Sonderveröffentlichung

Kaufleute wollen Kundenströme entzerren

Entspannt noch nach dem Essen einkaufen

Maske auf und Abstand halten: So lautet derzeit die Devise auch beim Einkaufsbummel. Denn muss man sich von Corona aber nicht verderben lassen. Denn die Händler achten verstärkt auf Hygiene. Foto: dpa

6.11.2020

Auf den „Langen Donnerstag“ Ende September folgte Ende Oktober das „Late Night Shopping“. Und jetzt steht bereits die nächste Aktion der Innenstadt-Kaufleute auf dem Programm: der „Lange Samstag“ am morgigen 7. November. Von 9 bis 18 Uhr werden viele ihre Geschäfte öffnen und die Kunden mit besonderen Angeboten locken.

Als Petra Scheffer („Step In“) und Steffi Fels („ReiseCenter“) vor mehreren Wochen in die Planung eingestiegen sind, war eigentlich angedacht, die verlängerte Öffnungszeit an diesem Samstag noch mit einem kleinen Rahmenprogramm zu flankieren. Imbissbuden und Verkaufsstände auf dem Marktplatz sollten organisiert werden. Doch wie schon so oft in diesem Jahr hat Corona allen schönen Plänen und Ideen einen Riegel vorgeschoben.

Bereits das „Late Night Shopping“ am 30. Oktober, das als kleiner Ersatz für das abgesagte „Moonlight Shopping“ der IG Werbung auf die Beine gestellt worden war, hatte angesichts steigender Infektionszahlen im Kreis Warendorf ohne die zusätzlichen Angebote stattfinden müssen. Und jetzt, mitten im deutschlandweiten „Lockdown light“, sind Buden, vor denen sich viele Menschen drubbeln, natürlich noch weniger angesagt.

Doch trotz der Situation – oder gerade deshalb – halten die Organisatorinnen an ihren Plänen für den „Langen Samstag“ fest. Denn den Kunden soll so die Möglichkeit geboten werden, in entspannter Atmosphäre zu bummeln und vielleicht auch schon den einen oder anderen Weihnachtseinkauf zu erledigen. Denn wo sonst die Geschäfte schon um 13 Uhr schließen, man sich also ein bisschen sputen muss, um seine Besorgungen noch schnell vor dem Mittagessen zu erledigen, da soll der „Lange Samstag“ – ganz Corona-konform – die Kundenströme entzerren und über den Tag verteilen. Es ist genug Zeit, sich in den Geschäften nach Schönem und Nützlichem umzusehen. Die verlängerte Öffnungszeit soll auch Warteschlangen vor den Läden vermeiden, in denen gemäß der seit diesem Montag geltenden Regeln derzeit nur ein Kunde pro zehn Quadratmeter Verkaufsfläche erlaubt ist.

Einen weiteren „Langen Samstag“ planen die Innenstadt-Kaufleute am 5. Dezember – in der Hoffnung, dass die Lage dann vielleicht auch wieder Stände und Buden sowie ein wenig Vorfreude aufs nahende Weihnachtsfest zulässt. (ne)

■ Am Samstag bis 18 Uhr geöffnet haben: die „Bücherecke“ Spartmann, das Modehaus Cruse, „Dolce Vita“, Haushaltswaren Lanfer, die Galerie „m8“, das „ReiseCenter“, die „Rostschmiede“ und das Schuhhaus „Step In“.

„Stewwert-Taler“

Gerade hat der neue Rat beschlossen, die erfolgreiche Sonderedition des „Stewwert-Talers“ noch einmal aufzulegen. Im Sommer waren Taler im Gesamtwert von 135 000 Euro in Umlauf gekommen. 20 Prozent schießt die Stadt zum Ausgabewert dazu, das bedeutet: Der 25-Euro-Taler hat einen Wert von 30 Euro, der 50-Euro-Taler einen Wert von 60 Euro und der 100-Euro-Taler einen Wert von 120 Euro. Der Verkauf soll Ende November beginnen und zeitlich nicht befristet werden. Sprich: Es wird die Sonderedition so lange geben, bis das Budget von 20 000 Euro aufgebraucht ist. Dabei soll die Aktion auf einen Maximalwert von 100 Euro pro Person beschränkt werden. (ne)