Sonderveröffentlichung

Freiwillige Feuerwehr Westerkappeln
Erst Ausbildung, dann Einsatz

Vor den Einsätzen sind verschiedene Lehrgänge zu absolvieren

Samstag, 27.07.2019, 08:37 Uhr

Auch Feuerwehr-Laien können regelmäßig in die Arbeit der Brandschützer hineinschnuppern und zum Beispiel einen Löschangriff simulieren. Fotos: Feuerwehr Westerkappeln
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Wenn es einmal ernst wird, muss jeder Handgriff sitzen. Feuerwehrleute bilden sich in ihrer Freizeit regelmäßig weiter und trainieren jahrelang, um auf alle möglichen Szenarien vom Großbrand bis zum Chemie-Unfall bestmöglich vorbereitet zu sein. Aus- und Weiterbildungen spielen eine sehr große Rolle – das gilt nicht nur für Berufsfeuerwehren, sondern ebenso für die freiwilligen Einsatzkräfte.

86 aktive Kameraden zählt die Freiwillige Feuerwehr in Westerkappeln zurzeit. „Was den Ausbildungsstand anbetrifft, sind wir gut aufgestellt“, sagt Gemeindebrandinspektor Ingo Bünemann. Gemeinsam mit seinem aktuellen und seinem früheren Stellvertreter, Thorsten Schmidt und Werner Ramatschi, zählt er zu den ranghöchsten Brandschützern der Westerkappelner Wehr. Danach kommen zwei Brandoberinspektoren, vier Brandinspektoren sowie zehn Hauptbrandmeister. Wer diese Dienstgrade erreichen will, muss nicht nur mehrere Jahre lang aktiv in der Wehr dabei sein, sondern auch eine Reihe von Fortbildungen absolvieren.
  
Erst Ausbildung, dann Einsatz Image 1
Aber auch die „einfachen“ Feuerwehrleute müssen ihr Handwerk erst erlernen. Aktiv am Einsatz darf nur teilnehmen, wer den Feuerwehr-Grundlehrgang erfolgreich abgeschlossen hat – das sind insgesamt 160 Stunden Theorie und Praxis in Fahrzeug- und Gerätekunde, Rettungs-, Brand- und Löschlehre sowie technischer Hilfeleistung. Innerhalb von zwei Jahren werden die Lehrgänge in der Regel absolviert. Am Ende müssen die Feuerwehr-Anwärter ihr Wissen in einer Prüfung unter Beweis stellen. Da mittlerweile fast jede freiwillige Wehr, so wie in Westerkappeln, eine Jugendfeuerwehr hat, können die Nachwuchs-Brandschützer die vier Module des Lehrgangs hier früh absolvieren. Bei der Feuerwehr ist nach der Ausbildung vor der Ausbildung. Wer die vier Module des Grundlehrgangs durchlaufen hat, der sollte den Umgang mit Funkgerät, Atemschutzmaske und Druckluftatmer lernen. (abi)
  

Schnupperdienst

Am Samstag, 24. August, lädt die Freiwillige Feuerwehr Westerkappeln Männer und Frauen ab 18 Jahren zu einem Schnupperdienst ein. Das Motto „Feuerwehr erleben – selber in Aktion“ verrät, worum es geht: „Jeder der Lust hat, soll Sachen unter Anleitung selber ausprobieren können: vom Schläuche ausrollen bis zur technischen Hilfeleistung“, sagt Unterbrandmeister Hendrik Pieper, der unter anderem für die Mitgliederwerbung der Feuerwehr zuständig ist.

Treffpunkt ist am Samstag um 15 Uhr an den Feuerwehrhäusern in Westerkappeln und Velpe. Dann geht es voraussichtlich mit den Einsatzfahrzeugen der Feuerwehr an den Mittellandkanal in Höhe der Brücke Schachselstraße. Dort soll ein Löschangriff aufgebaut werden, bei dem auch die Feuerwehr-Laien Schläuche, Verteiler und Strahlrohre einsetzen und ausprobieren können. Der Schnupperdienst endet gegen 18 Uhr.

Eine vorherige Anmeldung zu der Veranstaltung ist nicht erforderlich.
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