Sonderveröffentlichung

Ehrung der besten Auszubildenden
Ein guter Start ins Berufsleben

Über die Vorteile einer Ausbildung

Montag, 03.12.2018, 19:21 Uhr

IHK-Chef Dr. Fritz Jaeckel Foto: IHK
Eine betriebliche Ausbildung wird bei Abiturienten immer beliebter. Mittlerweile hat in Nord-Westfalen über die Hälfte der Auszubildenden in IHK-Berufen die Berechtigung zu einem Studium.

Für den Hauptgeschäftsführer der IHK Nord Westfalen ist das keine Überraschung: „Es ist zunehmend normal, dass Abiturienten eine betriebliche Ausbildung absolvieren“, ist Dr. Fritz Jaeckel überzeugt.

Diese Entwicklung hänge natürlich auch mit der steigenden Zahl von Abiturienten zusammen. „Gleichzeitig setzt sich aber bei Schülern wie auch ihren Eltern und Lehrern die Erkenntnis durch, dass eine betriebliche Aus- und Weiterbildung eine gleichwertige Alternative zum Studium ist“, sagt Jaeckel.

So stehen die IHK-Abschlüsse als Fachwirt, Industriemeister oder IT-Professionals schon seit einigen Jahren im Deutschem Qualifikationsrahmen (DQR) ganz offiziell auf einer Stufe mit dem Bachelor-Abschluss an einer Hochschule, die IHKAbschlüsse als Betriebswirte, Berufspädagogen und Wirtschaftsinformatiker sogar gleichwertig neben dem Hochschulabschluss als Master.

Davon einmal abgesehen hat eine betriebliche Ausbildung für jeden Schulabgänger Vorteile: „Viele Schüler wollen nach der langen Schulzeit endlich praktisch arbeiten“, weiß der IHK-Hauptgeschäftsführer. „Sie reizt die Mischung aus Lernen im Betrieb und im Berufskolleg.“

Zudem bekommen Auszubildende „ihr eigenes Geld“ und damit ein Stück Unabhängigkeit. Und meist schon nach zweieinhalb Jahren haben Abiturienten ihren ersten Berufsabschluss in der Tasche. „Letztendlich profitiert man sein gesamtes Berufsleben von einer praktischen, handfesten Ausbildung“, ist Jaeckel überzeugt, „erst recht, wenn es das Ziel ist, sich irgendwann selbstständig zu machen und ein Unternehmen zu gründen“.

Lange Zeit sei aber sehr einseitig der Trend zum Studium gefördert worden, „in der Politik wie auch in den Familien“, so Jaeckel. Tatsache sei jedoch, dass mehr als jeder fünfte Studierende sein Studium abbreche. „Viele davon wären in einer betrieblichen Ausbildung zunächst besser aufgehoben gewesen“, folgert der IHK-Hauptgeschäftsführer.

Nun werde bei der Frage, wie es nach der Schule weitergeht, wieder mehr auf die Stärken der Schüler geachtet, berichtet Jaeckel. Sogar der Wissenschaftsrat, eher als Interessenvertreter der Hochschulen bekannt, mahnt deshalb nachdrücklich, „Jugendliche gezielt zur Wahl eines Ausbildungsweges anzuleiten, der ihren Fähigkeiten und Interessen optimal entspricht“. Vermieden werden müsse, dass sich die Berufs- beziehungsweise Studienwahl „auf Vorurteile oder vordergründige Image und Prestigegründe stützt“. Diese Ansicht vertrat auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in seiner Rede zur „Woche der beruflichen Bildung“. Dort sagte er: „Eine bestmögliche Bildung ist eine Bildung, die am besten zu einem jungen Menschen passt.“ Und diese Bildung gebe es eben nicht nur im Hörsaal. (pm)

IHK Nord Westfalen
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