Sonderveröffentlichung

Eine Frage des Wohnraumbedarfs

Dachformen im Überblick: Flach in der Stadt, steil auf dem Land

Montag, 11.11.2019, 04:28 Uhr

Begrünten Dächer werden immer beliebter. Hier sind Flach- und Pultdächer kombiniert. Foto: dpa
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Steil oder flach ist beim Dach nicht nur eine Frage des Geschmacks, sondern auch eine des Wohnraumes. Da Dachgeschosse heute voll nutzbar sein sollen, bevorzugen viele Bauherren neuerdings ein Flachdach. Es gibt aber dafür noch andere Alternativen. Hier ein Überblick der gängigen Dachformen:

Das Flachdach: In den 60- er und 70er-Jahren vorwiegend im Bungalow eingesetzt, ist ein Flachdach mit seiner geringen, kaum sichtbaren Dachneigung heute auf allen Gebäudearten zu finden. „Mittlerweile werden Flachdächer mit mindestens zwei Prozent Gefälle gebaut, so dass Regenwasser immer zu den Abläufen hingeführt wird“, erklärt Erich Pössl von der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen.

Flache Dächer haben den Vorteil, dass die Fläche genutzt werden kann: als Terrasse, Garten und Lichtkuppel, bei großen Gebäuden als Parkdeck.

Ein weiterer Pluspunkt: „Der Raum darunter kann in voller Höhe ausgenutzt werden“, sagt Andreas May vom Bauherren-Schutzbund. Darum sei das Flachdach so beliebt im Neubau von Ein- und Mehrfamilienhäusern.

Das Satteldach: Die bekannteste und weit verbreitete Dachform besitzt zwei zueinander geneigte Dachflächen, die sich am höchsten Punkt treffen. Das oberste Geschoss hat zwar ringsherum nicht die volle Raumhöhe, dafür aber Reserveflächen. In Dachnischen kann gut Stauraum entstehen, so May.

Das Pultdach: Es besitzt oft nur eine geneigte Dachfläche, oder eine zweite geneigte Seite beginnt etwas abgesetzt. Es ist aktuell als moderne Dachform gefragt. Früher wurden Pultdächer dagegen nur für Nebengebäude, einfache Bauten, Produktions- oder Lagerstätten verwendet.

Das Walmdach: Diese Form gehört zu den ältesten und repräsentativsten Dächerdesigns, erläutert das Dachdeckerhandwerk. Das Walmdach besitzt an allen vier Seiten eine geneigte Dachfläche und kann dadurch dem Wind besser standhalten – warum es etwa in Norddeutschland besonders beliebt ist. Walm nennt sich bei dieser Konstruktion die Dachfläche oberhalb der Giebelseite. Ein Tipp: Wer die Optik noch unterstreichen möchte, sollte Gauben einplanen.

Das Mansardendach: Bei dieser barocken Dachform sind die Dachflächen im unteren Bereich abgeknickt, so dass die tieferliegende Dachfläche über eine steilere Neigung verfügt als die obere. Auf diese Weise entsteht dort zusätzlicher Wohnraum. Der Vorteil: Die Dachform ermöglicht einen besseren Dachausbau. (dpa)
   
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