Sonderveröffentlichung

Eine Portion Erfahrung, bitte!

Vor dem Master ein Gap Year einlegen

Montag, 10.06.2019, 07:50 Uhr

Wie nutzt man die Zeit in einem Gap Year am besten? Bei einem Auslandsaufenthalt verbessern junge Erwachsene ihre Sprachkenntnisse und lernen Selbstständigkeit. Foto: dpa
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FH Münster

»Wenn ich mir im Klaren über den Rahmen bin, geht es in die Feinplanung.«

Anne-Katrin Westphal Career Service der Universität Rostock

Für Studierende, die ihr Leben bisher nur in Bildungseinrichtungen verbracht haben, könne „eine Phase des Innehaltens und Orientierens“ viele Vorteile haben. Gleiches gilt für Bachelorabsolventen, die praktische Berufserfahrungen sammeln wollen. Manchmal seien es ganz praktische Gründe, die für ein Überbrückungsjahr sprechen: „Wenn ich zum Beispiel kein Geld für einen Master habe und erstmal Geld verdienen muss“, so Westphal.

Einen ganz besonderen Reiz übt für viele junge Erwachsene der Auslandsaufenthalt aus. Die Vorteile liegen auf der Hand: „Neben der Sprache wird die Selbstständigkeit und Selbstorganisation gefördert“, sagt Thomas Röser, Studien- und Berufsberater und Vorstandsmitglied des Deutschen Verbands für Bildungs- und Berufsberatung (dvb).

In jedem Fall sollte die Planung des Auslandsaufenthaltes mindestens ein Jahr vor Reiseantritt beginnen, empfiehlt Westphal. „Wenn ich mir im Klaren über den Rahmen bin, geht es in die Feinplanung“, so die Beraterin. Neben einer passenden Stelle oder einem passendem Auslandsprogramm müsse man sich auch über die Finanzierung und die Versicherungsverhältnisse informieren.

Wer seine Karriere im Blick hat, macht sein Praktikum dabei „im Optimalfall“ bei einem Unternehmen, das später auch potenzieller Arbeitgeber sein kann, sagt die Expertin Westphal. Doch sich an einzelnen Unternehmen aufzuhängen, findet die Beraterin allerdings kontraproduktiv. „Ich glaube, man trägt aus jeder Erfahrung etwas Wertvolles mit“, ist sie sich sicher. Absolventen sollten ihrer Empfehlung nach prüfen, wo Spaß und das passende Berufsfeld zusammenkommen. Das sei dann das Richtige. (dpa)
  
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