenn man Menschen fragt, was ihre Lieblingsfarbe ist, dann sagen seit 20, 30 Jahren rund 40 Prozent aller Frauen und Männer blau“, sagt die Farbexpertin und Designerin Hildegard Kalthegener. In 2020 ist also das sogenannte „Classic Blue“ mit der Pantone-Kennung 19-4052 die Farbe schlechthin. „Hiermit habt man endlich mal eine Farbe gewählt, die bereits relevant ist“, sagt Trendanalystin Gabriela Kaiser zu der Wahl. „Viele Menschen mögen die Farbe und schon seit längerem findet man wieder mehr und mehr Produkte darin im Handel.“ Denn Blau spricht die Menschen in ihrem Inneren an.

Blautöne werden insgesamt als beruhigend empfunden, der gewählte Ton vermittele „ein willkommenes Gefühl von Ruhe, Harmonie und Geborgenheit (...) Gleichzeitig transportiert der reflektierende Blauton Classic Blue auch Optimismus und Lebensfreude“, so Pantone.

»Wenn man Menschen fragt, was ihre Lieblingsfarbe ist, dann sagen seit 20, 30 Jahren rund 40 Prozent aller Frauen und Männer blau.«

Farbexpertin und Designerin Hildegard Kalthegener

„Trotzdem war Blau lange aus dem Interieur verschwunden, weil es zu kühl war“, sagt Kalthegener. Gemeinsam mit den angesagten Erd- und Hautfarben sowie warm wirkenden Stoffen wie Samt, Cord und dem Kräuselzwirn Bouclé aber passt das kühle Blau gut. Auch für große Möbel wie ein Sofa empfiehlt die Expertin die Farbe: „Mit Nuancen wie Cyan oder Eisblau wäre ich vorsichtig, aber eine Bouclécouch in tiefem Mitternachtsblau wäre perfekt im Trend“, sagt Kalthegener.

Gewählt hat das Pantone-Institut mit ihrem „Classic Blue“ einen strahlenden mittleren Blauton. Aber der Trend bezieht sich eigentlich auf die gesamte Blaupalette. „Um im Trend zu sein, muss ich nicht mit einem Farbchip in den Laden gehen, um genau einen bestimmten Blauton zu bekommen“, stellt Kaiser klar. „Die Farbexperten haben nur einen Farbton exemplarisch herausgestellt.“ (dpa)

Aus Alt mach‘ Neu

Treppe bei Sanierung nicht vergessen
Es gibt sie noch: die alten Häuser, die komplett renoviert wurden, nur an die alten Treppenhäuser hat sich niemand heran gewagt. Der Grund: Oftmals wissen die Bauherren nicht, wer hier der adäquate Ansprechpartner ist.

„Oftmals geschieht ein Austausch der alten Stahl-/Holztreppe gegen eine zeitgemäße Holztreppe innerhalb eines Tages. „Der Schmutz hält sich in Grenzen, da die eingesetzten Abbruchmaschinen oftmals über ein Staubsaugersystem verfügen“, weiß Paul Middendorf, Tischlermeister aus Münster-Amelsbüren – und fährt fort: „In diesem Zusammenhang werden häufig auch das Treppenhaus neu gestrichen und eine indirekte Stufenbeleuchtung installiert.“ Professionelle Treppenbaubetriebe böten diese Leistungen meist aus einer Hand an.

„Da die neuen Treppen heute leichter und filigraner gebaut werden, wirken die Treppenhäuser nach der Renovierung lichtdurchfluteter und großzügiger“, weiß Middendorf.

Bei den Materialien habe die Eiche eine Renaissance erfahren, diese werde in farbig geölt, gelaugt, geweißt oder geräuchert angeboten. Hinzu gesellten sich Materialien wie Edelstahl, Sicherheitsglas oder auch Spannseilsysteme, die verbaut würden. Und bei Betonläufen werde der alte Belag (Vinyl, Teppich, Stein) entfernt und durch neue aktuelle Holztrends ersetzt. „Nicht selten haben sich in dem alten Haus die Fußbodenhöhen und diverse Örtlichkeiten verändert, so dass hier die neue Treppe den aktuellen Gegebenheiten angepasst werden kann“, so Middendorf. (pm/dj)

Und der Fiskus zahlt mit

Vermieter können Ausgaben für Renovierungen als Werbungskosten geltend machen. Allerdings gibt es eine Einschränkung: Innerhalb der ersten drei Jahre nach Anschaffung der Immobilie müssen Käufer größere Ausgaben dieser Art als sogenannte Anschaffungskosten verbuchen, erklärt der Bundesverband Lohnsteuerhilfevereine (BVL). Das bedeutet: Eigentümern werden die Ausgaben dann nicht direkt bei der Steuer abgezogen, sondern sie müssen diese über die Nutzungsdauer abschreiben. Diese Einschränkung gilt immer dann, wenn die Kosten für Instandsetzung und Modernisierung in den ersten drei Jahren nach dem Kauf 15 Prozent der Anschaffungskosten übersteigen. „Vorsicht ist bei der Berechnung des Grenzbetrages angebracht“, gibt BVL-Geschäftsführer Erich Nöll zu bedenken. „Denn bei den Anschaffungskosten müssen die anteiligen Kosten für Grund und Boden herausgerechnet werden.“

Wenn die Arbeiten innerhalb der Dreijahresfrist erbracht werden, sind diese Kosten bei der Berechnung des Grenzbetrages bereits einzubeziehen. Und zwar auch, wenn sie erst nach Ablauf des Drei-Jahreszeitpunktes bezahlt werden.

Und was ist, wenn die Arbeiten innerhalb der Frist beginnen, aber erst nach Ablauf abgeschlossen werden? Dann sind die Kosten der Arbeiten einzubeziehen, die innerhalb der Dreijahresfrist ausgeführt wurden. (dpa)
 
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