Sonderveröffentlichung

Ahlener Werbering Ost
Erinnerung an die Kokerei

Ausstellung „Der Ofen ist aus“

Donnerstag, 08.08.2019, 06:43 Uhr

Jörg Brehme (li) führt durch die Ausstellung, die schon viele Ex-Westfalener nutzten, um in Erinnerungen zu schwelgen. Fotos (2): Peter Schniederjürgen
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Von Peter Schniederjürgen 
 
Vor 30 Jahren wurde der letzte Koksofen auf der Zeche Westfalen gelöscht. „Exakt am 31. März 1989 um 7.25 Uhr“, sagt Jörg Brehme. Damit war die Kokerei auf der Zeche Westfalen Geschichte. Zum Jahrestag hat „Jupps Foto Club“ die Ausstellung „Der Ofen ist aus – 30 Jahre Stilllegung Kokerei Westfalen“ im Knappschaftshaus am Glückaufplatz eingerichtet. Auf 150 Quadratmetern erzählt Ex-Kumpel und Zechenkenner Brehme mit 99 großformatigen Bildern die Geschichte der Anlage, von den Anfängen 1910 bis zur Schließung.

Die Ausstellung geht auf Josef „Jupp“ Hesse zurück. Seine über 10 000 Bilder umfassende Sammlung stellte er dem Club zur Verfügung. Damit legte er den Grundstein zu den Bilderausstellungen. Der Club ist seitdem dabei, die historischen Fotos nicht nur zu digitalisieren. Sie werden auch nach besten Möglichkeiten erforscht, um herauszufinden, wen und was sie exakt zeigen.
  
Der Mittelgang der Ausstellung ist dem Inneren eines Kokereiofens nachempfunden.
Der Mittelgang der Ausstellung ist dem Inneren eines Kokereiofens nachempfunden.
Für die neue Präsentation haben die Clubmitglieder den Ausstellungsraum in einen Kokereiofen verwandelt. Dieser Eindruck wird erweckt durch Ofentüren, dunkle Wände und einer geschickten Lichtführung. Darin und drum herum sind die Bilder zu betrachten. Das Angebot nutzen seit der Eröffnung zahlreiche Ex-Westfalener, um sich über die Erinnerungen – und davon gab es unzählige – auszutauschen. So konnte auch der unbedarfte Besucher einen lebendigen Eindruck von der für den Pütt so wichtigen Anlage erhalten.

„Hier produzierten zuletzt 242 Mitarbeiter neben dem Koks noch eine umfangreiche Palette an anderen chemischen Produkten“, erzählt Brehme. Die Kokerei erzeugte aus Kohle unter Einfluss von Hitze und Luftabschluss Koks und Gas. Die Kohle wurde auf rund 900 bis 1400 Grad erhitzt. So lösten sich die Gase aus der Steinkohle. Zurück blieb der Koks, mit dem Hochöfen zur Stahlgewinnung befeuert wurden. Das Gas wurde durch Kondensation in verschiedene Stoffe aufgetrennt. So entstanden Teer, Schwefelsäure, Ammoniak, Naphthalin, Benzol und Kokereigas – Rohstoffe, bereit für die weitere chemische Veredelung. Diese Produkte waren zwar alles andere als umweltverträglich, aber für die Wirtschaft und Industrie ein unverzichtbarer Rohstoff.

Zu sehen ist die Schau bis auf weiteres jeden Dienstag zwischen 16 und 18 Uhr.
  

Paraffinbäder gegen trockene Haut

Karla Hilgers-Rajchl empfiehlt Paraffinbäder gegen trockene Haut.
Karla Hilgers-Rajchl empfiehlt Paraffinbäder gegen trockene Haut.
Wer sich über trockene Haut an den Füßen oder Händen ärgert, ist mit einem Paraffinbad gut beraten. Die ausgebildete Fußpflegerin Karla Hilgers-Rajchl bietet diese Behandlung in ihrem Studio am Wetterweg nach einer Maniküre, einer Modellage oder einer Fußpflege an.

Durch das Paraffinbad ziehen die zuvor verwendeten Pflegeprodukte noch besser ein. „Die Haut ist danach so weich wie ein Kinderpopo“, sagt die Expertin. Interessenten sollten 45 Minuten für die gesamte Behandlung einplanen und das Paraffinbad direkt bei der Terminvereinbarung bestellen, da das Paraffin vor Verwendung auf die richtige Temperatur gebracht werden muss. Termine gibt es unter Telefon 0 23 82/ 7 76 86 07.



  

Neuer Kopf-Airbag ersetzt Fahrradhelm

Lars Nölke zeigt den „Hövding“, den das Zweiradcenter Dammann seit Frühjahr im Programm hat.
Lars Nölke zeigt den „Hövding“, den das Zweiradcenter Dammann seit Frühjahr im Programm hat.
In Skandinavien gehört er in den Städten bereits zum Alltagsbild. Und auch bei uns wird der „Hövding“, der Airbag für den Kopf, immer beliebter. „Er ist achtmal sicherer als ein Helm“, erklärt Klaus Ottensmann, Geschäftsführer des Zweirad-Centers Dammann an der Ostbredenstraße. Dieses führt den neuartigen Schutz seit dem Frühjahr. Getragen wird der „Hövding“ um den Hals. Die Textilbeschaffenheit sorgt dafür, dass er keine Wärme annimmt. Zudem leidet die Frisur sicher nicht. Sensoren registrieren die Bewegungen des Radfahrers 200 mal in der Sekunde. Bei einem Unfall erkennen sie das anormale Bewegungsmuster des Radfahrers. Der Airbag löst aus. Der Helm öffnet sich, bevor der Kopf aufprallt.
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