Sonderveröffentlichung

Unser schöner Garten im Frühjahr 

Ein Paradies für Feinschmecker

Obst aus eigenem Anbau

Besonders groß ist die Freude am eigenen Tun im Garten, wenn man damit auch sichtbare Erfolge erzielt. Foto: Hauert

2.04.2020

Der süß-würzige Geschmack von Erdbeeren gehört für viele Menschen zu den unvergesslichen Sommerfreuden der Kindheit. Groß ist dagegen häufig die Enttäuschung, wenn wir heute in die Früchte aus dem Supermarkt beißen. Sie sind zwar fest und sehen verlockend aus, haben aber fast kein Aroma. Der Grund: Die angebotenen Sorten werden für den Erwerbsanbau in erster Linie hinsichtlich Haltbarkeit gezüchtet und zudem meist halb reif geerntet. Kein Wunder also, dass sich immer mehr Menschen dazu entschließen, Erdbeeren wieder im eigenen Garten anzupflanzen. Je nach Sorte kann man sich dort entweder über eine reiche Ernte im Frühsommer freuen oder bis in den Herbst hinein immer wieder Früchte naschen. 

Neben Erdbeeren gibt es noch zahlreiche weitere Obstarten, die den Garten in ein Paradies für Feinschmecker verwandeln. „Da die Flächen hinter Einfamilienhäusern oder Townhouses in der Regel nicht besonders groß sind, kommen hier klassische Obstbäume zumeist nicht in Frage“, sagt Ludwig Eberspächer, Gartenbauingenieur beim Düngerspezialisten Hauert Manna. „Birne, Apfel, Sauerkirsche oder Pflaume werden heute aber auch als schlanke Säulenbäume oder Spindeln angeboten. Diese benötigen kaum Platz und erleichtern außerdem die Ernte, da sie nicht sehr hoch werden. Spalierobst ist eine weitere schöne Möglichkeit für kleine Grundstücke, denn es wird platzsparend direkt an der Hauswand oder an einer Mauer kultiviert.“


Markilux


In einem richtigen Naschgarten dürfen Beerensträucher natürlich nicht fehlen. Ob weiße oder rote Johannisbeeren, Himbeeren, Brombeeren oder Stachelbeeren – die gesunden, schmackhaften Früchte eignen sich hervorragend für Marmelade oder Kuchen. Vor allem Kinder lieben es aber auch, diese frisch gepflückt direkt vom Strauch zu verspeisen. Damit Obst und Beeren prächtig gedeihen, benötigen sie regelmäßig Dünger.

„Grundsätzlich können Obstgehölze und Beerensträucher das ganze Gartenjahr über mit organischen Düngern versorgt werden. Der beste Zeitpunkt ist jedoch im Frühjahr, noch vor der Blüte. Falls nötig, kann eine weitere Gabe kurz vor dem Reifen der Früchte erfolgen“, erklärt Eberspächer. „Erdbeeren sollten darüber hinaus auch im Herbst noch einmal neue Nährstoffe bekommen. Das ist wichtig, wenn sie frisch gepflanzt wurden.“ Das Granulat kann mit der Hand ausgebracht werden und anschließend arbeitet man es mit einer Harke in die Oberfläche ein. Die im Boden lebenden Mikroorganismen zersetzen es und geben die Nährstoffe über frei. Eberspächer: „Neben Stickstoff und Kalium ist für Obst und Beeren vor allem Phosphor wichtig. Dieser sorgt für Blütenflor sowie eine kräftige Fruchtbildung.“